Wie viele Hechte fangen die anderen so?

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Modernen Fische finden - Der Hecht exklusiv
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Hier habt ihr nun die ultimative Entschuldigung für alle leeren Kescher!!! Denn wer kommt schon gerne ohne Fisch auch Hause? Niemand möchte andauernd von seinem Partner oder den Kindern getröstet werden, wenn der Kescher nach einem coolen Tag am Wasser wieder leer geblieben ist. Auch wird’s ja nicht immer nur Trost, sondern wahrscheinlich auch Spot geben, oder? Einen Angelbuddy mit witzigen Sprüchen über den trockenen Fischeimer kennt jeder, oder?

Wer nicht viele Hechte fängt macht sich über folgende Dinge so seine Gedanken:

Was mache ich falsch? Liegt es am Köder? Spätestens, wenn man den fünften Köder dran hat, zweifelt man auch das an. Irgendwann ist man sich sicher, dass man selbst verflucht ist. Egal, was man probiert – nichts bringt den Hecht an den Haken. Was heißt das nun? Ist man selbst Schuld an der Misere? Kann man es ändern?

Die Frage, wie viele Hechte andere Angler so angeln, sollte eine von vielen Antworten auf diese Frage geben. 

Um leere Kescher sollten wir uns weniger großen Sorgen machen, als es notwendig scheint. Es gibt diverse Aufzeichnungen, wie viele Hechte ein Angler so fängt. Und egal welcher Kontinent, egal welche Studie, die Fänge liegen immer zwischen 1 bis 4 Hechten pro 100 Angelstunden.

Wenn die Hechtfänge einer Studie in einem Stausee in Wisconsin (USA) bei geangelten Hechten noch bei 3,8 Fängen je 100 Angelstunden lagen, sind sie im Beamer See (Kanada) mit 2,9 Hechten schon geringer. Aber Angler im Ecanaba See (USA) haben es echt nicht leicht. Sie mussten sich mit 0,4 Hechten je 100 Angelstunden begnügen. Erst die Einführung einer Mindestfanggröße von 56 cm, verdoppelte den Angelerfolg der örtlichen Angler auf 0,8 Hechten / 100 h.

Ja, und jetzt haben wir den ultimativen Beweis, warum es so viele Schneidertage gibt und warum wir eigentlich gar nicht schuld für leere Kescher sind. Die Schlussfolgerung für uns könnte ja lauten: 

Wer nach 98 Stunden erfolglosen Angelns aufgibt, ist selber Schuld.

Nun können wir auch erahnen, warum es den Profis so leicht fällt diese vielen Fotos mit tollen Hechten zu machen. Sie kennen ihre Gewässer wie ihre Westentasche, sie kennen ihr Gerät und wissen intuitiv was zu tun ist und sie schaffen in einer Woche das an Stunden zu angeln, wofür der ein oder andere Freizeit-Angler die gesamte Saison braucht. 

Wir sehen, dass es gar nicht so einfach ist, in jedem Gewässer einen Hecht zu finden und ihn dann auch noch zu fangen. Umso mehr muss unser Verständnis geschult sein, welches Gewässer wohl ein gutes Hechtgewässer ist und wo sich die besten Hotspots befinden könnten. Zusätzlich sind Fangbeschränkungen wichtig, auch wenn sie den einen oder anderen Angler nicht passen oder Fische doch mal länger oder kürzer gemacht werden als sie sind. 

Es heißt das Mindestmaße elementar für einen guten Hechtbestand sind. Sie ermöglichen es, das mehr Weibchen größer werden und somit mehr Eier ablegen können. Doch das Mindestmaß hat auch eine Kehrseite. Die Einführung von Mindestmaßen sorgt manchmal für mehr Druck auf alle Hechte darüber. So wurde für den St. Lawrence River nachgewiesen, dass ein Mindestmaß von 66 cm für eine Schrumpfung des Hechtbestandes führte. Mindestmaße in den 50 cm hatten in verschiedenen Seen sehr positive Auswirkungen.

Eine gute und aktuell langsam aufkommende Lösung sind Entnahmefenster. Hier können Hechte z.B. von 60 bis 90 cm entnommen werden. Das hat eine sehr positive Auswirkung auf verfügbare große Hechtmamas, die elementar sind für einen reichhaltigen Hechtbestand. 

Wissenschaftlich vermutet wird z.B. von Arlinhaus, dass diese Entnahmefenster dafür sorgen können, dass das erfolgreiche Angelerlebnis auf Hechte nachhaltig auf einem guten Niveau bleibt. Werden die großen gefräßigeren aktiven Räuber wieder zurückgesetzt, können sie ihr Genmaterial verbreiten. So verhindert man, dass sich ein großer schwer bis gar nicht angelbarer Lauerhechtbestand entwickelt.

Als Angler sollten wir wissen, wie wichtig die Arbeit der Vereine und Fischereibetriebe ist. Sie müssen für einen guten Hechtbestand und Fischbestand sorgen. Denn der Verkauf der Angelkarten und das Buchen der Häuser rund um die Seen sind wichtige Einnahmequellen. Und ohne erfolgreiche Angeltage wird man zwangsläufig das Gewässer wechseln und Angelkarten woanders kaufen.

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