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Echolote

4.8
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Die Salzwasserangelei in Norwegen und das S√ľ√üwasserfischen in unseren Seen und Fl√ľssen sind Angelreviere, wie sie unterschiedlich nicht sein k√∂nnen. Trotz allem, oder vielleicht gerade deshalb, gibt es viele Petrij√ľnger, die auf beiden Feldern, alles zu seiner Zeit versteht sich, ihr Hobby pflegen.

Welches Echolot oder Kombiger√§t den Spagat solch unterschiedlicher Einsatzbedingungen bew√§ltigt, ohne faule Kompromisse eingehen zu m√ľssen, ist ein spannendes Thema. Wir glauben mit dem Garmin GPSMAP 722xs und seinen Technikbr√ľdern in 9 Zoll und 12 Zoll Bildschirmgr√∂√üe einen Norwegen Spezialisten gefunden zu haben, der bei Bedarf auch in Flachwassergefilden eine sehr gute Figur abgibt.

Das Garmin-Echolot GPSMAP 722xs ist vordergr√ľndig ein Kartenplotter und als solcher, ohne den Zusatz ‚Äúxs‚Äú, auch zu kaufen. Als Mitglied der professionell ausgelegten GPSMAP Serie bringt er alles mit, was man von einer Plotter dieser Ger√§teklasse erwartet und das zu einem durchaus moderaten Preis.

Mit dem eingebauten Echolotmodul, das den Anspr√ľchen der Preisklasse gen√ľgt, steht ein Kombiger√§t bereit, das f√ľr die Gew√§sser des Nordlandes wie geschaffen ist. Was verbl√ľfft, ist der geringe Preisunterschied zwischen dem Plotter Modell 722 und dem Kombiger√§t 722xs, der lediglich 100‚ā¨ ausmacht. Das wirft die Fragen auf, denen wir im Weiteren nachgehen wollen.

Ein erster Überblick 

Der Paketinhalt des GPSMap 722xs birgt wenig √úberraschendes. Neben dem Ger√§t selbst und der √ľblichen B√ľgelhalterung f√∂rdert man eine Bildschirmabdeckung, ein Stromkabel und Zubeh√∂r f√ľr den Cockpit Einbau zu Tage.

Eine Installationsanleitung und ein paar Seiten f√ľr die ersten Gehversuche mit dem Ger√§t sind in gedruckter Form beigelegt. F√ľr das Handbuch muss man einen Download auf der Herstellerseite bem√ľhen oder auf das im Betriebssystem des Ger√§tes hinterlegte zur√ľckgreifen.¬†

Abb.2: F√ľnf Anschluss Optionen auf der R√ľckseite. Ganz links der Netzwerkanschluss √ľber NMEA 2000, der NMEA 0183 Anschluss ist in der Power Buchse ganz rechts integriert. Blau ist der 8polige Geberanschluss, links daneben die LAN Buchse f√ľrs das Marine Netzwerk. Links daneben die Anschlussm√∂glichkeit f√ľr eine externe GPS Antenne.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu bem√§ngeln. Sie entspricht in allen Punkten einschl. der B√ľgelmontage und den r√ľckw√§rtigen stabilen Anschl√ľssen den Standards der Oberklasse. Bei den ersten Gehversuchen gef√§llt der mit 800×480 Pixeln aufgel√∂ste 7 Zoll Bildschirm durch Klarheit, Helligkeitsreserven, Farbwiedergabe in der Darstellung und Blickwinkelstabilit√§t im praktischen Umgang.

Der Bildschirm wirkt allerdings in der großen Gehäusesilhouette etwas verloren, wo wir doch bei unseren Smartphones flächendeckende Bildschirmdimensionen gewohnt sind. Immerhin gefällt das moderne Design der Gehäusefront, die neben dem einzigen Taster Ein/Aus auch die beiden SD Kartenschächte geschickt integriert hat.

Der Systemstart erfordert etwas Zeit, das Kartenupload geht aber sehr z√ľgig, selbst wenn die Nordlandkarte 721, die rund 23GB Daten umfasst, eingestielt wird. Im Betriebssysteminterface findet man sich schnell zurecht, die Bedienung √ľber das Touchscreen geht pr√§zise und fl√ľssig. Umst√§ndliche Wege √ľber die Men√ľstruktur k√∂nnen meist entfallen.

Die Grundmuster der Abläufe hat man in kurzer Zeit verinnerlicht, das Gesamtpaket der Plotter- und Echolotbedienung braucht dann aber ein wenig mehr Geduld, um alle Feineinstellungen auszutesten. Hardwaremäßig setzt Garmin auf Bewährtes der GPSMAP Klasse. Das sichert verzögerungsfreie Abläufe beim Scrollen und im Plotter- und Echolotbetrieb.

Lediglich bei overlaylastigem Kartenaufbau und gro√üe Zoomspr√ľngen sind kleinere Wartephasen im Angebot. Ansonsten geht alles flott von der Hand. Drahtlos kommuniziert das GPSMAP 722xs mit der Au√üenwelt √ľber Wlan. Mit der kostenlosen Active Captain App entfalten sich damit verschiedene Optionen.

Dazu geh√∂rt neben den √ľblichen Kommunikationsfunktionen, Karten-und Softwareupdates, der Kartentausch √ľber Quick Draw Contours oder die Nutzung der Helm Funktion zur Anzeige und Steuerung der Echolot- und Plotterfunktionen.

Leider kann das Ger√§t selbst nicht direkt im Internet kommunizieren, sondern muss f√ľr diese Aufgaben immer die App im Smartphone oder Tablet bem√ľhen. Das ist ein wenig umst√§ndlich und geht, wie die Konkurrenz zeigt, auch anders. Alle Ger√§te aus der GPSMAP Serie sind voll marinenetzwerktauglich. Neben den NMEA0183 und NMEA2000 Schnittstellen steht dazu ein Ethernet Anschluss bereit. Erweiterungsmodule aus dem Bereich Radar, Audio, Video usw. lassen sich ebenso einbinden wie zus√§tzliche Geber und Echolotmodule.

Plotter und Seekartenfunktion des Garmin GPSMAP 722xs

In der Navigation zu Land und zu Wasser hat Garmin durchaus einen Marktf√ľhrerstatus. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an einen Plotter der Oberklasse dieses Herstellers. Tats√§chlich fanden sich auf dem Wasser keine Kritikpunkte, die erw√§hnenswert w√§ren. Das GPS Modul ist praktisch mit dem Hochfahren einsatzbereit mit gen√ľgend vielen und starken Satelliten auf der Empfangsskala.

Die GPS Empfindlichkeit erf√ľllt auch hochgesteckte W√ľnsche. Zur Simulation schwieriger Empfangsverh√§ltnisse haben wir das Ger√§t in 6 m Entfernung vom Fenster in die hinterste Zimmerecke neben zwei Boxen verbannt und hatten nach einiger Wartezeit tats√§chlich ausreichend Empfang.

Abb.3: Ohne Korrekturdaten √ľber EGNOS (s. auch unser Plotter Test Artikel) ist die Empfangssituation unter freiem Himmel bei zehn brauchbaren Satelliten und einer minimalen Fehlerquote von 3 m bereits kurz nach dem Einschalten schon ausgezeichnet.

Das ist u.a. dann bedeutsam, wenn das Ger√§t in einer geschlossenen Kabine zum Einsatz kommt und nur das eingebaute GPS zur Verf√ľgung steht. Mit einer Abfragefrequenz von 10Hz (10x/sec) ist eine exakte Positionierung des Fahrzeugs auf der Seekarte auch bei langsamer Bootsgeschwindigkeit und gleichm√§√üiger Fortbewegung gegeben.

Mit 5000 Wegpunkten, 100 Routen und 50 gespeicherten Tracks bei max. 50.000 Punkten ist die Ger√§tekapazit√§t gro√üz√ľgig dimensioniert. Der Funktionsumfang des Plotters, seine Bedienlogik und die Navigationsergebnisse in der Praxis stellen anspruchsvolle Nutzer auch bei h√§ufigem Gebrauch zufrieden.

Das ausgefeilte Wegpunkt Management, offen f√ľr pers√∂nliche Vorlieben und Anspr√ľche, gef√§llt im Umfang sowie der Logik und Abfolge der Bedienung. Ein zielgenaues Navigieren, eine sichere Fortbewegung und ein erfolgreiches Anfahren avisierter Hotspots (mit sehr guter Genauigkeit) gelingen auf Anhieb.

Tracking und Backtracking als Versuch, ohne visuelle Orientierung, wie bei pl√∂tzlich auftretendem Seenebel, zum Ausgangspunkt zur√ľckzukehren, konnten ebenfalls √ľberzeugen. Die Deckung von Hin-und R√ľckfahrt erf√ľllte die Erwartungen, so dass angenommen werden kann, dass selbst enge Passagen (z.B. Sch√§rengebiet) auf der Strecke unter schlechten Sicht Bedingungen bew√§ltigt werden k√∂nnen.

Abb.4: Garmin Bluechart Seekarten VEU 721 zeigen links die normale Navigationskarte im Bildschirmsplit mit der gezoomten Angelkarte des gleichen Seegebietes. So hat man den Kursverlauf ebenso im Blick wie die Unterwasserstrukturen und die möglichen Hotspots. Zur Einordnung der Größenverhältnisse beider Karten kann man den Wegpunkt 0003 (Mitte links, oben rechts) heranziehen.

Dort, wo Kartenplotter bevorzugt eingesetzt werden (Salzwasser, größere Seen etc.), sind allerdings passende Seekarten notwendig, weil bestimmte Funktionen des Plotters nur in Verbindung mit den Charts funktionieren oder sinnvoll zu nutzen sind.

Garmin hat dazu mit praktisch weltweiter Abdeckung die Bluechart G2/G3 Serie im Angebot. Nur diese Seekarten sind auf Garmin Plottern lauff√§hig. Nach dem Kauf von Navionics (2017), dem Marktf√ľhrer in Sachen Sea Charts, wurden die Garmin Karten im Leistungsumfang mit zus√§tzlichen Daten von Navionics aufgewertet, so dass die Bluechart Familie qualitativ neben den Navionics Platinum+ Charts die Spitzenstellung einnimmt.

F√ľr uns Angler sind dabei die bathymetrischen Karten des Angebots, auch Angelkarten genannt, von besonderer Bedeutung, da sie mit einem engen Geflecht (high density) von Tiefenlinien eine plastisches Bild der Unterwasserstrukturen zeichnen, die m√∂gliche Hotspots im Zielgebiet sichtbar machen.¬†

Abb.5: Das gibt es nur bei den Garmin Bluechart Vision Seekarten. Die aktuelle Unterwasserwelt plastisch aufbereitet in einer dreidimensionalen Darstellung. Links die 3-D Option, rechts die M√∂glichkeiten √ľber die Fisheye Funktion. Beide Darstellungsmodi sind Bestandteil der Bluechart G2 Vision Karten Serie von Garmin, die aktuell durch das Bluechart G3 Angebot ersetzt wird.

Die Garmin Bluechart Karten sind nach Anschaffung, uneingeschr√§nkt nutzbar, auch wenn vorhandene kostenpflichtige Updates nicht durchgef√ľhrt werden. Das wird nicht √ľberall so gehandhabt.

Live Mapping, die M√∂glichkeit eigene Karten f√ľr Gew√§sser zu erstellen, ist heute bei vielen Kombiger√§ten (Plotter + Echolot) eine integrierte Standardfunktion. Das GPSMap 722xs verwendet dazu die integrierte Garmin QuickDraw Contours Funktion, die es leicht macht, Gew√§sserkarten direkt beim aktuellen Abfahren des Zielgebietes zu erstellen.

Die Ergebnisse k√∂nnen gespeichert und jederzeit abgerufen werden und lassen sich √ľber die Quickdraw Community auch weiter verbreiten.

 

Echolotfunktion und Geberfrage des Garmin GPSMAP 722xs

Garmin war einer der ersten Hersteller, der die Chirp Technik im traditionellen 2-D Echolotbereich konsequent genutzt und ausgebaut hat. Chirp sendet statt einer einzelnen Frequenz (z.B. 200 kHz) eine ganze Reihe unterschiedlicher Frequenzen gleichzeitig.

Abb.6: Nach wie vor das Echolot Highlight bei Garmin: die erstklassigen Chirp Bilder, die Maßstäbe setzen. Selbst in tieferen Regionen wie hier bei 110 m zeichnen sich die Ergebnisse durch hohe Detailtreue, eine saubere Objekttrennung und eine scharfe kontrastreiche Darstellung aus.

Mit diesem Verfahren kann man gleichzeitig die Reichweite tiefer Frequenzen und die hohe Detailwiedergabe hoher Frequenzen nutzen.

Im Ergebnis erhält man scharfe, kontrastreiche Bilder mit ausgezeichneter Objekttrennung mit hoher Detailauflösung. Um hier bestmögliche Ergebnisse erzielen zu können sind zwei Voraussetzungen notwendig.

Zum einen muss die Bandbreite der gesendeten Frequenzen möglichst groß und der Geber muss speziell auf diese Erfordernisse konstruiert worden sein. Beides ist bei den Garmin Chirp Geräten sehr gut umgesetzt worden.

Abb.7 : Zum Vergleich ein Bildschirmsplit mit 2-D Festfrequenz (200 kHz) und Downscan. Die Unterschiede zu den Chirp Bildern in 2-D sind deutlich, ebenso die sehr gute Fischerkennung im DownV√ľ Verfahren bei (nur) 455 kHz.

Das Echolotmodul des hier vorgestellte Garmin GPSMap 722xs unterst√ľtzt traditionell Festfrequenzen mit 50/77/200 kHz und die gesamte Chirp Palette im Frequenzbereich von 40 ‚Äď 240 kHz und das bei einer Leistung von bis zu 1 KW.

Daneben steht noch ein Downscan Verfahren (DownV√ľ) zur Verf√ľgung, das die Verh√§ltnisse unter dem Boot mit fotorealistischen Bildern darstellen kann. Auch im DownV√ľ wird mit Chirp gescannt rund um die Leitfrequenzen 290/455/800 kHz. Sidescan (SideV√ľ) ist nicht integriert, l√§sst sich bei Bedarf aber mit einer Blackbox nachr√ľsten.

Das GPSMAP 722xs kann auch die neueste Echtzeit Echolottechnik Panoptix Livescope einsetzen.

Das komplette Livescope Set mit Geber und Blackbox wird dann √ľber ein Netzwerkkabel angeschlossen. Beispielhaft ist das Angebot des Herstellers an hochwertigen Gebern, die letztlich mit dar√ľber entscheiden, wie leistungsf√§hig das Ger√§t im Echolotbereich arbeitet und wie aussagekr√§ftig die eingestellten Bilder f√ľr den Anwender sind.

Das GPSMAP 722xs wird ohne Geber geliefert. Das ist gut so, da der Anwender seinen ganz speziellen Bed√ľrfnissen bei der Geberauswahl gerecht werden kann.

F√ľr rund 60‚ā¨ erh√§lt man bereits einen norwegentauglichen Festfrequenzgeber 50/200Khz, der Angeltiefen von 400 m und mehr problemlos erreichen kann. Nat√ľrlich bleiben mit diesem preiswerten Modell, zu dem es eine weniger tiefgehende 77/200Khz Alternative (gt20) gibt, die Chirp Qualit√§ten des 722xs au√üen vor. Trotzdem sind die Bilder mit diesen einfachen Gebern auch f√ľr das Echolot-Angeln in den Fjorden ganz zufriedenstellend.

Zu loben ist die Stabilit√§t der Anzeigen bei Geschwindigkeit, Kurvenfahrten und bewegter See und die klare Darstellung der Unterwasserstrukturen bei gr√∂√üeren Tiefen. Wer mehr verlangt, wird zum Med Chirp Geber GT23M-TM greifen, der f√ľr rund 300‚ā¨ zu haben ist. Mit einem Frequenzbereich von 80-160 kHz sch√∂pft er die M√∂glichkeiten der Chirpfunktionen des 722xs voll aus.

Im direkten Vergleich zum 50/200 kHz Modell spielen die Ergebnisse in Detailreichtum, Zieldifferenzierung, Klarheit und Schärfe sowie der hochauflösenden Darstellung der Fischsicheln und Unterwasserstrukturen in einer anderen Liga. 

Abb.8: Der Garmin 2-in-1 Med Chirp Geber GT23M-TM. Er liefert hervorragende Bilder im konventionellen 2-D Chirp Bereich. Mit einem Frequenzumfang von 80-160 kHz und 600 W Leistung ist er pr√§destiniert f√ľr alle tieferen Angelgew√§sser bis hin zu den max. Tiefen, wie wir sie in norwegischen Fjorden vorfinden. Daneben chirpt der Geber auch in Downv√ľ um die Leitfrequenzen 290 kHz und 455 kHz bei einer Tiefenreichweite von max. 300 m.

Bei einer Geberleistung von 600 W im traditionellen 2-D Chirp Bereich sind nicht nur alle Angeltiefen in nordischen Gewässern erreichbar, auch die Darstellungsqualität der Verhältnisse in großen Tiefen >200 m sucht seines gleichen.

Neben den 2-D Chirp Qualitäten sind auch die Downscan Fähigkeit des GT23 nicht von schlechten Eltern. Mit dem Chirp Bereich um die 290 kHz lassen sich die Verhältnisse unter dem Boot auch in tieferen Regionen von 200 m und mehr gewinnbringend darstellen.

Bei einer Bildschirmteilung stehen so alle Informationen aus dem 2-D und dem DownV√ľ Bereich gleichzeitig zur Verf√ľgung. Das kommt der Beurteilung der aktuellen Situation bei der Fischsuche und dem Gel√§ndeverlauf sehr zu gute. Nat√ľrlich sind auch eine Reihe hochwertiger Airmar Geber anschlie√übar.

Der preiswerteste unter ihnen, der Airmar 150-TM ist ein reiner 2-D Chirp Geber im mittleren Frequenzbereich, der h√§ufig als Referenz f√ľr die qualitative Beurteilung der Chirp F√§higkeiten eines Ger√§tes herangezogen wird.

Bei Garmin hei√üt ein vergleichbares Modell GT15M-TM, der dem Airmar 150-TM nicht nur √§u√üerlich √§hnelt. Er kommt auch qualitativ seinem Konkurrenten nahe. Es gibt eine Reihe weiterer Gebermodelle, die am GPSMAP 722xs anschlie√übar sind, so etwa eine GT21M-TM (50/200 kHz + DownV√ľ 290/455 kHz) oder ein Airmar 185M (Med Chirp 85-135Khz). Die genannten Geber Modelle decken vorwiegend die Salzwasserambitionen des 722xs ab.

Abb.9 : Das Chirp Gegenst√ľck f√ľr den flacheren S√ľ√üwasserbereich. High Chirp mit 150-240 kHz im konventionellen 2-D Bereich, hochaufl√∂sendes Downv√ľ mit 455 kHz und 800 kHhz eingeschlossen.

Wer die F√§higkeiten des Ger√§tes lieber oder zus√§tzlich in S√ľ√üwassergefilden nutzen m√∂chte, greift zum High Chirp Geber GT22M-TM, der neben DownV√ľ 455/800 kHz den Frequenzbereich von 150-240 kHz im 2-D Bereich abdeckt.

Damit wird aus einem Norwegenspezialisten eine S√ľ√üwasser Highlight, das auch in geringen Gew√§ssertiefen seine Chirpf√§higkeiten ausspielen kann. Hier im Blue Water Bereichen l√§uft das GPsMap 722xs zur H√∂chstform auf, wenn man ihm das Garmin Livescope Package anh√§ngt, das fantastische Echolot Bilder in Echtzeit liefert.

Kommen wir noch einmal auf die Eingangsfrage zur√ľck, die f√ľr den ein- oder anderen Kaufinteressenten dieses Ger√§tes von Bedeutung ist. Bisher ist man immer davon ausgegangen, dass ein Echolotkauf auf die bevorzugten Angelreviere abgestimmt wird.

Der in vielen Beratungsgespr√§chen geh√∂rte Satz ‚ÄěEs gibt kein Universalger√§te f√ľr alle Gelegenheiten‚Äú hat bei den hier beschriebenen Optionen keine G√ľltigkeit mehr. Das Garmin GPSMAP 722xs l√§sst sich mit dem passenden Geber √ľberall gewinnbringend einsetzen.

Wer z.B. das GPSMAP 722xs mit zwei Gebern, dem GT23M-TM f√ľr die Salzwasserangelei und dem GT22M-TM f√ľr den S√ľ√üwasserbereich ausstattet, ist f√ľr fast alle Angelgelegenheiten ger√ľstet, auch wenn die S√ľ√üwasseroptionen durch das fehlende (aber aufr√ľstbare) Sidescan etwas eingeschr√§nkt sind.

Aber, nur der Vollst√§ndigkeit halber, erw√§hnenswert: Tiefsee geht mit dem GPSMAP 722xs auch. Es w√§re dann nur ein 1KW Geber (z.B. Airmar TM265LM) notwendig und Tiefenseescans bis √ľber 1km liegen im Bereich des Machbaren.

Fazit 

Mit dem Garmin GPSMAP 722xs erh√§lt man ein qualitativ hochwertiges Kombiger√§t, das mit einem ausgezeichneten Navigationssystem (Kartenplotter) und erstklassigen Bluechart G3 Karten aufwarten kann und seine Echolotf√§higkeiten mit einem auf die Gew√§sserbed√ľrfnisse angepassten Geber √ľberlegen ausspielt.

Seine Chirpbilder geh√∂ren zu den besten des Marktes, der DownV√ľ Bereich erg√§nzt den Informationsbedarf, bis in die Fjordtiefen hinein, perfekt. Bei kurzer Einarbeitung und pr√§ziser Touchscreen Bedienung, umfassender Marinenetzwerk Integration und drahtlosen Verbindungsm√∂glichkeiten (Wlan, ANT etc.) bleiben kaum W√ľnsche offen.

Wenn doch, z.B. bei SideScan, Echtzeit oder Tiefsee sind auch diese Vorstellungen gegen Aufpreis realisierbar. Entsprechende Erweiterungen stehen anschlussbereit im Garmin Zubehör Programm.

Was die Preisgestaltung angeht, ist eine Stra√üenpreis von rund 800 ‚ā¨ f√ľr das GPSMAP 722xs in Anbetracht seiner durchdachten Konzeption als g√ľnstig anzusehen. Auch der Komplettpreis mit dem GT23m-TM Geber von rund 1100‚ā¨ stellt umgehend zufrieden.

Wer jetzt noch ca. 150‚ā¨ f√ľr den GT22M-TM ausgibt, kann mit 1350‚ā¨ eine Komplettausstattung erwerben, die in allen Zielbereiche erfolgreich gew√§sserspezifisch genutzt werden kann.

Hier nachlesen: Unseren großen Echolot-Test Рwelches sind die besten Fischfinder?

 

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