Das Garmin GPSMAP 722xs – Das Norwegenecholot mit Süßwasserpotenzial

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Die Salzwasserangelei in Norwegen und das Süßwasserfischen in unseren Seen und Flüssen sind Angelreviere, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Trotz allem, oder vielleicht gerade deshalb, gibt es viele Petrijünger, die auf beiden Feldern, alles zu seiner Zeit versteht sich, ihr Hobby pflegen.

Welches Echolot oder Kombigerät den Spagat solch unterschiedlicher Einsatzbedingungen bewältigt, ohne faule Kompromisse eingehen zu müssen, ist ein spannendes Thema. Wir glauben mit dem Garmin GPSMAP 722xs und seinen Technikbrüdern in 9 Zoll und 12 Zoll Bildschirmgröße einen Norwegen Spezialisten gefunden zu haben, der bei Bedarf auch in Flachwassergefilden eine sehr gute Figur abgibt.

Das Garmin GPSMAP 722xs ist vordergründig ein Kartenplotter und als solcher, ohne den Zusatz “xs“, auch zu kaufen. Als Mitglied der professionell ausgelegten GPSMAP Serie bringt er alles mit, was man von einer Plotter dieser Geräteklasse erwartet und das zu einem durchaus moderaten Preis.

Mit dem eingebauten Echolotmodul, das den Ansprüchen der Preisklasse genügt, steht ein Kombigerät bereit, das für die Gewässer des Nordlandes wie geschaffen ist. Was verblüfft, ist der geringe Preisunterschied zwischen dem Plotter Modell 722 und dem Kombigerät 722xs, der lediglich 100€ ausmacht. Das wirft die Fragen auf, denen wir im Weiteren nachgehen wollen.

Ein erster Überblick 

Der Paketinhalt des GPSMap 722xs birgt wenig Überraschendes. Neben dem Gerät selbst und der üblichen Bügelhalterung fördert man eine Bildschirmabdeckung, ein Stromkabel und Zubehör für den Cockpit Einbau zu Tage.

Eine Installationsanleitung und ein paar Seiten für die ersten Gehversuche mit dem Gerät sind in gedruckter Form beigelegt. Für das Handbuch muss man einen Download auf der Herstellerseite bemühen oder auf das im Betriebssystem des Gerätes hinterlegte zurückgreifen. 

Abb.2: Fünf Anschluss Optionen auf der Rückseite. Ganz links der Netzwerkanschluss über NMEA 2000, der NMEA 0183 Anschluss ist in der Power Buchse ganz rechts integriert. Blau ist der 8polige Geberanschluss, links daneben die LAN Buchse fürs das Marine Netzwerk. Links daneben die Anschlussmöglichkeit für eine externe GPS Antenne.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Sie entspricht in allen Punkten einschl. der Bügelmontage und den rückwärtigen stabilen Anschlüssen den Standards der Oberklasse. Bei den ersten Gehversuchen gefällt der mit 800×480 Pixeln aufgelöste 7 Zoll Bildschirm durch Klarheit, Helligkeitsreserven, Farbwiedergabe in der Darstellung und Blickwinkelstabilität im praktischen Umgang.

Der Bildschirm wirkt allerdings in der großen Gehäusesilhouette etwas verloren, wo wir doch bei unseren Smartphones flächendeckende Bildschirmdimensionen gewohnt sind. Immerhin gefällt das moderne Design der Gehäusefront, die neben dem einzigen Taster Ein/Aus auch die beiden SD Kartenschächte geschickt integriert hat.

Der Systemstart erfordert etwas Zeit, das Kartenupload geht aber sehr zügig, selbst wenn die Nordlandkarte 721, die rund 23GB Daten umfasst, eingestielt wird. Im Betriebssysteminterface findet man sich schnell zurecht, die Bedienung über das Touchscreen geht präzise und flüssig. Umständliche Wege über die Menüstruktur können meist entfallen.

Die Grundmuster der Abläufe hat man in kurzer Zeit verinnerlicht, das Gesamtpaket der Plotter- und Echolotbedienung braucht dann aber ein wenig mehr Geduld, um alle Feineinstellungen auszutesten. Hardwaremäßig setzt Garmin auf Bewährtes der GPSMAP Klasse. Das sichert verzögerungsfreie Abläufe beim Scrollen und im Plotter- und Echolotbetrieb.

Lediglich bei overlaylastigem Kartenaufbau und große Zoomsprüngen sind kleinere Wartephasen im Angebot. Ansonsten geht alles flott von der Hand. Drahtlos kommuniziert das GPSMAP 722xs mit der Außenwelt über Wlan. Mit der kostenlosen Active Captain App entfalten sich damit verschiedene Optionen.

Dazu gehört neben den üblichen Kommunikationsfunktionen, Karten-und Softwareupdates, der Kartentausch über Quick Draw Contours oder die Nutzung der Helm Funktion zur Anzeige und Steuerung der Echolot- und Plotterfunktionen.

Leider kann das Gerät selbst nicht direkt im Internet kommunizieren, sondern muss für diese Aufgaben immer die App im Smartphone oder Tablet bemühen. Das ist ein wenig umständlich und geht, wie die Konkurrenz zeigt, auch anders. Alle Geräte aus der GPSMAP Serie sind voll marinenetzwerktauglich. Neben den NMEA0183 und NMEA2000 Schnittstellen steht dazu ein Ethernet Anschluss bereit. Erweiterungsmodule aus dem Bereich Radar, Audio, Video usw. lassen sich ebenso einbinden wie zusätzliche Geber und Echolotmodule.

Plotter und Seekartenfunktion des Garmin GPSMAP 722xs

In der Navigation zu Land und zu Wasser hat Garmin durchaus einen Marktführerstatus. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an einen Plotter der Oberklasse dieses Herstellers. Tatsächlich fanden sich auf dem Wasser keine Kritikpunkte, die erwähnenswert wären. Das GPS Modul ist praktisch mit dem Hochfahren einsatzbereit mit genügend vielen und starken Satelliten auf der Empfangsskala.

Die GPS Empfindlichkeit erfüllt auch hochgesteckte Wünsche. Zur Simulation schwieriger Empfangsverhältnisse haben wir das Gerät in 6 m Entfernung vom Fenster in die hinterste Zimmerecke neben zwei Boxen verbannt und hatten nach einiger Wartezeit tatsächlich ausreichend Empfang.

Abb.3: Ohne Korrekturdaten über EGNOS (s. auch unser Plotter Test Artikel) ist die Empfangssituation unter freiem Himmel bei zehn brauchbaren Satelliten und einer minimalen Fehlerquote von 3 m bereits kurz nach dem Einschalten schon ausgezeichnet.

Das ist u.a. dann bedeutsam, wenn das Gerät in einer geschlossenen Kabine zum Einsatz kommt und nur das eingebaute GPS zur Verfügung steht. Mit einer Abfragefrequenz von 10Hz (10x/sec) ist eine exakte Positionierung des Fahrzeugs auf der Seekarte auch bei langsamer Bootsgeschwindigkeit und gleichmäßiger Fortbewegung gegeben.

Mit 5000 Wegpunkten, 100 Routen und 50 gespeicherten Tracks bei max. 50.000 Punkten ist die Gerätekapazität großzügig dimensioniert. Der Funktionsumfang des Plotters, seine Bedienlogik und die Navigationsergebnisse in der Praxis stellen anspruchsvolle Nutzer auch bei häufigem Gebrauch zufrieden.

Das ausgefeilte Wegpunkt Management, offen für persönliche Vorlieben und Ansprüche, gefällt im Umfang sowie der Logik und Abfolge der Bedienung. Ein zielgenaues Navigieren, eine sichere Fortbewegung und ein erfolgreiches Anfahren avisierter Hotspots (mit sehr guter Genauigkeit) gelingen auf Anhieb.

Tracking und Backtracking als Versuch, ohne visuelle Orientierung, wie bei plötzlich auftretendem See Nebel, zum Ausgangspunkt zurückzukehren, konnten ebenfalls überzeugen. Die Deckung von Hin-und Rückfahrt erfüllte die Erwartungen, so dass angenommen werden kann, dass selbst enge Passagen (z.B. Schärengebiet) auf der Strecke unter schlechten Sicht Bedingungen bewältigt werden können.

Abb.4: Garmin Bluechart Seekarten VEU 721 zeigen links die normale Navigationskarte im Bildschirmsplit mit der gezoomten Angelkarte des gleichen Seegebietes. So hat man den Kursverlauf ebenso im Blick wie die Unterwasserstrukturen und die möglichen Hotspots. Zur Einordnung der Größenverhältnisse beider Karten kann man den Wegpunkt 0003 (Mitte links, oben rechts) heranziehen.

Dort, wo Kartenplotter bevorzugt eingesetzt werden (Salzwasser, größere Seen etc.), sind allerdings passende Seekarten notwendig, weil bestimmte Funktionen des Plotters nur in Verbindung mit den Charts funktionieren oder sinnvoll zu nutzen sind.

Garmin hat dazu mit praktisch weltweiter Abdeckung die Bluechart G2/G3 Serie im Angebot. Nur diese Seekarten sind auf Garmin Plottern lauffähig. Nach dem Kauf von Navionics (2017), dem Marktführer in Sachen Sea Charts, wurden die Garmin Karten im Leistungsumfang mit zusätzlichen Daten von Navionics aufgewertet, so dass die Bluechart Familie qualitativ neben den Navionics Platinum+ Charts die Spitzenstellung einnimmt.

Für uns Angler sind dabei die bathymetrischen Karten des Angebots, auch Angelkarten genannt, von besonderer Bedeutung, da sie mit einem engen Geflecht (high density) von Tiefenlinien eine plastisches Bild der Unterwasserstrukturen zeichnen, die mögliche Hotspots im Zielgebiet sichtbar machen. 

Abb.5: Das gibt es nur bei den Garmin Bluechart Vision Seekarten. Die aktuelle Unterwasserwelt plastisch aufbereitet in einer dreidimensionalen Darstellung. Links die 3-D Option, rechts die Möglichkeiten über die Fisheye Funktion. Beide Darstellungsmodi sind Bestandteil der Bluechart G2 Vision Karten Serie von Garmin, die aktuell durch das Bluechart G3 Angebot ersetzt wird.

Die Garmin Bluechart Karten sind nach Anschaffung, uneingeschränkt nutzbar, auch wenn vorhandene kostenpflichtige Updates nicht durchgeführt werden. Das wird nicht überall so gehandhabt.

Live Mapping, die Möglichkeit eigene Karten für Gewässer zu erstellen, ist heute bei vielen Kombigeräten (Plotter + Echolot) eine integrierte Standardfunktion. Das GPSMap 722xs verwendet dazu die integrierte Garmin QuickDraw Contours Funktion, die es leicht macht, Gewässerkarten direkt beim aktuellen Abfahren des Zielgebietes zu erstellen.

Die Ergebnisse können gespeichert und jederzeit abgerufen werden und lassen sich über die Quickdraw Community auch weiter verbreiten.

Echolotfunktion und Geberfrage des Garmin GPSMAP 722xs

Garmin war einer der ersten Hersteller, der die Chirp Technik im traditionellen 2-D Echolotbereich konsequent genutzt und ausgebaut hat. Chirp sendet statt einer einzelnen Frequenz (z.B. 200 kHz) eine ganze Reihe unterschiedlicher Frequenzen gleichzeitig.

Abb.6: Nach wie vor das Echolot Highlight bei Garmin: die erstklassigen Chirp Bilder, die Maßstäbe setzen. Selbst in tieferen Regionen wie hier bei 110 m zeichnen sich die Ergebnisse durch hohe Detailtreue, eine saubere Objekttrennung und eine scharfe kontrastreiche Darstellung aus.

Mit diesem Verfahren kann man gleichzeitig die Reichweite tiefer Frequenzen und die hohe Detailwiedergabe hoher Frequenzen nutzen.

Im Ergebnis erhält man scharfe, kontrastreiche Bilder mit ausgezeichneter Objekttrennung mit hoher Detailauflösung. Um hier bestmögliche Ergebnisse erzielen zu können sind zwei Voraussetzungen notwendig.

Zum einen muss die Bandbreite der gesendeten Frequenzen möglichst groß und der Geber muss speziell auf diese Erfordernisse konstruiert worden sein. Beides ist bei den Garmin Chirp Geräten sehr gut umgesetzt worden.

Abb.7 : Zum Vergleich ein Bildschirmsplit mit 2-D Festfrequenz (200 kHz) und Downscan. Die Unterschiede zu den Chirp Bildern in 2-D sind deutlich, ebenso die sehr gute Fischerkennung im DownVü Verfahren bei (nur) 455 kHz.

Das Echolotmodul des hier vorgestellte Garmin GPSMap 722xs unterstützt traditionell Festfrequenzen mit 50/77/200 kHz und die gesamte Chirp Palette im Frequenzbereich von 40 – 240 kHz und das bei einer Leistung von bis zu 1 KW.

Daneben steht noch ein Downscan Verfahren (DownVü) zur Verfügung, das die Verhältnisse unter dem Boot mit fotorealistischen Bildern darstellen kann. Auch im DownVü wird mit Chirp gescannt rund um die Leitfrequenzen 290/455/800 kHz. Sidescan (SideVü) ist nicht integriert, lässt sich bei Bedarf aber mit einer Blackbox nachrüsten.

Das GPSMAP 722xs kann auch die neueste Echtzeit Echolottechnik Panoptix Livescope einsetzen.

Das komplette Livescope Set mit Geber und Blackbox wird dann über ein Netzwerkkabel angeschlossen. Beispielhaft ist das Angebot des Herstellers an hochwertigen Gebern, die letztlich mit darüber entscheiden, wie leistungsfähig das Gerät im Echolotbereich arbeitet und wie aussagekräftig die eingestellten Bilder für den Anwender sind.

Das GPSMAP 722xs wird ohne Geber geliefert. Das ist gut so, da der Anwender seinen ganz speziellen Bedürfnissen bei der Geberauswahl gerecht werden kann.

Für rund 60€ erhält man bereits einen norwegentauglichen Festfrequenzgeber 50/200Khz, der Angeltiefen von 400 m und mehr problemlos erreichen kann. Natürlich bleiben mit diesem preiswerten Modell, zu dem es eine weniger tiefgehende 77/200Khz Alternative (gt20) gibt, die Chirp Qualitäten des 722xs außen vor. Trotzdem sind die Bilder mit diesen einfachen Gebern auch für die Fischsuche in den Fjorden ganz zufriedenstellend.

Zu loben ist die Stabilität der Anzeigen bei Geschwindigkeit, Kurvenfahrten und bewegter See und die klare Darstellung der Unterwasserstrukturen bei größeren Tiefen. Wer mehr verlangt, wird zum Med Chirp Geber GT23M-TM greifen, der für rund 300€ zu haben ist. Mit einem Frequenzbereich von 80-160 kHz schöpft er die Möglichkeiten der Chirpfunktionen des 722xs voll aus.

Im direkten Vergleich zum 50/200 kHz Modell spielen die Ergebnisse in Detailreichtum, Zieldifferenzierung, Klarheit und Schärfe sowie der hochauflösenden Darstellung der Fischsicheln und Unterwasserstrukturen in einer anderen Liga. 

Abb.8: Der Garmin 2-in-1 Med Chirp Geber GT23M-TM. Er liefert hervorragende Bilder im konventionellen 2-D Chirp Bereich. Mit einem Frequenzumfang von 80-160 kHz und 600 W Leistung ist er prädestiniert für alle tieferen Angelgewässer bis hin zu den max. Tiefen, wie wir sie in norwegischen Fjorden vorfinden. Daneben chirpt der Geber auch in Downvü um die Leitfrequenzen 290 kHz und 455 kHz bei einer Tiefenreichweite von max. 300 m.

Bei einer Geberleistung von 600 W im traditionellen 2-D Chirp Bereich sind nicht nur alle Angeltiefen in nordischen Gewässern erreichbar, auch die Darstellungsqualität der Verhältnisse in großen Tiefen >200 m sucht seines gleichen.

Neben den 2-D Chirp Qualitäten sind auch die Downscan Fähigkeit des GT23 nicht von schlechten Eltern. Mit dem Chirp Bereich um die 290 kHz lassen sich die Verhältnisse unter dem Boot auch in tieferen Regionen von 200 m und mehr gewinnbringend darstellen.

Bei einer Bildschirmteilung stehen so alle Informationen aus dem 2-D und dem DownVü Bereich gleichzeitig zur Verfügung. Das kommt der Beurteilung der aktuellen Situation bei der Fischsuche und dem Geländeverlauf sehr zu gute. Natürlich sind auch eine Reihe hochwertiger Airmar Geber anschließbar.

Der preiswerteste unter ihnen, der Airmar 150-TM ist ein reiner 2-D Chirp Geber im mittleren Frequenzbereich, der häufig als Referenz für die qualitative Beurteilung der Chirp Fähigkeiten eines Gerätes herangezogen wird.

Bei Garmin heißt ein vergleichbares Modell GT15M-TM, der dem Airmar 150-TM nicht nur äußerlich ähnelt. Er kommt auch qualitativ seinem Konkurrenten nahe. Es gibt eine Reihe weiterer Gebermodelle, die am GPSMAP 722xs anschließbar sind, so etwa eine GT21M-TM (50/200 kHz + DownVü 290/455 kHz) oder ein Airmar 185M (Med Chirp 85-135Khz). Die genannten Geber Modelle decken vorwiegend die Salzwasserambitionen des 722xs ab.

Abb.9 : Das Chirp Gegenstück für den flacheren Süßwasserbereich. High Chirp mit 150-240 kHz im konventionellen 2-D Bereich, hochauflösendes Downvü mit 455 kHz und 800 kHhz eingeschlossen.

Wer die Fähigkeiten des Gerätes lieber oder zusätzlich in Süßwassergefilden nutzen möchte, greift zum High Chirp Geber GT22M-TM, der neben DownVü 455/800 kHz den Frequenzbereich von 150-240 kHz im 2-D Bereich abdeckt.

Damit wird aus einem Norwegenspezialisten eine Süßwasser Highlight, das auch in geringen Gewässertiefen seine Chirpfähigkeiten ausspielen kann. Hier im Blue Water Bereichen läuft das GPsMap 722xs zur Höchstform auf, wenn man ihm das Garmin Livescope Package anhängt, das fantastische Echolot Bilder in Echtzeit liefert.

Kommen wir noch einmal auf die Eingangsfrage zurück, die für den ein- oder anderen Kaufinteressenten dieses Gerätes von Bedeutung ist. Bisher ist man immer davon ausgegangen, dass ein Echolotkauf auf die bevorzugten Angelreviere abgestimmt wird.

Der in vielen Beratungsgesprächen gehörte Satz „Es gibt kein Universalgeräte für alle Gelegenheiten“ hat bei den hier beschriebenen Optionen keine Gültigkeit mehr. Das Garmin GPSMAP 722xs lässt sich mit dem passenden Geber überall gewinnbringend einsetzen.

Wer z.B. das GPSMAP 722xs mit zwei Gebern, dem GT23M-TM für die Salzwasserangelei und dem GT22M-TM für den Süßwasserbereich ausstattet, ist für fast alle Angelgelegenheiten gerüstet, auch wenn die Süßwasseroptionen durch das fehlende (aber aufrüstbare) Sidescan etwas eingeschränkt sind.

Aber, nur der Vollständigkeit halber, erwähnenswert: Tiefsee geht mit dem GPSMAP 722xs auch. Es wäre dann nur ein 1KW Geber (z.B. Airmar TM265LM) notwendig und Tiefenseescans bis über 1km liegen im Bereich des Machbaren.

Fazit 

Mit dem Garmin GPSMAP 722xs erhält man ein qualitativ hochwertiges Kombigerät, das mit einem ausgezeichneten Navigationssystem (Kartenplotter) und erstklassigen Bluechart G3 Karten aufwarten kann und seine Echolotfähigkeiten mit einem auf die Gewässerbedürfnisse angepassten Geber überlegen ausspielt.

Seine Chirpbilder gehören zu den besten des Marktes, der DownVü Bereich ergänzt den Informationsbedarf, bis in die Fjordtiefen hinein, perfekt. Bei kurzer Einarbeitung und präziser Touchscreen Bedienung, umfassender Marinenetzwerk Integration und drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten (Wlan, ANT etc.) bleiben kaum Wünsche offen.

Wenn doch, z.B. bei SideScan, Echtzeit oder Tiefsee sind auch diese Vorstellungen gegen Aufpreis realisierbar. Entsprechende Erweiterungen stehen anschlussbereit im Garmin Zubehör Programm.

Was die Preisgestaltung angeht, ist eine Straßenpreis von rund 800 € für das GPSMAP 722xs in Anbetracht seiner durchdachten Konzeption als günstig anzusehen. Auch der Komplettpreis mit dem GT23m-TM Geber von rund 1100€ stellt umgehend zufrieden.

Wer jetzt noch ca. 150€ für den GT22M-TM ausgibt, kann mit 1350€ eine Komplettausstattung erwerben, die in allen Zielbereiche erfolgreich gewässerspezifisch genutzt werden kann.

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