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Echolote

HDS-Live-Familie-Lowrance
4.9
(9)

Mit der Vorstellung der neuen HDS Live Serie, den Top-Modellen im Lowrance-Programm, hat der Hersteller ein neues Kapitel in der Entwicklung der HDS-Reihe aufgeschlagen, die erstmalig Anfang 2009 ins Portfolio aufgenommen wurde. Die HDS Live Serie mit Geräten in 7,9,12 und 16 Zoll markiert Möglichkeiten, aber auch aktuelle Grenzen, in der Entwicklung moderner Marineelektronik.

Wer die Leistungsf√§higkeit der HDS Live Serie beschreiben will und nach Gr√ľnden sucht, warum sich Angel-Profis bevorzugt bei Lowrance unter allen Echolot-Herstellern bedienen, f√§ngt am besten beim bisherigen Spitzenreiter HDS Carbon an, der schon eine Reihe von Innovationen (z.B. Structure-Scan 3D) mitbrachte.

Man nimmt also ein HDS Carbon (siehe unseren Testbericht HDS-7 Carbon), f√ľgt eine Reihe neuer aufregender Funktionen und Echolotm√∂glichkeiten in Echtzeit (Live) hinzu und erh√§lt ein Ger√§teupgrade, das Begeisterungspotential hat.

Warum die inneren Werte der HDS Live Serie viel Aufregendes zu bieten haben, wollen wir nachfolgend im Einzelnen näher beleuchten. Konzentrieren wir uns zunächst auf die Möglichkeiten im Structure-Scan-Bereich, der das Down- und Sidescan-Verfahren beinhaltet, und schauen, was sich dort getan hat.

Lowrance HDS Live 9

Lowrance HDS Live 9, das gr√∂√üere der beiden Kleinen aus der neuen HDS Live Familie. Neu gestalteter Home Bildschirm mit getrennten Icons f√ľr alle Echolotarten. Links das erweiterte Men√ľ, rechts Bildschirmsplits (max. vierfach), die individuell gestaltet werden k√∂nnen. Der Tastenbereich deckt eine ganze Reihe von Bedienungsfunktionen ab, rechts unten die SD-Karten-Abdeckung.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Active-Imaging

Mit der HDS Live Serie (+ Elite Ti²) hat der Hersteller das Active-Imaging vorgestellt, eine Echolottechnik, die deutliche Verbesserungen bei der Detailwiedergabe und der Reichweite der Signale im Structure-Scan-Bereich mitbringt.

Mit zwei neuen Active-Imaging-Gebern auf der Hardwareseite, werden die bisherigen Bildmöglichkeiten neu definiert. Man sieht jetzt mehr Details bei größerer Tiefenreichweite als bisher. Die größte Sendefrequenz von 800Khz hat man unangetastet gelassen und ist nicht in den Mega-Image-Bereich (1200 Khz) gegangen, wie es die Konkurrenz getan hat.

Trotzdem werden durchaus vergleichbare Ergebnisse erreicht. Das mag einmal der Geberkonstruktion (getrennte Kristalle f√ľr Senden und Empfangen) geschuldet sein, wird aber auch mit der neugefassten Softwareansteuerung erreicht werden. Der 3-in-1 Active-Imaging-Geber (mit 2D-Chirp, Down- und Sidescan) kann Bodenverl√§ufe und Strukturen, aber auch Fische, in einer Darstellungsqualit√§t liefern, die alle bisherigen mit HDS Carbon und dem Totalscan-Geber erstellten Bilder in den Schatten stellt.

Klarheit und Aufl√∂sung der Scans √ľbertreffen die bisherigen Ergebnisse sichtbar. Als Option kann man zum Active-Imaging-Geber zus√§tzlich einen 3D-Geber nutzen, der bei niedrigerem Ger√§uschlevel und sauber definierter H√∂henschichtung, Bodenstrukturen und Detaildarstellung nochmals verbessert darstellen kann.

HDS Live Sidescan 800 Khz

Active-Imaging mit dem 3-in-1 Geber beim Sidescan auf einem 12-Zoll HDS-Live-Gerät. Das Beispiel zeichnet sehr schön die Fähigkeiten der HDS-Live-Reihe im Structure-Scan-Bereich mit dem Active-Imaging-Geber 3-in-1 nach. Die Ergebnisse sind um einiges besser, als das bisherige Structure-Scan-HD, sowie um eine ganze Klasse klarer, detailreicher und schärfer als mit dem Total-Scan-Geber oder einem HDS-Carbon. Auch im Vergleich zur Mega-Image-Klasse von Humminbird oder den UHD-Bildern von Garmin kann Active-Imaging im Detail und der Reichweite Pluspunkte sammeln.

 

Livesight 3_D Lowrance HDS Live

Ein Beispiel f√ľr den Structure-Scan 3D-Modus. Nicht nur die plastische Aufbereitung von Bodenmodulation und ‚Äď beschaffenheit fallen ins Auge. Auch die farbige Anzeige der erkannten Fische mit ihrem Standort √ľber Grund sind wertvolle Informationen, die in einem 2D-Scan so nicht sichtbar sind.

 


Structure-Scan, Multisplit und Hardware

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HDS Live hebt die Restriktionen auf, lediglich zwei Sichtweisen (Down- und Sidescan) parallel auf dem Bildschirm darstellen zu können. Nunmehr gelingt beim Echolot-Angeln eine Sechserteilung, wobei im Structure-Scan-Verfahren neben Down- und Sidescan auch die 3D-Seite gleichzeitig angezeigt werden kann.

In der Maximalteilung lassen sich bei den 12- und 16-Zoll-Modellen sechs Bilder parallel auf das Display bringen. Bei einem 7- oder 9-Z√∂ller sind es vier. Ein ausgezeichnetes Solar-Max-HD-Display, sicher eines der besten auf dem Markt, tut dann ein √úbriges dazu, alle gew√ľnschten Information an den Mann oder die Frau zu bringen.

Um Multi-View-Anzeigen verz√∂gerungsfrei realisieren zu k√∂nnen, muss auch die Hardware mitspielen, die Lowrance mit Quadcore-Prozessor und ausreichend gro√üem Arbeitsspeicher beim den 12 und 16Zoll HDS-Live-Modellen sicherstellt. F√ľr die beiden kleinen 7- und 9-Zoll-Ger√§te sind die Dual-Core-CPUs allerdings auch nicht von schlechten Eltern.

FishReveal

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Die Einf√ľhrung der FishReveal-Funktion (18.1 Upgrade) Anfang 2019 hat die Konkurrenz aus gutem Grund aufhorchen lassen. Diese Funktion verbindet die M√∂glichkeiten des hochaufl√∂senden Downscan in der Darstellung von Strukturen, mit den klar definierten Fischsicheln des konventionellen 2D-Chirp-Verfahrens.

HDS Live filtert die schwachen Echolotsignale bei der Zusammenstellung heraus und hebt die starken Signale hervor, so dass man √ľber die Downscan-Details eine klare saubere Darstellung der vorhandenen Fischpopulation bekommt. Wenn man so will, das Beste aus zwei Echolotwelten wird auf dem Bildschirm vereint.

FishReveal Lowrance HDS Live

FishReveal: Klar gezeichnete Fischsicheln (gelb) mit Futterfisch (rot) als Overlay im Downscan-Bild, das die Unterwasserstrukturen anschaulich wiedergibt. Eindrucksvollere Ergebnisse kann man als ‚ÄěFischfinder‚Äú nicht liefern.

 

LiveSight Down & Forward

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Dass g√§ngige Echolotbilder keine Echtzeit-Aufnahmen sind, sondern eher den mit dem Boot bereits √ľberfahrenen Raum aufzeigen, ist bekannt. In einer aktuellen Situation aber nicht immer hilfreich.

Dagegen gibt es LiveSight, d.h. die Möglichkeit, auf dem Echolotbildschirm die Unterwasserwelt darzustellen, wie sie sich gerade im Augenblick unter und rings um das Boot ergibt oder verändert (LiveSight Down).

LiveSight kann aber noch mehr, es kann auch nach vorne sehen (LiveSight Forward) und eine Vorstellung davon geben, was sich auf das Boot zu- oder von ihm wegbewegt.

Livesight Down Lowrance HDS Live

LiveSight Down zeichnet die Unterwasserwelt in Echtzeit auf. Nat√ľrlich ist die Objektzeichnung wegen der Unsch√§rfe am Anfang etwas gew√∂hnungsbed√ľrftig. Der Informationsgehalt ist stets aktuell, √§ndert sich aber laufend. So ist die Fischsilhouette in der Mitte mitunter im n√§chsten Augenblick gr√∂√üer sichtbar oder verschwindet auch wieder, je nachdem wie der Fisch sich zum Bootsstandort bewegt.

 

Livesight Split Lowrance HDS Live

Auch das kann der Livesight-Geber. Oben das traditionelle Echolotbild, unten die Livesight-Down-Variante. Rechts im Men√ľ kann man die jeweilige Scanbreite einstellen (augenblicklich etwa 12 m).

Wie wertvoll es ist, den Fisch genau und aktuell lokalisieren zu k√∂nnen, seine Reaktionen zu verfolgen und welche M√∂glichkeiten sich daraus z.B. f√ľr das Vertikalangeln ergeben, ist sofort einsichtig.

Leider muss f√ľr das LiveSight ein gesonderter Geber angeschafft werden, der mit Sicht nach unten (Down) oder nach vorn (Forward) montiert werden kann. Er wird direkt an das HDS-Live-Ger√§t angeschlossen und braucht kein weiteres Zubeh√∂r.

Der LiveSight-Geber bietet auch eine traditionelle Sonaransicht, so dass im Zusammenspiel mit dem Echtzeit-Sonar ein tolles Werkzeug f√ľr das HDS Live zur Verf√ľgung steht. Der LiveSight-Geber arbeitet auch mit HDS Carbon und den Simrad NSS EVO3 Ger√§ten, braucht aber dazu eine Blackbox.

Livesight Geber Lowrance HDS Live

Der Lowrance-Livesight-Geber in der Montagestellung ‚ÄěDown‚Äú links und ‚ÄěForward‚Äú rechts.

 

2D Dual Chirp Active-Imaging

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Das traditionelle Echolotverfahren 2D mit Chirp war bei Lowrance nie ein Vorzeigeobjekt, wie die Structure-Scan-Verfahren, die mehr oder weniger aus der Lowrance-Entwicklung kommen. Grund f√ľr die nicht ganz so optimierten 2D-Darstellungen waren meist die Geber, die Chirp mit Festfrequenz-Kristallen √ľber die Software modulierten.

Auch der eingef√ľhrte TotalScan-Geber, der gegen√ľber den HDI-Modellen schon verbessert war, konnte in dieser Hinsicht nicht √ľberzeugen. Die Active-Imaging-Modelle haben auch in diesem Bereich zugelegt.

Sch√§rfe und Kontrast der Chirp-Bilder sind sehr gut. Die optimierte Objekttrennung und eine saubere Strukturdarstellung k√∂nnen im Vergleich zur Konkurrenz durchaus √ľberzeugen. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht ganz mit den Scans eines Airmar TM150 Schritt halten k√∂nnen.

Ein kleineres Manko, das auch bei den Elite Ti² Modellen noch vorhanden ist, gehört bei den neueren HDS-Modellen ebenfalls der Vergangenheit an. Gemeint ist die Nutzung von Chirp in 2D bei gleichzeitiger Darstellung der Structure-Scan-Verfahren.

Bisher wurde Chirp im Parallelbetrieb automatisch auf Festfrequenz umgestellt. Das hat man auch im unteren Preisbereich (Hook-Reveal) mittlerweile (bis auf die Elite-Serie) ge√§ndert, so das Chirp uneingeschr√§nkt im Split-Betrieb nutzbar ist. Beim HDS Live sogar mit Dual-Channel-Funktion. Hier k√∂nnen Chirp-Scans von zwei verschiedenen Gebern (z.B. √ľber das Marinenetzwerk) parallel genutzt werden.

 

HDS Live 12 Lowrance

Ein viergeteilter Bildschirm auf dem 12 Zoll HDS-Live-Gerät. Unten ein Sidescan-Bild. Oben rechts ein Seekartenbeispiel mit C-Map. Mittig ein normales 2D-Chirp-Ergebnis. Sowie ganz links eine Live-Cast-Einblendung.

 

Kartenplotter, GPS, Marinenetzwerk u.a.

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Ein HDS-Live-Ger√§t ist, wie in dieser Preisklasse branchen√ľblich, voll marinenetzwerktauglich – und das sogar im LIVE-Modus. Live bedeutet eine volle Echtzeitintegration des Ger√§tes in alle im Netzwerk vorhandenen Erweiterung wie

  • Radar,
  • Kamerasysteme,
  • Echolotfunktionen,
  • Mediaprodukte,
  • Technik√ľberwachung usw..

Es lassen sich so alle Funktionen nutzen, z. B. von mehreren Gebern, auch wenn sie an anderer Stelle angeschlossen sind. Neu beim HDS Live ist eine Smartphone-Integration auf Android oder iOS-Basis (LiveCast‚ĄĘ, NUR 12- und 16-Zoll-Modelle), d. h. Texte und Anrufe erscheinen auf dem HDS-Live-Ger√§t und k√∂nnen dort gelesen und bearbeitet werden.

Ebenfalls neu ist die Einbindung der C-MAP Genesis-Live-Kartographierung zur Erstellung von Karten individueller Gewässer. Lediglich eine leere SD-Karte ist zur Aufzeichnung vonnöten.

Mit einem hochempfindlichen GPS-Modul, das die aktuelle Position 10x/sec abfragt, stellt das HDS Live die Navigationsbereitschaft umgehend her und l√§uft auch unter wechselnden Empfangsbedingungen absolut stabil. Der integrierte Kartenplotter hat alles und kann alles, was zu einer sicheren Navigation und erfolgreichen Hotspotsuche w√ľnschenswert ist.

C-Map und Navionics Gew√§sserkarten sind kompatibel. Ihr optionaler Einsatz erweitert die M√∂glichkeiten des Kartenplotters z. B. mit einer automatischen Routenf√ľhrung √ľber Easy-Routing (C-Map) oder Auto-Routing (Navionics).

C-Map Genesis Lowrance HDS Live

So funktioniert die C-Map Genesis Live-Kartierung. Die blaue Linie zeichnet den Weg nach, den das Boot während der Aufzeichnung genommen hat. Das Echolot misst die jeweilige Tiefe und das HDS Live errechnet daraus die bathymetrische Darstellung (Tiefenlinien), die live aufgezeichnet und auf einer leeren SD-Karte abgelegt wird. So lässt sich mit dem richtigen Kurs ein vollständiger Gewässerbereich kartieren.

Vorhandene Seekarten z. B. von Navionics k√∂nnen mit Navionics Live zus√§tzlich im laufenden Betrieb √ľberarbeitet werden. Dazu werden die Scandaten des Echolotes in die vorhandene Karte integriert. Des Weiteren ist auch eine Temperatur-Overlay m√∂glich, um Temperaturzonen sichtbar zu machen, die ein schnelles Auffinden von erfolgreichen Angelstellen beg√ľnstigen.

HDS Live kann kabellos √ľber Wlan und Bluetooth kommunizieren. Karten- und Softwareupdates sind so komplikationslos einzubringen, ebenso wie das Koppeln von Tablets oder Notebooks in den Echolotbetrieb.

Modellunterschiede 7/9 Zoll zu 12/16 Zoll

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Wie so h√§ufig in einer Produktfamilie, verf√ľgen die gr√∂√üeren Modelle der Reihe √ľber eine erweiterte Ausstattung und / oder zus√§tzliche Features. Bei den HDS-Live-Ger√§ten ist es

  • einmal die Hardwareausstattung mit Quad Core CPU bei den 12/16-Zoll-Typen.
  • Auch finden wir hier programmierbare Funktionstasten auf der Bedienerseite und mehr Anschlussm√∂glichkeiten auf der R√ľckseite.

Ansonsten sind die Modelle bis auf die Unterschiede in der Bildschirmgröße in Technik und Ausstattung weitgehend vergleichbar.

Eine detaillierte √úbersicht √ľber Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt die folgende Tabelle.

Lowrance HDS Live: Modelle, Ausstattung und Kompatibilität:

  • – nicht vorhanden,
  • x vorhanden
  • und o kompatibel.


Merkmale
   
HDS LIVE 7   
   
HDS LIVE 9   
   
HDS LIVE 12   

HDS LIVE 16
         
Solar-Max-HD-Display x x x x
6-fache Bildschirmteilung x x
Touchscreen MultiTouch x x x x
Zusätzlich Tastenfunktion x x x x
Schnellzugriffstasten zusätzlich x x
         
Live-Marinenetzwerk x x x x
Live-Netzwerk-Sonar x x x x
LiveCast‚ĄĘ x x
HDMI-, USB-Anschl√ľsse x x
Wlan, Bluetooth x x x x
Smartphone-Integration x x
Quad Core CPU x x
Dual Core CPU x x
         
Active-Imaging x x x x
Active-Imaging-Geber 3-in-1 o o o o
Active-Imaging Geber 2-in-1 o o o o
Airmar-Geber o o o o
         
Downscan 800/455 Khz x x x x
Sidescan 800/455Khz x x x x
LiveSight-Echtzeit-Sonar x x x x
Structure-Scan-3D-AI x x x x
Chirp-Traditionell-2D x x x x
2-Kanal Chirp integriert x x x x
         
Kartenplotter integriert x x x x
GPS 10 Hz x x x x
C-Map, Navionics Seekarten o o o o
Live-Mapping x x x x
SD-Kartenschacht 2-fach x x x x

 

Wer braucht welches Gerät aus der HDS-Live-Familie?

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Wer bei Lowrance in die HDS-Live-Oberklasse einsteigen m√∂chte, kann das mit dem 7-Zoll-Modell und dem Active-Imaging-Geber 3-in-1 zu einem moderaten Preis von rund 1300,00‚ā¨ tun.

Dann darf er als Nutzer einen optimal ausgestatteten Fischfinder sein Eigen nennen, der den Entwicklungsstand und die Leistungsbandbreite der Echolottechnik widerspiegelt. Wissen muss er allerdings, dass nicht alle Funktionen, die vorhanden sind, genutzt werden können. Denn sowohl Echtzeit als auch Structure-Scan-3D erfordern vorher zusätzliche Investitionen.

Es mag auf den ersten Blick befremdlich klingen, ein Gerät zu erwerben, dessen Möglichkeiten limitiert werden. Das macht aber auch in dieser Ausstattung Sinn, weil man ein hochqualitatives Gerät erwirbt, das in dieser Preislage mit dem genannten Geber absolut konkurrenzfähig ist und das in allerbester Structure-Scan-Qualität und Ausstattungsbreite, die man bei dem ein oder anderen Vergleichsmodell so nicht findet.

Insofern kann das HDS Live 7 mit dem Active-Image-Geber jedem Angler empfohlen werden, der

  • hohe Qualit√§tsanspr√ľche hat,
  • seinen Fischfinder portabel einsetzt,
  • auf einem kleinen Boot installiert
  • oder zus√§tzlich f√ľr sein Marinenetzwerk ben√∂tigt.

Nat√ľrlich sind Bildschirm-Splits ab einer Dreiteilung auf einem 9-Zoll-Modell besser aufgehoben, da Details auf einer gr√∂√üeren Fl√§che auff√§lliger darstellbar sind. Schon deshalb sollte man im Zweifel eher zum 9-Z√∂ller greifen, auch wenn der Mehrpreis von rund 700‚ā¨, nur f√ľr einen gr√∂√üeren Bildschirm, eine finanzielle H√ľrde darstellt.

Trotzdem ist der 9-Z√∂ller eine √úberlegung wert, da seine Anzeigefl√§che gef√ľhlt etwa doppelt so gro√ü ist, wie die des kleinen Bruders. Nat√ľrlich sind die beiden gr√∂√üeren Modelle das Non-Plus-Ultra:

  • Mit allumfassenden Darstellungsm√∂glichkeiten in der 6er-Teilung des Bildschirms,
  • der besseren Hardwareausstattung
  • und den erweiterten Bedienoptionen.

In dieser Preisklasse wird man mit der optionalen Netzwerkeinbindung und einer Multigeber-Ausstattung alle Möglichkeiten und Innovationen des Gerätes ausreizen können.

F√ľr den anspruchsvollen Fischer ist ein 12- oder 16-Z√∂ller der HDS-Familie in der Kombination von Active-Image und LiveSight-Geber aber auch als Stand-Alone-Ger√§t auf dem Boot ein echtes Highlight, das sein bisheriges Anglerleben durchaus neu definieren wird.

Vorteile und Nachteile, sowie die Empfehlungen f√ľr die einzelnen Modellvarianten

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1. HDS Live 7 Zoll mit Active-Imaging-Geber 3-in-1

 

Vorteile:

  • Gro√ües Leistungsspektrum mit drei Echolotverfahren (2D-Chirp, Side- und Downscan),
  • Structure-Scan-3D (Geber optional),
  • LiveSight-Echtzeitsonar (Geber optional)
  • FishReveal,
  • herausragendes Solar Max HD-Display,
  • Marinenetzwerk,
  • Wlan,
  • Bluetooth
  • und ein g√ľnstiger Einstiegspreis.

Nachteile:

  • Verh√§ltnism√§√üig kleiner Bildschirm.
  • Nutzung der 3D- und LiveSight-Optionen sind an zus√§tzliche Geber gekoppelt, die hohe Zusatzkosten nach sich ziehen.
  • 2D-Chirp in Bestqualit√§t erfordert Airmar-Geber

Ergebnis:

In der Oberklasse von Lowrance kann man mit dem HDS Live 7 und dem sehr guten Active-Imaging-Geber (3-in-1) bereits f√ľr rund 1300‚ā¨ einsteigen. Man erh√§lt daf√ľr ein qualitativ hochwertiges Ger√§t in Vollausstattung.

In dieser Konfiguration lassen sich die grundlegen Echolottechniken (2D-Chirp, Side-und Downscan) nutzen. Mit

  • FishReveal,
  • einem funktionalen MultiTouch-Bildschirm und Tastenunterst√ľtzung,
  • einem 1A-Kartenplotter
  • und den Live-Mapping-Funktionen

ist man f√ľr viele Gelegenheiten bestens ger√ľstet.

Aufgrund seiner Kompaktheit bietet sich das 7-Zoll-Modell f√ľr den portablen Einsatz ebenso an, wie in der Installation auf kleineren Booten, als Zweitger√§t im Netzwerk und nat√ľrlich auch auf gr√∂√üeren Einheiten.

 

2. HDS Live 9-Zoll mit Active-Imaging-Geber 3-in-1

 

Vorteile:

Das 9-Zoll-Modell bringt alle beim 7er gelisteten Vorteile mit, da beide Ger√§te bis auf die Gr√∂√üe technisch identisch sind. Gegen√ľber dem 7-Zoll-Modell steht aber deutlich mehr Bildschirmfl√§che zur Verf√ľgung, mit der es sich weitaus komfortabler arbeiten l√§sst. Bei einer Bildschirmteilung sind Details problemloser zu identifizieren, was den Nutzwert des Ger√§tes deutlich erh√∂ht.

Nachteile:

Zusatzkosten f√ľr evtl. notwendige Geber (3D, LiveSight). Der Anschaffungspreis liegt mit rund 2000‚ā¨ zwar im √ľblichen Rahmen. Im Vergleich zum 7-Zoll-Ger√§t ist aber der etwas happige Mehrpreis f√ľr den gr√∂√üeren 9-Zoll-Bildschirm nicht ganz zu vernachl√§ssigen.

Ergebnis:

Als Stand-Alone-Ger√§t ist die 9-Zoll-Variante des HDS 9 Live das Wunschger√§t f√ľr den Angler, weil sich die Sonarinformation, vor allem bei einer Bildschirmteilung, deutlich leichter und sicherer erschlie√üen lassen als auf einem kleineren 7-Zoll-Ger√§t.

Trotzdem ist ein 9-Zoll-Modell noch relativ kompakt und gut auch im portablen Betrieb zu handhaben. Das ist auch f√ľr Bootseigner ein Argument, die ein Sonarger√§t am Liegeplatz nicht auf dem Boot belassen wollen.

Neueinsteiger mit h√∂heren Qualit√§tsanspr√ľchen und erfahrene Anwender, auch solche die mal ab und zu auf Mietbooten unterwegs sind, werden zu diesem 9 Zoll HDS-Live-Modell greifen.

√úbrigens – Das HDS Live 9 stellen wir auch in unserem ausf√ľhrlichen Echolot-Test 2020 vor.

 

3. Lowrance HDS Live 12-Zoll

 

Vorteile:

Das 12-Zoll-Modell gleicht technisch den kleineren Familienmitgliedern in den bereits beschriebenen Bereichen. Neben dem 12 Zoll großen Bildschirm ist das Modell aber mit

  • zus√§tzlichen Schnittstellen (HDMI, USB),
  • vier belegbaren Schnellzugriffstasten
  • sowie einer erweiterten Split-M√∂glichkeit (6er-Teilung) der Anzeige ausger√ľstet.
  • Hinzu kommt die leistungsstarke Hardwareausstattung mit Quadcore-Prozessor
  • und das neue LiveCast‚ĄĘ (Android- und iOS-Ger√§te), mit dem sich Smartphones problemlos einbinden lassen.

Über die HDMI-Schnittstelle lassen sich Mobilgeräte in bester Bildqualität auf dem Echolot nutzen, um z. B. Videostreams oder auch Google Earth sichtbar zu machen. Hierbei sind Vollbildmodi ebenso wie Teilfenster möglich.

√úber Bluetooth erh√§lt man auf Wunsch noch Textnachrichten oder Anrufinformationen des Smartphones angezeigt Im Vergleich der Bildschirmgr√∂√üen kann das 12-Zoll-Modell mit rund 400 cm¬≤ (9 Zoll 220 cm¬≤) und einer HD Aufl√∂sung von 1280×800 Pixel alle Vorteile einer optimalen Anzeigengr√∂√üe ausspielen.

Nachteile:

Bei einem durchaus angemessenen Einstandspreis von rund 3300,00 ‚ā¨ kann man auch bei diesem Modell die interessanten Echolotfunktionen (3D, LiveSight) nur nutzen, wenn zus√§tzlich passende Geber angeschafft werden.

Ergebnis:

Ein tolles Ger√§t auf dem neusten Stand der Technik mit gro√üem 12-Zoll-Bildschirm. Wer die Ausgabe nicht scheut, erh√§lt mit diesem Modell einen Stand-Alone- oder Netzwerkplayer, der h√∂chste Anspr√ľche erf√ľllt und Bootnutzer vom Bass-Boat bis zum Kabinenschiff marinetechnisch optimiert ausr√ľstet.

 

4. Lowrance HDS Live 16 Zoll

Vorteile:

 

Riesiger Bildschirm in Full-HD-Aufl√∂sung (1280×1080) dessen ca. 700 cm¬≤ messende Bildfl√§che nochmals um rund 75% gr√∂√üer ist als beim 12-Zoll-Modell. Ansonsten finden wir hier alle Vorteile des 12-Zoll-Ger√§tes, wie dort beschrieben, wieder.

Nachteile:

Bei rund 4450,00‚ā¨ Grundpreis muss man auch hier Mehrkosten f√ľr zus√§tzliche Geber einkalkulieren.

 

Ergebnis:

Das Non-Plus Ultra eines hochwertigen und vollausgestatteten Sonarger√§tes mit allen derzeitigen M√∂glichkeiten marinetechnischer Ausr√ľstung in diesem Bereich. Ein ideales Ger√§t zum Ein- oder Aufbau an gr√∂√üeren Bootscockpits.

 

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