Der große Echolot Test – Top 21 Fischfinder im Vergleich

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Der große Echolot Test – Top 21 Fischfinder im Vergleich
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Bevor wir uns dem Echolot Test widmen, möchten wir euch die Funktionsweise der Fischfinder näher bringen, so dass ihr mit diesem Testbericht besser entscheiden könnt, welches Echolot das Richtige für euch ist. Ohne ein wenig Grundwissen kann man schnell eine falsche Entscheidung beim Kauf eines Echolotes treffen. Echolote sind nicht billig, so dass ein übereilter Kauf nicht immer eine gute Wahl ist. Am Ende stellen wir euch dann viele verschiedene Fischfinder im Vergleich vor. Unterteilt haben wir den Test nach Preisklasse, so dass für jeden ein Echolot dabei sein sollte.

Dieser Artikel teilt sich in 3 Seiten auf.

Seite 1 – Grundlagen die beim Kauf eines Echolotes wichtig sind – du bist hier

Seite 2 – Grundlagen zur Funktionsweise eines Echolotes hier klicken

Seite 3 – Dich interessiert nur der ultimative Top 21 Fischfinder Vergleich hier klicken!


Was ist wichtig bei der Auswahl eines Echolots/ Fischfinders?

Mit einem Echolot oder Fischfinder verfolgen viele Angler nur ein einziges Ziel: Fische finden – um dann den Köder auszuwerfen und Fische einzuholen. Die beste Angelausrüstung nützt niemanden, wenn der Fisch nicht da steht, wo man gerade angelt. Der Fischfinder soll dabei helfen die Fangquote und damit den Spaß am Angeln zu erhöhen und vor allem die Zeit auf der Suche nach dem Fisch zu reduzieren. So hoffen sie meisten, die über einen Kauf eines Echolotes nachdenken. Doch ein Echolot kann mehr als viele denken und leider reicht ein kurzer Blick auf den Bildschirm oft nicht aus, um das Geschehen unter Wasser richtig zu verstehen. Also ist es wichtig, dass man sich vor dem Kauf oder bei der Benutzung eines Echolotes einige Fragen stellt:

  • Was suche ich? Hotspots oder Fischsicheln?
  • Möchte ich lieber Fische am Grund oder im Freiwasser angeln?
  • Wie tief ist mein Gewässer?
  • Brauche ich mein Echolot auch in den Ferien?
  • Nutze ich das Echolot auch im Meer?
  • Ist es wichtig für mich, viele Strukturen unter Wasser zu erkennen?
  • Wie teuer darf mein Echolot sein?
  • Brauche ich eine Kartenfunktion mit GPS?

Einige dieser Fragen beantworten wir in diesem Artikel und und mehr in unserem Echolot Blog – Tipps

Echolote und Fischfinder im Jahr 2017

In 2017 hat sich wieder allerhand getan. So rutscht echtes CHIRP noch weiter in die mittlere Preisklasse. CHIRP empfehlen wir jedem Käufer in die Kaufentscheidung mit aufzunehmen. Die modernen Fischfinder liefern aktuell sogar HD Bilder von der Beschaffenheit des Gewässergrunds, der Temperatur, der Sprungschicht, der Tiefe und Informationen darüber ob die Fische an der Oberfläche, dem Mittelwasser oder am Gewässergrund stehen.

Diese Interpretation der vom Echolot gelieferten Bilder ist das zu überwindende Hindernis der meisten Angler. Ein Echolotbild ist mit Sicherheit nicht leicht zu interpretieren, da die genaue Position der Fische nur bei bestimmten Echolot Features wie z.B. das SideScan oder Garmins Panoptic sichtbar wird. Doch in den meisten Fällen – wir schätzen mal, dass in über 90% der Fälle ein klassisches 2D Sonar benutzt wird – kann man die genaue Position des Fisches oder des Hotspots am Gewässergrund nicht genau bestimmen.

Zusätzlich liefern Echolote eines nicht – eindeutige Bilder vom gescannten Fisch, so dass niemand mit Sicherheit weiß, um was es sich da im Wasser genau handelt. Hier zählt nur Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung oder lesen, lesen, lesen. Sehr viele detaillierte Informationen und vor allem praktische Tipps, geben wir in unserem Buch „Der große Echolot Ratgeber“ preis. Dort haben wir den Platz, tiefer in das Thema Echolot einzusteigen und aufzuzeigen, wie man schneller das Echolot interpretiert und Angelplätze findet. Doch nun weiter im Text.

In Kürze – Auf was sollte man beim Kauf eines Echolotes achten?

Wichtige Funktionen bei der Auswahl eines Echolotes / Fischfinders wichtig?

Auf unserer Erfahrung beruhend, haben wir euch die wichtigsten Funktionen in einem Ranking zusammengetragen. Nach diesen Kriterien würden wir ein Echolot oder Fischfinder beim Kauf auswählen.

echter CHIRP Geber – 100/100

CHIRP bedeutet eine bessere Fischerkennung. Bei einzelnen Frequenzen, können Fische nur in einem teilweise weitem Abstand zueinander als einzelne Fische erkannt werden. CHIRP macht es möglich eng zusammenstehende Fische als einzelne Fischsicheln anzuzeigen.

Auf den Geldbeutel kommt es an – 95/100

Im zweiten Schritt würden wir dann auf den Geldbeutel achten und an den anderen Funktionen sparen. CHIRP comes first – alles Andere ordnet sich dem Geld unter.

15° bis 25° schmaler Öffnungswinkel beim Sendekegel – 91/100

Allein ein möglichst schmaler Öffnungswinkel ermöglicht es die wahre Bodenstruktur unter Wasser einigermaßen zu erkennen und Bodenvertiefungen zu finden.

GPS Kartenfunktion – 85/100

Nur mit einer Karte auf dem Echolot, kann man die besten Hotspots finden und markieren. Viele Herstellereigene Kartenfunktionen zeichnen die Tiefe während der Fahrt auf und geben einen fantastischen neuen Überblick über abfallende Kanten und Unterwasserhügel!!!! GPS Funktionen erhöhen die Sicherheit, gerade während der besten Angelzeiten, wenn dunkle Wolken aufziehen. Wer sich GPS und eine Seekarte leisten kann, sollte dieses Geld investieren.

Kontrastreiches, hochauflösendes, großes Display – 83/100

Viel Kontrast benötigen wir auf dem Wasser bei hellem Sonnenschein. Sonst ist nichts zu erkennen und das Echolot ist nutzlos. Die Größe und Auflösung des Display ist für die detailscharfe Darstellung verantwortlich. Ein guter Geber liefert viele Details und das Display muss diese auch anzeigen können.

2 Frequenzen einzeln nutzbar – 75/100

Aus unserer Sicht bringt eine Kombination von 2 Frequenzen (DUAL Beam) nicht so viel, wie einzeln auswählbare Frequenzen. So kann man sich der jeweiligen Situation entsprechend die passende Frequenz anzeigen lassen. Zudem verwenden unterschiedliche Frequenzen oft unterschiedliche Öffnungswinkel.


Welche Funktionen bei der Auswahl eines Echolotes / Fischfinders sind nice to have ?

2 Frequenzen gleichzeitig nutzbar (DUAL-BEAM) 60%

DUAL Beam hat sich bei den günstigen und mittelpreisigen Echoloten durchgesetzt. Hier werden die Vorteile aus zwei Frequenzen kombiniert und beide Ergebnisse kombiniert in einem Bild anzeigt. Der schmale Öffnungswinkel der einen Frequenz sorgt für die detaillierte Bodenstruktur, während der meiste breitere Öffnungswinkel der zweiten Frequenz einen großen Bereich scannt und viele Fische anzeigt. Der Nachteil ist, dass wir dadurch den Abstand der Fische vom Boot nicht genau eingrenzen können (siehe Buch „Der große Echolot Ratgeber“ S. 67). In Zeiten von CHIRP verliert diese Funktion langsam an Bedeutung. Trotz dessen ist diese Funktion, aufgrund des breiteren Öffnungswinkels, zum Schleppfischen gut zu gebrauchen.

DownImaging etc. 55%

Die bildgebenden Funktionen eines Echolotes sind schon toll, da man die Unterwasserwelt fast fotorealistisch betrachten kann. Wir unterscheiden aber zwingend zwischen dem bildgebenden Sonar unter dem Boot (DownScan, DownImaginbg etc.) und dem bildgebenden Sonar zu beiden Seiten (Side Scan etc.). Das seitlich ausgerichtete Sonar ist wirklich der Hammer, da man die genaue Position bestimmter Angelstellen bestimmen und exakt anfahren kann. Bei der Variante nach unten, ist das nicht der Fall. Aus folgendem Grund bewerten wir diese Funktion als „nice to have“ – Es ist der Preis. Für viele ist ein SideScan Fischfinder oder Echolot einfach zu teuer in der Anschaffung.

Leistung über 500 Watt in Binnengewässern 48%

Für die meisten europäischen Inlandgewässer ist ein 500 Watt Echolot einfach ausreichend, da es für Tiefen bis zu 250 m konzipiert wurde.

W-Lan Funktion 45%

WLan ist hipp und modern und tatsächlich kann man mit dieser Funktion, die Details des Gebers auf einem größeren Tablet darstellen. Man spart quasi am eigentlichen Bildschirm des Echolotes, wenn man schon ein Tablet sein eigen nennt.

 

In der Qualität unterscheiden sich die verschiedenen Fischfinder in der Darstellung und Bildgebung, in der Bedienbarkeit und in der Nutzerfreundlichkeit. Die technischen Details, wie Anzahl der Sender/Geber/Schwinger, der Sendeleistung, der Auflösung des Bildschirms und auch die abdeckbaren Breite des Sendekegels (Geberkegel) sind für die meisten die kaufentscheidenden Punkte. Einige Echolote sind sogar für Tiefen bis fast 1.000 m geeignet. Lowrance gibt für den Elite9x-CHIRP Fischfinder ganze 914 m Tiefenleistung an. Wobei jedem klar sein sollte, dass in einer solchen Tiefe nichts mehr mit zu interpretierenden Fischsicheln ist, denn die Frequenz von 50 kHz lässt diese Detailtreue nicht zu. Aber um für Fische interessante Stellen am Gewässergrund zu finden sollte es reichen. Und ganz ehrlich. Wer von uns fischt schon in dieser Tiefe. 

Grundlagen von Echoloten/ Fischfindern im Test

Entwickelt, so wie wir die Echolote heute kennen, wurde das Prinzip im zweiten Weltkrieg, um die gegnerischen U-Boote zu orten. Schallwellen werden mit ca. 1.440 m/s durch das Wasser geschickt und werden von Hindernissen reflektiert. Die reflektierten Wellen werden dann empfangen und in ein elektrisches Signal umgewandelt. Grundsätzlich ist ein Fischfinder nur eine Art von verschiedenen existierenden Echoloten. Der klassische Fischfinder sendet in einem konischen Kegel nach unten. Diese „2D Frequenzen“ werden dann zur Berechnung der Tiefe und Struktur genutzt. Mehrere Pulse werden von einem Geber zur Messung nacheinander abgegeben (Ping – Ping – Ping – …). Die Signale machen sich nun in einem Kegel auseinanderlaufend, auf dem Weg zum Grund. Je nach tiefe und Austrittswinkel treffen die Schallwellen dann auf Hindernisse und schlussendlich auf den Boden und werden mehr oder weniger stark reflektiert. Die oben vom Geber empfangenen Schallwellen werden dann von dem Echolot berechnet und es wird ein Bild dargestellt.

Eine der wichtigsten Informationen ist die Leseweise des Bildschirms: Auf dem Fischfinder LCD findet man bei einem klassischen 2D Sonar das aktuelle Bild rechts auf dem Display und das Bild läuft dann nach links. Man sieht also nur die Vergangenheit oder das was hinter dem Boot liegt!!! An diesen Effekt muss man seine Angeltechnik anpassen.

Tipp

„Du fragst dich, welche Funktionen bei einem Echolot unverzichtbar sind und warum?“ Lade dir hier die kostenlosen Seiten unseres Echolot Ratgebers runter. Download

Wie viel Watt sollte ein Echolot/ Fischfinder haben?

Je mehr Watt ein Echolot hat, desto größer ist die Sendeleistung des Fischfinders. Grundsätzlich wird in den USA immer mehr Watt gefordert als bei uns. Der Grund ist ganz einfach. In den USA gibt es sehr viele und große Wettkämpfe mit Preisgeldern in Millionenhöhe. Das bedeutet, dass die Ansprüche an ein Echolot viel größer sind, denn jede Sekunde in einem 3 Stunden Wettkamp zählt. Hier in Deutschland ist das Wettkampfangeln in den meisten Bundesländern verboten und wenn nicht, dass ähneln viele Wettkämpfe doch eher einem typischen Angelvereinsausflug mit sitzen am Gewässerrand. Doch nun zurück zur Wattzahl. Angegeben wird die Leistung in Watt (RMS). RMS steht für Rout Mean Square und steht für den Mittelwert der Leistung aller Frequenzen. Die Wattangabe entscheidet über die Stärke des Signals, das in die Tiefe geschickt wird. Je tiefer man fischt, desto höher sollte die Wattzahl sein. Auch muss sie hoch sein, wenn die genutzte Frequenz hoch ist. Man kann es mit dem Zurufen eines Freundes vergleichen. Je weiter er weg steht, desto lauter muss man nach ihm rufen. Und wenn man eine piepsige Stimme hat, muss man mehr Kraft in die Stimme legen, um gehört zu werden (hohe Frequenz =  Policeacademy lässt grüßen).

Die RMS Angabe bei Echoloten ist der wichtigste Wert, da hier nicht mit hohen Watt Angaben in Einzelfällen (Peak to Peak) die Leistung hochgeschummelt werden kann! Schon die mittleren Echolote wie z.B. das Humminbird Helix 12 CHIRP MEGA SI GPSumminbird Helix 12 CHIRP MEGA SI GPS  (ca. 3.269€) haben eine Sendeleistung von 1.000 Watt (RMS) und sagenhaften 8.000 Watt (Peak to Peak), während günstigere Geräte wie der Garmin Striker 4 (ab ca. 140€) auf eine Leistung von 200 Watt (RMS) kommt. Trotz dessen kann das günstigere Gerät in über 400 m Tiefe senden, während das Modell von Humminbird nur 122 m als maximale Tiefenleistung angibt. Hier kommt es konkret darauf an, was man mit dem Echolot möchte. Das Echolot steuert die benutzte Wattzahl je nach Tiefe. In flachen Gewässern bis 50 m reicht eine geringe Wattzahl von 100 Watt aus, während man in tieferen Gewässern die Leistung voll ausreizen muss. 

Welche Frequenz ist bei einem Echolot/ Fischfinder am besten?

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Die Dauer bis zur Rückkehr der Schallwelle (Echo) ist die Grundlage für die Berechnung der Entfernung zum Objekt.

Der Geber befindet sich im Wasser und gibt nach unten Hochspannungsimpulse im Ultraschallbereich ab. Auf dem Weg nach unten treffen die Schallwellen auf Hindernisse, wie z.B. Fische, Äste, Fischschwärme, im Wasser schwimmende Dinge oder dem Grund und werden so wieder nach oben zurück geworfen, um vom Geber empfangen zu werden. Spätestens, wenn die Schallwelle auf den Grund trifft, wird sie an den Empfänger des Echolots reflektiert. Die Software des Echolots rechnet nun die empfangenen Signale in ein Bild um und stellt es auf dem Display dar. Dabei errechnet sie anhand der empfangenen Signale, oder es sich um einen Fisch, Geäst oder einen harten oder weichen Boden handelt. 

Die meisten Echolote arbeiten im 2D Sonarbereich mit einer Frequenz von 50 kHz bis 200 kHz. Die Wellenlänge bei 200 kHz ist wesentlich kürzer als bei 50 kHz (Wellenlänge Ultraschall – 7,5 mm bis 30 mm), so dass bei 200 kHz viel mehr Details erfasst werden, als bei 50 kHz. Mehr Schallwellen treffen auf das Objekt und werden nach oben zum Geber reflektiert.

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Bei einer hohen Frequenz sind die einzelnen Schallwellen kürzer als bei einer niedrigen Frequenz.

Die meisten unterschätzen die Wirkung von Schallwellen. Die jeweilige Frequenz hat einen großen Einfluss darauf, in welchem Abstand Fische zueinander überhaupt als einzelne Fische erkannt werden. Dieser Unterschied ist gewaltig, denn bei 50 kHz können Fische, die enger als 50 cm zueinander stehen, gar nicht als einzelne Fische erkannt werden. Dies hängt direkt mit der Entfernungsauslösung zusammen und sollte jedem Echolotbesitzer und -käufer bewusst sein. Wie gehen sehr detailliert in unserem Buch auf die Entfernungsauflösung ein.

Tipp: Wenn Ihr Probleme bei der Vorstellung der Funktionsweise der Schallwellen habt, dann nehmt Euch ein Blatt Papier und malt auf einer Linie Punkte im Abstand von 7,5 mm (200 kHz). Daneben wiederholt das ganze mit einem Abstand von 30 mm (50 kHz). Legt Ihr nun einen Gegenstand wie z.B. euren Schlüssel auf die Punkte, seht ihr, dass bei einem Abstand von 7,5 mm mehr Punkte den Schlüssel treffen als bei 30 mm (kürzere Wellenlänge = höhere Frequenz beim Echolot). 

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Vorteile einer tiefen Frequenz bei Fischfindern

Andersherum hat eine hohe Frequenz auch Vorteile. Da die Wellenlänge von 50 kHz größer ist, bietet das Wasser weniger Widerstand und man erreicht eine größere Tiefe. Auch kann man die Bodenbeschaffenheit besser erkennen, da die Schallwellen tiefer in den Boden eindringen können, bevor sie vom Untergrund reflektiert werden. Das ist wichtig für das Angeln in großen Tiefen von mehr als 200 Meter wie z.B. in Norwegen. In diesen Tiefen werden die Schallwellen einer 200 kHz Frequenz den Grund der Fjorde oft nicht erreichen, so dass es auch kein Echo geben kann. Im Ergebnis bleibt der Bildschirm leer und zeigt gar nichts an.

Vorteil 200 kHz

  • Detailreiche Bilder und Informationen
  • kleine Hindernisse werden erkannt
  • meistens mit schmalen Sendekegeln, die die Tiefe besser erfassen
  • eng zusammenstehende Fische werden als einzelne Fischsicheln angezeigt

Nachteil 200 kHz

  • kleiner Abstrahlwinkel scannt kleinen Bereich
  • Informationen außerhalb des Sendekegels werden nicht erfasst
  • nicht für größere Tiefen geeignet (ab 150m)

Vorteil 83 kHz

  • großer Bereich, der vom Echolot erfasst wird (meist 60° Abstrahlwinkel)
  • kann für größere Tiefen benutzt werden

Nachteil 83 kHz

  • die Informationen des gescannten Bereichs sind nicht so detailreich
  • Fischschwärme werden oft als eine große dichte Punkteanhäufung angezeigt
  • in größeren Tiefen gibt es zu viele Informationen, die nicht dargestellt werden können 

Welcher Öffnungswinkel bei einem Echolot Geber ist der Beste?

Der Kristall ist verantwortlich für die Frequenz und für den Öffnungswinkel der erzeugten Schallwellen. Oder anders ausgedrückt: In welchem Winkel verlassen die Schallwellen den Geber? Der Kristall ist meistens rund und von zwei Seiten elektrisch leitendend beschichtet und mit dem Geber verbunden. Der Durchmesser des 200 kHz und 20° Kristalls beträgt ca. 2,5 cm. Jedes Jahr werden diese Kristalle kleiner aber sie sind auch aufgrund der Physik in ihrer Miniaturisierung beschränkt.

Wie sieht so ein Kristall aus und was bedeutet ein unterschiedlich großer Öffnungswinkel in der Praxis?

Kristall-bei-einem-Echolot-oeffnungswinkel

Viele gängigen Fischfinder arbeiten mit einer Frequenz von 200 kHz und einem Winkel von 20° bis 28°. In 10 m Tiefe treffen die Schallwellen bei einem 20° Öffnungswinkel mit einem Durchmesser von ca. 3,5 m auf, was einer Fläche von 9 qm entspricht. 9 qm entspricht einem kleinen Badezimmer. Beträgt der Öffnungswinkel des Kristalls 60°, beträgt der Durchmesser der Schallwellen am Boden in 10 m Tiefe bereits 11,50 m.

D.h., dass die erfasste Fläche des Echolotes 104 qm oder einer größeren Wohnung entspricht. Lasst mich an dieser Stelle einmal diese Zahlen noch einmal verdeutlichen. Stellt Euch eine 104 qm große Wohnung im ersten Stock eines Hauses vor. In der Küche wird ein gut 80 cm langer Hecht platziert. Im 4. Stock steht das Echolot, pingt und wir verfolgen das Bild.

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Ein Fisch in 10 Meter Tiefe

Wow, da ist eine große Fischsichel auf dem Echolotbildschirm in 10 Meter Tiefe. Doch was nun? Köder auspacken und reinschmeißen? Wir sehen ja nur, dass dort eine große Fischsichel irgendwo in 10 Meter Tiefe ist. Aber ob sich der Fisch in der Küche, dem Bad oder doch in der Ecke des Wohnzimmers befindet, kann uns das Echolot nicht zeigen. Wir müssten die gesamte Wohnung mit unserem Jig abtasten und hoffen, dass wir zufällig in die Nähe des Hechtes kommen, der dann auch noch immer da ist und in diesem Moment zubeisst. Die Auswahl der Frequenz und des Öffnungswinkels ist äußerst wichtig für das praktische Angeln. Allein ein tolles und vor allem günstigesEcholot reicht nicht allein, um rauszufahren, Fische zu finden und Bang, der Meterhecht beisst an. Das System Echolot wird häufig in seiner Komplexität und den physikalischen Grenzen unterschätzt.  

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