Barsche angeln im Frühling – Mit diesen Tipps klappt’s besser

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Barsche angeln im Frühling – Mit diesen Tipps klappt’s besser
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Barsche angeln im Frühling ist nicht so leicht. Sie sind auf das Laichen fokussiert. Doch mit diesen Tricks, lässt sich der ein oder andere Barsch überlisten. Mit den folgenden Informationen bekommst du einen Überblick der besten Hotspots für das Barsche angeln das Frühjahr über.

Verhalten von Barschen vor der Laichzeit

Der Frühling wird wieder eine große Umstellung für die meisten Fischarten hervorrufen. Viele Süßwasserfische, wie auch die Barsche, werden in den “ich muss mich fortpflanzen” modus wechseln. Kurz nach der Laichzeit wird der Barsch wie verrückt nach Futter suchen und somit für viele Angler ein gut kämpfender Zielfisch. Das Barschangeln im Frühjahr weckt auch in den Menschen den Jagdtrieb, denn die meisten Barsch-Angler sind ebenfalls nach den Monaten der Abstinenz in voller Vorfreude auf die ersten wärmeren Angeltage. Doch wo steht der Barsch rund um die Laichzeit genau?

Wer auf der Suche nach geeigneten Stellen im Gewässer ist, um Barsche zu angeln, sollte einiges über ihr Verhalten zur jeweiligen Jahreszeit wissen. Mit dem Wissen über Präferenzen für Standorte der Barsche kann der Angler sich auf seine Erfahrung verlassen oder er benutzt für ein unbekanntes Gewässer die WebApp von Navionics oder Google-Maps, um flache Uferstellen und steile Kanten zu finden. Echolote egal, ob vom Boot aus oder mit mobilen Fischfindern, können wahre Wunder beim Barsch angeln leisten, wenn sie mit einem Kartenplotter ausgestattet sind. So kann der Angler wirklich detailliert die Unterwasserwelt im Auge behalten und später nach dem Angeltrip noch einmal die besten möglichen Barschplätze ermitteln.

Barsche angeln im Frühling

Die Zeit des Laichens – Grundsätzlich laicht der Barsch von März bis Juni. Entscheidend ist hier das Klima und die Wassertemperatur, im Lebensraum des Barsches. Die Reife der Eier dauert fast 150 Tage, bevor sie reif für das Laichen sind. Der Frühling teilt sich in drei Abschnitte für die Barsche. In die Zeit vor dem Laichen, dem Pre-Laich, die Laichzeit und die direkte Zeit nach dem Laichen, dem Post-Laich. Zu jedem dieser Zeitpunkte während der Fortpflanzung sind die Barsche an etwas abweichenden Stellen im See zu finden. Die Eier werden nah am Ufer gelegt und befruchtet. Sobald die kleinen Barschlarven geschlüpft sind und zur Oberfläche gelangen, um die Schwimmblase mit Luft zu füllen, treiben tausende Barschlarven ins Freiwasser, wo sie sich von Plankton ernähren. Nach ein paar Wochen kehren Sie ans Ufer zurück und fangen an, Fische als Hauptnahrung zu jagen.

Barsche angeln vor der Laichzeit

Gleich vorab – wir finden es nicht gut in dieser Zeit Barsche zu angeln. Es gibt zwar fast keine Schonzeiten für Barsche in Europa, aber trotzdem ist es eine sehr sensible Zeit für die Fische. Sie sorgen zudem für die Barsche die in den näschten Jahren gefangen werden sollen. Wer also in dieser Zeit laichende Weibchen an den Haken bekommt, sollte diese wieder behutsam in das Wasser setzen.

Während kleinere Männchen in der Regel noch weiter nach geeigneten Brutstätten suchen, begeben sich die Weibchen in geschützte Umgebungen, die sich nahe der Brutstätten befinden und warten dort. In dieser Zeit lieben Barsche tiefes Wasser, welches direkt an flache Stellen angrenzt. Sie machen sich schon auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Exkurs: Flaches Wasser meint Tiefen bis zu maximal zwei Metern. Steile Kanten sind auf dem Echolot mit Kartenplotter oder der WebApp von Navionics sehr leicht zu identifizieren. Um die richtige Kombination aus tiefem und flachem Wasser auszumachen, muss überlegt werden, woher die Fische aus dem Winter kommen und wo die wahrscheinlichste Stelle zum Laichen im Frühling zu finden ist. Die größeren Barsche überwintern im tiefen Wasser oder in tieferen Kuhlen, je nach Beschaffenheit des Gewässern.

Wie kann der Winteraufenthaltsort eingegrenzt werden?

Genau genommen sind Kenntnisse über das Klima erforderlich, um den möglichen Standort der Barsche im Winter auszumachen. Friert der See zu, überwintern die Barsche wahrscheinlich an der tiefsten Stelle in der Mitte des Sees. Von hier aus muss gedanklich der optimale Weg zum Laichplatz verfolgt werden. Auf dem folgenden Bild ist deutlich der sehr sehr große flache Bereich vor dem Ufer zu erkennen. Normalerweise sind diese flachen Bereiche doch immer etwas kleiner und folgen meisten der Uferkante. Aber hier ist das ein riesiger Fischsammelplatz im Frühjahr.Auch ein abfallendes Gebiet ist quasi auf der linken Seite zu sehen. Wie stark das Gewässer hier abfällt, kann man raten oder sich per Echolot bestätigen lassen. Hier geht es von 1 bis 2 Meter sehr schnell auf fast 12 Meter Tiefe herunter. Wer an einer solchen kante auf Barsche angeln möchte, wird meistens nicht lehr ausgehen.

Bucht-als-Laichgebiet

Barsche angeln und die Laichzeit

In der Laichphase beginnt das Brüten. Fische sind in den Brutstätten und es herrscht rege Bewegung unter den Barschen. In allen Teilen der Brutstätten sind nun verschiedenste Fische zu finden. Es ist wohl ein geordnetes Chaos unter Wasser. Laichen alle Barsche zur gleichen Zeit? Nein, das tun sie nicht. Barsche laichen im Frühling in Gruppen und diese laichen zu anderen Gruppen unterschiedlich. Während sich einige Barsche schon in der Laichphase befinden, harren andere Gruppen an den Kanten aus oder befinden sich noch auf dem Weg zu den Laichplätzen. Die Laichzeit variiert auch von Gewässer zu Gewässer und von Jahr zu Jahr.

Barsche angeln nach der Laichzeit

In der letzten Phase des Angelns auf Barsche im Frühling, der Post-Laichzeit, bleiben die Männchen schließlich in der Nähe der Brut. Die genervten und gestressten Weibchen ziehen sich hingegen wieder in Schutzstätten nahe der Brutstätte zurück, bevor Sie sich wieder auf den Weg in tiefere Gewässer machen. Jetzt liegt eine Phase des Stresses hinter den Barsche und sie sind ausgehungert. Zudem tritt bei den Nest bewachenden Männchen ein Schutzinstinkt hervor und macht sie aggressiv und angriffslustig.

Die besten Fangzonen für das Angeln auf Barsche im Frühling

Schlussfolgernd hat die Fangzone hat einen großen Einfluss auf den Erfolg des Barschangelns. Aus diesem Grund sollte man sich bereits im Vorfeld ausführlich über die Gewässer und die Lage dort informieren. Das ideale Fanggebiet für Barsche, sieht wie folgt aus:

  • Es ist Windgeschützt
  • Harter Untergrund, für die Brut geeignet
  • Gute Schutzmöglichkeiten in der Nähe
  • Trübes Wasser
  • In der Nähe befindliche Lebensbereiche, in denen sich der Barsch wohlfühlt

Sind diese Bedingungen gegeben, dann ist die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Fang im Frühjahr sehr hoch. Wichtig ist dabei zu wissen, dass nicht immer alle Bedingungen gegeben sein müssen. In diesem Fall würde es sich um einen Idealfall handeln. Es reicht jedoch meistens schon aus, wenn ein großer Teil der frühjährlichen Bedingungen gegeben ist. Je mehr Bedingungen auf die Fangzone zutreffen, um so besser für das Barsch angeln im Frühling. Am Wichtigsten ist hier der Untergrund und der Windschutz, sowie das trübe Wasser. Mit diesen Grundvoraussetzungen kann man schon relativ gute Erfolge beim Angeln auf die mittlerweile munteren Barsche erzielen.

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