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Apps für Angler · geprüft im September 2026

Angel-Apps 2026: Welche Apps brauchst du wirklich?

Kurzantwort: Du brauchst keine zehn Angel-Apps. Für die meisten Angeltage reichen eine App für Gewässer oder Tiefenkarten, eine gute Wind- und Wetteranzeige, amtliche Warnungen und ein ehrliches Fangbuch. Die App liefert Daten. Ob dein Zielfisch an einem Platz wahrscheinlich ist, leitest du weiterhin aus Gewässer, Jahreszeit, Beute und Fischverhalten ab.

Apps können uns vieles erleichtern und gehören zum modernen Fischefinden einfach dazu. Das war schon die Grundidee unseres ursprünglichen Artikels aus dem Jahr 2017. Damals haben wir die Apps vorgestellt, die bei uns tatsächlich auf dem Smartphone blieben. Warum nicht alle? Weil eine App, die am Wasser mehr Klicks als Klarheit erzeugt, irgendwann sowieso wieder gelöscht wird.

Heute gibt es viel mehr Funktionen: digitale Angelkarten, Community-Fänge, Tiefenkarten, Wettermodelle, Pegelalarme, Fangbücher und sogar berechnete Beißindizes. Genau deshalb ist die Auswahl nicht einfacher geworden. Diese Übersicht ist keine zusammenkopierte Liste mit möglichst vielen App-Namen. Sie zeigt, welche Aufgabe eine Angel-App lösen kann, wo ihre Grenzen liegen und welche der früheren Empfehlungen noch tragen.

InhaltsverzeichnisWelche Angel-App passt zu welcher Aufgabe?Welche Apps zeigen Gewässer und Angelkarten?Welche Angel-App zeigt Tiefenkarten?Welche Wetter- und Wind-App ist sinnvoll?Welche Apps zeigen Pegel und Gezeiten?Was bringt ein digitales Fangbuch?Kann eine App gute Beißzeiten vorhersagen?Welche Apps aus dem alten Artikel gibt es noch?Wie planst du damit einen Angeltag?Was ist bei GPS und Datenschutz wichtig?Häufige Fragen zu Angel-Apps

Welche Angel-App passt zu welcher Aufgabe?

Kurzantwort: Wähle nicht zuerst eine App, sondern die Frage, die sie beantworten soll. Für ein unbekanntes Gewässer brauchst du andere Daten als für Wind, Sicherheit oder die Auswertung deiner eigenen Fänge.
AufgabeSinnvoller AusgangspunktWichtige Grenze
Angelgewässer entdeckenAlle AngelnCommunity-Daten sind keine verbindliche Gewässerordnung
Angelkarten kaufenhejfishNicht jedes Gewässer und jede Region ist angeschlossen
Tiefenlinien und WegpunkteNavionics BoatingAbdeckung und Aktualität vor dem Abo prüfen
Eigene Tiefenkarte mit WurfecholotFish DeeperEigene Sonardaten setzen kompatible Deeper-Hardware voraus
Windrichtung und BöenWindfinderEine Prognose ist keine Messung an deinem Angelplatz
Amtliche WetterwarnungenDWD WarnWetterWarnt vor Gefahren, sagt aber nicht, ob der Fisch beißt
Wasserstand am FlussMeine PegelDer nächstgelegene Pegel kann vom Platz abweichen
Gezeiten an der deutschen KüsteBSH-GezeitendienstBei Sicherheitsfragen amtliche Angaben verwenden
Eigene Muster erkennenPrivates FangbuchOhne Schneider- und Beobachtungstage entsteht ein schiefes Bild

Unsere klare Empfehlung: Starte mit höchstens drei Werkzeugen. Eine Karte für dein Revier, Wind und Wetter für die Bedingungen und ein Fangbuch für deine Erfahrung. Ergänze erst dann eine weitere App, wenn dir wirklich eine Information fehlt. Eine All-in-one-App kann bequem sein. Sie wird aber nicht automatisch besser, nur weil sie Wetter, Mondphase, Community und einen bunten Beißindex auf einen Bildschirm packt.

Welche Apps zeigen Angelgewässer und digitale Angelkarten?

Kurzantwort: Alle Angeln eignet sich für die Gewässersuche, Fangmeldungen und den Austausch mit anderen Anglern. Über hejfish kannst du für viele angeschlossene Gewässer Erlaubnisscheine kaufen und auf dem Smartphone verwalten. Ob du dort wirklich angeln darfst, prüfst du immer anhand der aktuellen Angaben des Bewirtschafters.
Logo und historische Ansicht der Angel-App Alle Angeln
Originalbild aus dem bisherigen Beitrag. Die App und ihr Funktionsumfang haben sich seit der ersten Veröffentlichung deutlich weiterentwickelt.

Alle Angeln: Gewässer, Fänge und Community

Alle Angeln war schon im Originalartikel unsere erste Empfehlung – und die App gibt es weiterhin. Du kannst Gewässer suchen, Fangmeldungen ansehen, Bewertungen lesen, Gewässern folgen und eigene Fänge dokumentieren. Inzwischen gehören je nach Funktion und Tarif auch Fangstatistiken, Angelwetter, Pegelstände und teilweise Tiefenkarten dazu.

Das ist ein guter Einstieg in ein unbekanntes Revier. Du siehst, welche Fischarten gemeldet werden und ob ein Gewässer überhaupt aktiv beangelt wird. Trotzdem ist eine Fangkarte kein Röntgenbild des Sees. Öffentlich gemeldete Fänge sind eine Auswahl: Manche Angler teilen jeden Fisch, andere keinen einzigen und wieder andere verschieben den Standort bewusst. Nutze solche Daten also, um Fragen an ein Gewässer zu stellen – nicht um einen Punkt auf der Karte blind abzuwerfen.

hejfish: Angelkarten direkt aufs Smartphone

hejfish löst eine andere Aufgabe. Über die Plattform und App lassen sich für viele teilnehmende Gewässer in Deutschland und angrenzenden Ländern Angelkarten kaufen. Je nach Bundesland und Bewirtschafter musst du dafür Fischereidokumente hinterlegen; manche Karten können digital vorgezeigt werden, andere müssen weiterhin ausgedruckt oder anders mitgeführt werden.

Das ist praktisch, wenn du spontan ein neues Gewässer befischen möchtest. Es ersetzt aber weder den Fischereischein noch den Blick in die konkrete Gewässerordnung. Schonzeiten, Mindestmaße, Bootsregeln, Nachtangelverbote und gesperrte Ufer können lokal abweichen. Genau diese fünf Minuten Prüfung gehören vor den ersten Wurf.

Welche Angel-App zeigt Tiefenkarten und Unterwasserstrukturen?

Kurzantwort: Navionics Boating zeigt für abgedeckte Gewässer bathymetrische Karten, Tiefenlinien, Wegpunkte und Routen. Fish Deeper kann vorhandene Karten mit eigenen Sonaraufzeichnungen verbinden. Beide helfen bei der Vorbereitung – sie zeigen aber keine garantierten Angelplätze.
Historische Ansicht der Navionics Boating App mit Gewässerkarte und Tiefenlinien
Originalbild aus dem alten Artikel. Oberfläche, Kartenpakete und Preise haben sich verändert; die Grundidee bleibt: Tiefenlinien machen die Form des Gewässers sichtbar.

Navionics Boating: Kanten, Plateaus und Rinnen vorbereiten

Navionics Boating gehört inzwischen zu Garmin und ist weiterhin eines der bekanntesten Kartenwerkzeuge für Angler und Bootsfahrer. Die App bietet für kompatible Geräte und abgedeckte Regionen unter anderem Navigationskarten, bathymetrische SonarChart-Tiefenlinien, Wegpunkte, Routen, Tracks, Karten-Downloads und GPX-Import beziehungsweise -Export. Erweiterte Ebenen und Funktionen hängen vom Gebiet und Abonnement ab.

Der wichtige Satz steht nicht im Prospekt: Prüfe dein konkretes Gewässer, bevor du bezahlst. Manche Seen sind hervorragend kartiert, andere nur grob oder gar nicht. Auch eine dichte Tiefenlinie sagt zunächst nur, wie der Grund verläuft. Sie sagt nicht, ob dort Sauerstoff, Beute, Deckung und die richtige Wassertemperatur zusammenkommen.

Im alten Artikel haben wir pauschal eine SIM-Karte für das Tablet empfohlen. Präziser ist: Das Gerät braucht einen eigenen GNSS-/GPS-Empfänger oder eine verlässliche externe Positionsquelle. Eine SIM-Karte beziehungsweise ein Mobilfunkvertrag ist für die reine Satellitenortung nicht automatisch nötig. Gerade bei iPads unterscheiden sich WLAN- und Mobilfunkmodelle in der Ortungshardware. Lade die Karten außerdem vor dem Angeltag offline – am Wasser ist ausgerechnet dort gern kein Netz, wo man es braucht.

Wie du aus Linien tatsächlich wahrscheinliche Angelplätze ableitest, zeigen unsere Beiträge Tiefenlinien richtig lesen und Navionics für Angler.

Fish Deeper: Karte und eigene Sonardaten verbinden

Wenn du einen Deeper besitzt, ist die Fish-Deeper-App die Schaltzentrale. Sie zeigt das Sonarbild, speichert Scans, Plätze und Fänge und kann je nach Gerät und Nutzung bathymetrische Karten aufbauen. Für Uferangler ist das spannend: Du musst dich nicht darauf verlassen, dass jemand dein kleines Vereinsgewässer kartiert hat, sondern kannst einen Bereich selbst fächerförmig abwerfen.

Auch hier gilt: Ein Fischsymbol ist kein Fangversprechen. Wertvoller sind Tiefe, Grundverlauf, Kraut, Übergänge und wiederholbare Beobachtungen. Wer das Wurfecholot nur auswirft, bis irgendwo ein Fischsymbol erscheint, verschenkt den größten Teil der Information.

Welche Wetter- und Wind-App ist fürs Angeln sinnvoll?

Kurzantwort: Windfinder ist für Richtung, Stärke und Böen nützlich. DWD WarnWetter gehört für amtliche Unwetterwarnungen dazu. WeatherPro existiert weiterhin und kann als allgemeine Wetterübersicht dienen. Vergleiche vor wichtigen Boots- oder Kajaktouren mehr als ein Modell und entscheide am Wasser konservativ.

Windfinder: Woher kommt der Wind – und wie stark wird er?

Windfinder ist eine der Empfehlungen, die aus unserem alten Artikel geblieben ist. Für Angler interessieren vor allem Windrichtung, mittlere Windstärke und Böen. Die App zeigt Vorhersagen für zahlreiche Orte und Messstationen; höher aufgelöste Vorhersagen und weitere Funktionen können tarifabhängig sein.

Wind verändert nicht nur den Wurf. Er kann Oberflächenwasser, Nahrung und Trübung an ein Ufer drücken. Am großen See entscheidet er außerdem, ob der Rückweg im Kajak oder kleinen Boot noch vernünftig ist. Schau deshalb nicht nur auf den Windpfeil um 8 Uhr, sondern auf die Entwicklung über den gesamten Angeltag. Rückenwind bei der Hinfahrt kann auf dem Heimweg eben genau das Gegenteil sein.

DWD WarnWetter: Die Sicherheits-App

Die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes bündelt amtliche Wetterwarnungen. Sie ist keine Fang-App – und genau deshalb gehört sie auf das Smartphone von Boots-, Kajak- und Uferanglern. Gewitter, Starkwind und schwere Böen sind keine Variable, die man für einen vielleicht guten Beißzeitraum wegdiskutiert.

WeatherPro: Gibt es die alte Empfehlung noch?

Ja, WeatherPro gibt es weiterhin für iOS und Android. Temperatur, Wind, Luftdruck, Niederschlag und Radar machen die App nach wie vor zu einer brauchbaren allgemeinen Wetterübersicht. Im alten Artikel haben wir den Luftdruck allerdings viel zu eindeutig als Schlüssel zur besten Beißzeit dargestellt. So einfach ist das nicht.

Luftdruck kann Teil einer Wetterlage sein. Gleichzeitig verändern sich häufig Wind, Licht, Temperatur, Wasserstand und Strömung. Genau diese Kombination wirkt auf Beute und Räuber. Nutze den Luftdruck als Beobachtung, nicht als grüne oder rote Angelampel. Mehr dazu findest du unter Wind, Licht und Wasserfarbe lesen.

Welche Apps zeigen Pegelstände und Gezeiten?

Kurzantwort: Für Flüsse ist Meine Pegel ein guter amtlicher Ausgangspunkt. An der deutschen Küste liefert der BSH-Gezeitendienst offizielle Vorausberechnungen. Wähle den Messpunkt passend zum Angelabschnitt und beachte den zeitlichen Abstand zwischen Messung, Anzeige und deinem Platz.

Meine Pegel: Wasserstand und Verlauf am Fluss

Meine Pegel ist die amtliche Wasserstands- und Hochwasser-Informations-App der länderübergreifenden Hochwasserportale. Sie zeigt für zahlreiche Pegel aktuelle Wasserstände, Ganglinien, teilweise Durchfluss und Vorhersagen und kann bei selbst gesetzten Grenzwerten benachrichtigen.

Fürs Angeln ist nicht nur die nackte Zahl interessant, sondern die Richtung: steigt, fällt oder stabilisiert sich der Pegel? Ein Wert am Messpunkt lässt sich dennoch nicht eins zu eins auf jede Buhne oder Hafeneinfahrt übertragen. Zuflüsse, Staustufen und die Entfernung zum Pegel können das Bild verändern. Notiere dir deshalb, welcher Pegel zu deinem Abschnitt passt – und wie das Wasser am Platz bei diesem Stand tatsächlich aussieht.

BSH: Gezeiten für Nordsee, Tideflüsse und Küste

Der alte Artikel empfahl eine allgemeine Gratis-Gezeiten-App. Für deutsche Küstenreviere ist heute der Gezeitendienst des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie die verlässlichere Referenz. Dort stehen amtliche Vorausberechnungen für einzelne Pegel zur Verfügung. Andere Apps können die Daten komfortabler darstellen; bei Navigation und Sicherheit würde ich sie trotzdem mit der amtlichen Quelle abgleichen.

Ebbe und Flut sind außerdem nicht einfach nur zwei Uhrzeiten. Windstau, Abfluss und der konkrete Platz beeinflussen, wann Strömung einsetzt oder kippt. Wer an Tideelbe, Weser oder Nordseeküste angelt, sammelt deshalb zusätzlich eigene Beobachtungen zum jeweiligen Pegel und Abschnitt.

Was bringt ein digitales Fangbuch wirklich?

Kurzantwort: Ein Fangbuch wird wertvoll, wenn du nicht nur Fänge, sondern auch Schneidertage und Bedingungen dokumentierst. Erst dann kannst du vergleichen, ob ein Muster wiederkehrt oder nur eine schöne Geschichte aus zwei Ausnahmetagen ist.

Fast jede größere Angel-App bietet heute irgendeine Form von Fangbuch. Du kannst dafür Alle Angeln, Fish Deeper, hejfish oder eine spezialisierte Logbuch-App verwenden. Der Name ist weniger wichtig als die Frage, ob du die Daten später wiederfindest und exportieren kannst.

Notiere nicht alles, was technisch möglich ist. Diese Angaben reichen als guter Start:

Nach fünf Einträgen ist das noch keine Wissenschaft. Nach einer Saison kannst du aber anfangen, ähnliche Situationen miteinander zu vergleichen. Genau darin steckt mehr Wert als in einer fremden Fangmeldung ohne Kontext.

Kann eine Angel-App gute Beißzeiten vorhersagen?

Kurzantwort: Eine App kann Bedingungen und historische Daten zusammenführen, aber keine sichere Beißzeit für dein Gewässer berechnen. Nutze einen Beißindex höchstens als Hypothese – nicht als Grund, einen passenden Angelplatz zu verlassen oder einen falschen zu befischen.

Beißzeit-Apps und Fangprognosen wirken verlockend: Mondphase, Luftdruck, Temperatur und Wind werden zu einer Prozentzahl verdichtet. Das Problem ist nicht, dass diese Faktoren bedeutungslos wären. Das Problem ist, dass die Zahl so exakt aussieht, obwohl der App oft die wichtigsten Informationen fehlen: Sauerstoff, Trübung, Beute, Angeldruck, lokale Strömung und der tatsächliche Aufenthaltsbereich des Zielfischs.

Ein hoher Wert kann dich motivieren – mehr aber zunächst nicht. Spannender wird es, wenn eine App deine eigenen Fänge und Schneidertage unter ähnlichen Bedingungen auswertet. Selbst dann bleibt eine Korrelation noch keine Ursache. Am Wasser brauchst du weiterhin eine überprüfbare Vermutung: Warum sollte der Fisch heute genau hier stehen?

Welche Apps aus unserem alten Artikel gibt es 2026 noch?

Kurzantwort: Fünf der sechs alten Empfehlungen sind noch auffindbar. Nicht jede ist heute noch unsere erste Wahl: GPS Tour wurde lange nicht aktualisiert, und die alte Gezeiten-App ersetzen wir für deutsche Reviere durch amtliche Pegel- und BSH-Daten.
Empfehlung von damalsStatus 2026Unsere heutige Einordnung
Alle AngelnAktiv und deutlich erweitertBleibt sinnvoll für Gewässer, Community und Fangbuch
WeatherProWeiterhin verfügbarBrauchbare Wetterübersicht, aber keine Beißzeit-Garantie
WindfinderWeiterhin verfügbarBleibt unser Werkzeug für Windrichtung, Stärke und Böen
Gezeiten – GratisAlter Link und App-Bezug nicht mehr eindeutigFür deutsche Reviere besser BSH und amtliche Pegeldaten nutzen
GPS TourIm iOS-App-Store auffindbar, letztes Update 2020Die Funktion ist nützlich; heute lieber Wegpunkte in einer gepflegten Karten-App speichern
Navionics BoatingAktiv, inzwischen GarminBleibt stark für abgedeckte Tiefenkarten, Routen und Wegpunkte

Wir löschen also nicht einfach alles Alte. Die persönliche Erfahrung aus dem Original bleibt: WeatherPro, Windfinder, GPS-Markierungen und Navionics waren für uns Werkzeuge am Wasser. Aktualisiert wurden die Aussagen, die sich seit 2017 verändert haben – Nutzerzahlen, App-Versionen, Preise, Kartenpakete, Geräteanforderungen und die viel zu pauschale Luftdruck-Aussage.

Wie planst du mit Angel-Apps in zehn Minuten deinen Angeltag?

Kurzantwort: Prüfe zuerst Erlaubnis und Sicherheit, dann Wasser und Wetter, anschließend zwei wahrscheinliche Zonen. Lege zuletzt Köder und eine Alternative fest. So führt die App zu einer Entscheidung statt zu noch mehr Bildschirmzeit.
  1. Revier klären: Erlaubnisschein, Schonzeiten, Mindestmaße, Befahrungsregeln und Sperrbereiche beim Bewirtschafter prüfen.
  2. Sicherheit prüfen: DWD-Warnungen, Windentwicklung, Böen und bei Fluss oder Küste Pegel beziehungsweise Tide ansehen.
  3. Gewässer lesen: Auf Karte oder Tiefenkarte zwei Bereiche markieren, die zur Jahreszeit und zum Zielfisch passen.
  4. Beute mitdenken: Wo könnten Wind, Strömung, Kraut, Temperatur oder Deckung Nahrung konzentrieren?
  5. Plan B setzen: Einen geschützten oder flacheren Alternativplatz wählen, falls die Prognose nicht trägt.
  6. Am Wasser kontrollieren: Sichttiefe, Strömung, Beute, Aktivität und Echolotbild mit der digitalen Vermutung abgleichen.
  7. Ergebnis notieren: Nach dem Angeln zwei Minuten ins Fangbuch investieren – auch ohne Fisch.

Die wichtigste App-Regel lautet: Erst Vermutung, dann Kontrolle. Gerade wenn du nur fünf bis zwölf Tage im Jahr ans Wasser kommst, ist deine Angelzeit zu wertvoll für einen Platz, den du nur gewählt hast, weil ein fremder Marker auf dem Display blinkt.

Was solltest du bei GPS-Punkten, Fangfotos und Datenschutz beachten?

Kurzantwort: Prüfe vor dem ersten Eintrag, ob Fänge und GPS-Punkte öffentlich, für Freunde oder nur privat gespeichert werden. Sichere deine Wegpunkte regelmäßig und entferne Standortdaten aus Fotos, wenn du sensible Angelplätze nicht unbeabsichtigt veröffentlichen möchtest.

Viele Apps leben vom Teilen. Das kann eine starke Gemeinschaft schaffen, aber kleine Gewässer und empfindliche Bestände auch unter Druck setzen. Ein exakter GPS-Punkt ist etwas anderes als die grobe Angabe eines großen Sees. Kontrolliere daher die Privatsphäre jedes Fang- und Standorteintrags und denke an die Metadaten deiner Fotos.

Bevor du über Jahre Plätze und Beobachtungen in einer App sammelst, prüfe außerdem drei Dinge: Kannst du Daten exportieren? Funktionieren wichtige Karten offline? Was passiert mit deinen Einträgen, wenn das Abo endet oder der Anbieter verschwindet? GPX, CSV oder ein anderes gängiges Exportformat ist nicht sexy – bis du dein ganzes Gewässerwissen retten möchtest.

Häufige Fragen zu Angel-Apps

Welche Angel-App ist die beste?

Es gibt nicht die eine beste App für alles. Alle Angeln ist interessant für Gewässersuche und Community, hejfish für digitale Angelkarten, Navionics für Tiefenkarten, Windfinder für Wind und DWD WarnWetter für Sicherheit. Meist sind zwei bis vier klar gewählte Apps sinnvoller als ein überladenes Rundum-Paket.

Welche kostenlose Angel-App ist empfehlenswert?

Viele Apps bieten eine kostenlose Basisversion, einzelne Funktionen oder eine Testphase. Ob sie für dich reicht, hängt vom Gewässer und der Aufgabe ab. Bezahle erst, wenn du geprüft hast, dass etwa Tiefenkarten, Statistiken oder Angelkarten für dein Revier tatsächlich verfügbar sind.

Welche Angel-App zeigt Tiefenkarten?

Navionics Boating bietet Tiefenlinien für abgedeckte Gewässer. Fish Deeper verbindet Karten und eigene Scans bei kompatibler Deeper-Hardware. Auch einige Community- und Angelkarten-Apps zeigen inzwischen Tiefenkarten, allerdings nicht flächendeckend. Prüfe deshalb immer zuerst dein konkretes Gewässer.

Welche App zeigt Angelgewässer und Erlaubnisscheine?

Alle Angeln hilft bei der Suche nach Gewässern und zeigt Community-Informationen. Über hejfish kannst du für viele angeschlossene Gewässer Angelkarten erwerben. Rechtsverbindlich sind die aktuellen Angaben des Bewirtschafters, Vereins und der zuständigen Behörde.

Braucht ein Tablet eine SIM-Karte für GPS?

Nicht die SIM-Karte ortet dich, sondern die verbaute GNSS-/GPS-Hardware oder eine externe Positionsquelle. Einige reine WLAN-Tablets besitzen keinen vollwertigen Satellitenempfänger, Mobilfunkmodelle häufig schon. Prüfe deshalb das konkrete Gerät. Für heruntergeladene Offline-Karten ist am Wasser kein laufender Mobilfunkvertrag nötig.

Sagt eine Angel-App voraus, wann die Fische beißen?

Sie kann Wetter, Mondphase, Luftdruck oder historische Fänge zusammenführen, aber keine sichere Beißzeit für dein konkretes Gewässer liefern. Nutze die Anzeige als Vermutung und prüfe sie gegen Wasserstand, Temperatur, Licht, Beute und deine Beobachtungen.

Was aus dem Original erhalten blieb: Die persönliche Werkzeuglogik, Alle Angeln, WeatherPro, Windfinder, GPS-Markierungen, Navionics und beide eigenen Abbildungen stammen aus dem bisherigen Beitrag. Geändert wurden nur zeitabhängige oder nicht mehr tragfähige Angaben. Neu hinzugekommen sind digitale Angelkarten, Fish Deeper, amtliche Wetterwarnungen, Pegel, BSH-Gezeiten, Datenschutz und ein konkreter Ablauf für die Planung. Apps, Funktionen, Preise und Abdeckung können sich jederzeit ändern; Stand der Prüfung ist der 9. September 2026.