Wie erkenne ich den perfekten Luftdruck für das Zander angeln?

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Wie erkenne ich den perfekten Luftdruck für das Zander angeln?
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Tage die keine Angeltage sind, gibt es für echte Angler nicht! Doch manchmal sind Tage schwierig zu beangeln. Einer der unglücklichen Zustände ist der falsche Luftdruck. So sagt man. Ob das so ist und wenn ja, wie man trotzdem den ersehnten Biss herbeiführen kann, möchte wir euch hier verraten.

Erfahrungen mit dem Luftdruck

Wenn man so die Foren durchstöbert und sich mit passionierten Anglern unterhält, weiß man, dass gerade Barsche und Zander je nach Luftdruck unterschiedliches Verhalten zeigen. Ist der Luftdruck länger konstant, so sind sie beißfreudig und fressaktiv. Man merkt einen richtig heftigen Schlag auf dem Blank, wenn sie beißen. Schwankt der Luftdruck aber nach oben oder unten, bleibt dieser Ruck aus. Das Beißverhalten wird zaghafter und seltener. Barsch und Zander angeln wird schwieriger. Oft wird gesagt, dass der Zander Luftdruckveränderungen nicht verträgt. Aber stimmt das wirklich?

Messbares beim Zander angeln

Via Barometer in Uhr und Echolot oder auch mithilfe von Apps kann man regelmäßig den Luftdruck messen. Wir nutzen die Weather Pro App, die den Verlauf des Luftdruckes anzeigt. Außerdem haben einige Guides mit dem Echolot festgestellt, dass die Fische bei stark schwankendem Luftdruck platt am Boden liegen.

Luftdruck beim Zander angeln
Mit Weather Pro erkennt man den optimalen Luftdruck zum Zander angeln.

Zum besseren Verständnis ein paar Worte zum Luftdruck

Je nach Standort gibt es für den Luftdruck eine Nullbasis. Im Durchschnitt liegt sie bei 1013hPa (Hektopascal). Bei einem Tiefdruckgebiet fällt der Druck um durchschnittlich 10 hPa und bei Hochdruck steigt er um 10 hPa. Desto niedriger der Luftdruck ist, desto geringer wird der Sauerstoffgehalt. Stellt euch vor, ihr besteigt einen Berg. Mit jedem Höhenmeter ändert sich der Luftdruck. Die Luft wird umgangssprachlich dünner.

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Warum hat der Luftdruck Einfluss auf das Zander angeln?

Auch im Wasser ändert sich der Sauerstoffgehalt abhängig vom Luftdruck (und anderen Faktoren). Raubfische wie Zander und Barsche können einen Druckausgleich, sprich eine Anpassung an den veränderten Luftdruck, nur ihre Schwimmblase und ihr Blut vornehmen. Ein sich stark verändernder Luftdruck beschreibt ein sich stark veränderndes Wetter. Diese Veränderung bewirkt bei den Fischen, oft einen Standortwechsel innerhalb des Gewässers. Z.B. zieht es im Frühjahr nach den ersten sehr warmen Tagen, viele Fische zu den erwärmten Bereichen in einem See. Wandern die Beutefische, wandert auch der Zander, so dass diese erst wieder fressen, wenn die große Fischwanderung wieder abflaut.

Im Ergebnis hat also nicht der Luftdruck einen Einfluss auf das Beissverhalten des Zanders, sondern ein Wetterumschwung verändert das Verhalten der Beute- und Raubfische.



Zander angeln – So fängst Du sie trotzdem

Guides wissen, dass Du aus jedem Tag einen Angeltag gemacht werden kann. Dafür muss man mit dem Köder entweder den Jagdtrieb oder den Trieb zur Revierverteidigung aktivieren. Dies erreichst ihr erfahrungsgemäß durch Ausprobieren.

Hier einige Optionen:

  1. bewegt den Köder aggressiver durch den Boden
  2. lasst eure Köder langsamer werden, leichte Beute mimen
  3. versucht auch, ob ihr einen Biss erzielen könnt, indem ihr den Köder an einer Stelle verharren lasst
  4. oder im trüben Wasser Gummifische mit Rest-UV Licht
Merke

Ein perfekter Luftdruck für das Zander angeln steht für eine stabiles Wetter. Zu sehen ist das, wenn der Luftdruck über zwei drei Tage gleich bleibt. Jetzt hat sich unter Wasser das Leben sortiert und die Zander beißen regelmäßiger.

Unterliegt der Luftdruck gerade Schwankungen, schafft ihr mit all diesen Möglichkeiten ihr einen Überreiz, dem die Zander oft nicht widerstehen können.

Unter ganz schlechten Bedingungen könnt ihr auf natürliche Köder zurückgreifen. Fischt ihr mit dem Fireballsystem, könnt ihr eure Beute durch ein Gummiplättchen am Haken zusätzlich sichern. Ein Vorteil von echten Ködern ist, dass sie die Raubfische auch über den Geruchs- und Geschmackssinn reizen. Dies funktioniert aus Erfahrung öfter als man es glauben mag.


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