In 8 Minuten zum Zander – So geht’s!

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Natsch von ProGuiding Hamburg mit Zander
Natsch von Pro Guiding Hamburg
In 8 Minuten zum Zander – So geht’s!
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Du bekommst diesem Artikel einen ersten Einblick über für die Angelbranche völlig neue Informationen, die dir mehr Zander bescheren werden.

Modernes Fische finden – Der Zander | Kapitel 3.1.2 

Der folgende Text befindet sich im Kapitel “Der Zander und seine Beute”. In Experimenten wurde das Angriffsverhalten des Zanders untersucht. Aus Anglersicht betrachtet, ist durch dieses Experiment klar geworden, dass der Großteil der Angler ihre Köder zu schnell aus dem Wasser holen. Ausgenommen hiervon sind natürlich die Angler mit einem toten Köderfisch! Um erfolgreich viele Zander an den Haken zu bekommen, müssen nach diesen Ergebnissen die Angeltechniken weiter angepasst werden. Das klassische Jiggen und Faulenzen, ist somit nicht für jeden Zander und vor allem nicht für jedes Gewässer geeignet. Viel Spaß beim Lesen!

In 8 Minuten zum Zander 

Rotaugen Zander
www.fischfindertest.de

Experimente in Schweden haben in über 2.000 Minuten Videoaufzeichnungen gezeigt, dass sich Beutefische wie Rotaugen (Plötze) sofort zusammenschliessen, sobald ein Raubfisch anwesend war. Dabei spielte die Anzahl der Rotaugen übrigens keine Rolle. Auch zwei oder vier Rotaugen bildeten sofort einen Schwarm. Mittels Videoaufnahmen wurde das Verhalten von Rotaugen unterschiedlichster Anzahl in einem Becken mit jeweils einem Zander als Räuber festgehalten. Hierbei wurde die Angriffs- und die Verteidigungsstrategie der Fische dokumentiert. Es wurde klares Wasser verwendet, damit die Videoaufnahmen gemacht werden konnten. Die Zander wurden zuerst in die Becken gelassen. Viele suchten sofort nach einem Versteck. Dann wurden zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich viele Beutefische in die Becken gegeben, was die Zander motivierte ihre Verstecke zu verlassen. Sobald ein Angriff auf die Rotaugen stattfand, teilte sich ihr Schwarm und formierte sich unmittelbar nach dem Angriff neu. Dabei ging die Hälfte der Attacken der Zander ins Leere.



Interessant ist, folgende Frage zu beantworten: Welche Zeit brauchten die Zander, um die Beute erfolgreich zu jagen?

Die Zander ließen sich im Durchschnitt 4 Minuten Zeit, nachdem die Beute auftauchte, bis sie ihr Versteck verließen und sich zu einem Angriff aufmachten. Dann schlichen sie sich ganz behutsam an ihre Beute heran. Sie verfolgten ihre Beute in einem ganz langsamen Tempo. Dieses Anschleichen brauchte wiederum fast 4 Minuten, bevor sie ihren Angriff auf die Rotaugen starteten. Was uns umgehauen hat, war die Zeit vom ersten Angriff bis zum endgültigen Jagderfolg, denn viele Angriffe der Zander gingen ins Leere. Die Zander haben über alle Experimente hinweg für den ersten Angriff ca. 8 Minuten benötigt. Wenn wir die gesamte Zeit berücksichtigen, bis alle Zander endlich einen erfolgreichen Angriff durchgeführt hatten, kommen hier noch mal 13 Minuten hinzu. Der Zander brauchte also vom Einsetzen der Beute bis zum endgültigen Jagderfolg, mindestens 8 Minuten. Bei mehreren Angriffen erhöht sich die Zeit auf 21 Minuten. Die Angriffe der Zander waren dabei in einem von 10 Angriffen beim ersten Mal erfolgreich. Diese Zahlen mussten wir uns bei der Recherche erst einmal genauer durch den Kopf gehen lassen.

Wieso brauchen die Zander 8 Minuten vom ersten Erblicken der Beute bis zum ersten erfolgreichen Fang oder sogar 21 Minuten, bis alle Zander erfolgreich waren?

Die Lösung liegt auf der Hand: Die Zander beobachten ihre Beute, bevor sie sich entscheiden, sie anzugreifen. In diesem Test waren es 4 Minuten. Dann schlichen sie sich an ihre Beute heran, was wiederum 4 Minuten dauerte. Ein erfolgreicher Angriff dauerte also mindestens 8 Minuten. Nach einem verfehlten Angriff , brauchte es dann im Durchschnitt weitere 13 Minuten, bis alle Zander eine erfolgreiche Jagd hatten. Das ist es. Das ist die Angriffsstrategie des Zanders. Er lässt sich beim Jagen seiner Beute Zeit. Er beobachtet den Köder – ganze 4 Minuten. Er schleicht sich an den Köder heran – ganze 4 Minuten. Die Vorbereitung und der Angriff dauern 8 Minuten.

Das hat uns ganz schön umgehauen. 8 Minuten. Wahnsinn!

Wenn wir jetzt an die dicht an dicht stehenden Angler an den Spundwänden und Ufern denken und uns die Verweildauer der Gummifische im Wasser einmal durch den Kopf gehen lassen, wird einem ganz schwindelig. Die Gummifische sind oft so schnell eingeholt, dass die Zander ja gar nicht anbeißen können. Der Gummifisch ist ja aus dem Wasser, bevor der Zander sich überhaupt entscheiden konnte, dass das vielleicht ein ganz hübscher schmackhafter Beutefisch wäre. Und wir reden hier von Zandern, die Hunger haben – nicht von Zandern, die noch überredet werden müssen, dass sie Hunger haben könnten. Okay, Euphorie vorbei und wir schauen uns den zweiten Teil der Forschungsergebnisse noch einmal an, die Zeit vom ersten Angriff bis zum endgültigen Jagderfolg. Auch hier brauchten die Zander 13 Minuten. Es scheint also so, dass sie die Jagdstrategie nach einem erfolglosen Angriff wiederholt – neu sortieren, Beute beobachten, anschleichen, angreifen. Das zeigen auch ganz deutlich die Ergebnisse: Nach einem erfolglosen Angriff, zog der Zander sich zurück und orientierte sich neu. Einen schnellen zweiten Angriff gab es nur in 4% aller Angriffe.


Köderführung mit dem Gummifisch – Das Lupfen oder in 8 Minuten zum Zander

Die beiden bekanntesten Köderführungsmethoden sind das Jiggen und das Faulenzen. Wenn wir die Angriffstaktik des Zanders mal mit diesen beiden Köderführungen zusammen betrachten wird schnell klar, dass in nicht wenigen Fällen, die Köder zu schnell für den Zander geführt werden. Als wir diese, beim Buch schreiben gewonnenen Erkenntnisse, in unsere persönliche Köderführung eingebracht haben, stellen wir erstaunliches fest. Führten wir die Gummiköder langsam, ja sogar sehr langsam, stieg unsere Fangrate mit einem Mal an. Das Lupfen des Köders konnten wir also in der Praxis bereits erfolgreich testen. Bevor die Euphorie aber zu groß wird, ist natürlich klar, dass jede Köderführung an verschiedenen Hotspots klar im Vorteil ist (Buch S. 20 ff).


Merke

Zusammenfassend kann zur Jagdstrategie des Zanders nach diesem Experiment folgendes gesagt werden: Der Zander jagt sehr effizient und ist wählerisch bei der Auswahl der Beute. Alle Zander dieser Studie wurden durch Elektrofischen aus einem See entnommen und sind nicht gezüchtet worden. Sie wissen also wie man jagt. Der Zander nutzt seine überlegenen Augen und das Seitenlinienorgan, um seiner Beute bei schlechten Sichtverhältnissen aufzulauern und sie zu verfolgen. Das Ganze macht er mit Bedacht und in einer langsamen Angriffsstrategie. Er sucht aktiv nach Beute und verfolgt sie. Nach einem misslungenem Angriff fasst er sehr selten nach, sondern bereitet einen neuen Angriff wieder sehr gut vor. Er verschwendet nicht unnötig Energie. In den folgenden Kapiteln werden wir herausfinden, in welchen Gewässern der Zander mit dieser Jagd-Strategie erfolgreich ist und eine extrem langsame Köderführing Sinn machen könnte.


Wenn Du mehr Zander angeln möchtest, solltest Du wissen, wo sich der Zander wann aufhält und welche Beute er in welchem Gewässer bevorzugt.

In diesem Artikel hast du einen kurzen Auszug aus unserem Zander Buch erhalten. Auf über mehr als 200 Seiten geht es nur um den König der Räuber, seine Beute und die besten Hotspots. Dafür haben wir nicht einfach Angelwissen zusammengetragen, nein wir haben zusätzlich über 1.000 wissenschaftliche Forschungsergebnisse ausgewertet und sie für das Angeln aufbereitet. Wir haben aufgeräumt und die unterschiedlichen Angelstrategien wie z.B. Jiggen und Faulenzen den einzelnen Gewässern zugeordnet. Wo sollte man welche Technik einsetzen? Zu oft sieht man viele Angler, wie sie mit ihren Jigköpfen Zander in einem See auf Grund angeln wollen, obwohl diese Strategie perfekt für den Fluss geeignet sind. Oder man wie der viel umlobte Hamburger Stint als Köder in Süddeutschland angepriesen wird, obwohl der Zander dort vielleicht auf Barsche steht. Das Buch gibt dir völlig neue Ansätze zum Zander angeln  Inhalte der Studien:

  • beliebteste Beutefische : beste Köder
  • Länge der verspeisten Beutefische : beste Ködergröße
  • Jagdstrategie des Zanders : erfolgsversprechendste Angeltechniken
  • häufigste Hotspots in Flüssen und Seen :  mehr Bisse
  • Bewegungsmuster der Zander (Wo stehen sie wann in welchem Gewässer) : endlich mal Zander fangen
  • und, und, und …

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