Zanderangeln mit Gummifisch – Welche Köderführung ist die Beste?

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Köderführung Zander
zander in chase for artificial bait

Zander angeln mit Gummifisch liegt im Trend. Wer mit Gummifischen erfolgreich sein möchte, sollte die damit verbundenen Angelmethoden verstehen und anwenden können. Das Angeln mit Gummifisch ist einzigartig und stellt beim Zander eine echte Herausforderung dar. Zander sind äußerst vorsichtige Fische. Die Fangquote ist bei Anfängern eher bescheiden. Ob der Zander anbeißt, hängt insbesondere davon ab, ob man an einem Hotspot für Zander angelt. Zusätzlich sind natürlich der passende Köder und die richtigen Fangtechnik elementar. Und hier deutet sich am Horizont eine neue Köderführung an … Zander sind Raubfische, die sich unter anderem von Grundeln, Stinten, Plötzen, Rotfedern, Barschen oder Stichlingen ernähren. Auch mit ihren kleinen Artgenossen haben sie kein Mitleid – Zander sind quasi “Kannibalen”. Zander beißen recht gut auf Gummifische an, weshalb sich das Zanderangeln mit Gummifisch einer immensen Beliebtheit erfreut. Doch wie werden die kleinen Köder am besten geführt?

Köderform und Köderführung

Beim Zander angeln empfehlen sich schlanke Gummifische. Längen zwischen 6 und 14 Zentimetern sind oft eine gute Wahl. Im Winter sind die Beutefische der Zander größer als im Sommer, so dass auch unsere Köder größer ausfallen können. Köder mit einer Länge von teilweise bis zu 20 Zentimetern können es durchaus mal sein. Warum? Wenn der Zander schon bei diesen widrigen Umständen und einer geringen Aktivität fressen muss, dann doch gleich größere Beutefische. Der Köder muss dem Zander ein optimales Verhältnis von Energieaufwand zu Energieertrag versprechen. Bevor wir aber nun in die Köderführung einsteigen, sollten wir uns vergegenwärtigen, wo sich der Zander aufhält? Allgemein verbreitet ist, dass der Zander sich am Grund eines Gewässers aufhält. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn es kommt auf das Gewässer an. In flachen Seen und Flüssen stimmen wir dieser Theorie vollkommen zu. Hier ist der Zander sehr häufig am Grund zu finden. Der Grund ist aber nicht, weil er das Sonnenlicht scheut, sondern weil sich seine Beute hier am Grund aufhält. Um den Zander in hier zu angeln, müssen wir spezifische Angelmethoden für das Zanderangeln am Grund einsetzen. Bei der Köderführung mit dem Gummifisch existieren zwei weit verbreitete Führungsmethoden. Doch hier können wir aufgrund des Buches noch mal eine Köderführung zufügen – Das Lupfen. Das “Faulenzen” und das “Jiggen“. Wenn sich Zander am Gewässerboden aufhalten, müssen wir genau dort unsere Gummiköder führen. Der Gummifisch soll der Beute des Zanders ähneln und imitieren. Daher muss der Gummiköder optimal geführt werden bei jeder Fangmethode einen permanenten Bodenkontakt vorweisen. Für den Zander sieht es so aus, als ob der Fisch im Boden herumstochert und nach Nahrung sucht. Ein wenig Sand und Schlamm wird jedes Mal aufgewirbelt, so dass der Zander mit seiner guten Sicht, den falschen Fisch zudem noch schlecht auf Echtheit überprüfen kann.

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Köderführung mit dem Gummifisch – Das Faulenzen

Beim Faulenzen wird der Köder über den Gewässergrund geführt. Dabei werden ein bis zwei Kurbelumdrehungen gemacht und der Köder abschließend sinken gelassen. Bitte schaut hier kurz auf die Schnureinzug eurer Rolle. Die meisten Angler werden Rollen benutzen, die über einen Schnureinzug von 50 bis 70 cm besitzen. Dreht ihr zwei mal die Kurbel, hebt der Gummifisch gleich bis zu 1,4 m vom Gewässergrund ab und sinkt im Anschluss wieder zu Boden. Ist das Gewicht des Jigkopfes auf das jeweilige Wasser abgestimmt (Strömung, Tiefe), merkt man im Idealfall das Auftreffen des Köders auf dem Gewässergrund. Ihr fühlt ein leichtes Plog in der Rute. Bei dieser Methode kann ganz schön viel Action aus Sicht des Zanders drin sein. Es macht Sinn, die Kurbelumdrehung bei einer einzigen Umdrehung zu belassen und ab und zu auf zwei Umdrehungen zu erhöhen. Die Rute sollte sich in einer 10 Uhr-Stellung befinden – der Köder wird ausschließlich durch die Rollenkurbel vom Grund geholt. Raub- und Beutefische können sich vor allem im Sommer extrem schnell bewegen. Man sollte die Geschwindigkeit der Kurbelumdrehung anpassen und im Sommer eher schnell und im Winter langsam eindrehen. Viele vergessen beim eindrehen, dass es nicht um Geschwindigkeit geht. Aber auch hier kann man den Jigkopf wirklich mal 30 Sekunden bis zu einer Minute am Gewässergrund einfach ruhen lassen, um ihn dann wieder zackig mit einer einzigen Kurbelumdrehung einzuziehen.

Köderführung mit dem Gummifisch – Das Jiggen

Beim Jiggen wird der Köder nicht durch die Rollenkurbel bewegt, sondern über die Rute. Nochmal – nur die Rutenspitze wird angehoben. Der Köderfisch hüpft wie ein echter Fisch auf der Nahrungssuche über den Grund.  Die Rute befindet sich beim Jiggen in der 10 Uhr-Position und wird mit einem kleinen aber zackigen Ruck aus ihrer Position gebracht. Die Rute wird augenblicklich wieder in ihre Ursprungsposition geleitet und die Schnur durch wenige Umdrehungen der Rollenkurbel gestrafft. Die Rutenspitze darf für das Jiggen nicht zu weich sein, denn sie muss den je nach Gewässer unterschiedlich schweren Jigkopf auch vom Boden abheben. Für das Jiggen empfiehlt sich absolut die geflochtene Schnur, da sie sich nicht dehnt und der Gummiköder sofort auf das Anheben der Rutenspitze reagiert. Habt ihr den Jig direkt an der geflochtenen Schnur befestigt, merkt man sehr schön, wie der Gummifisch die Distanzen über den Boden wühlt.

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Köderführung mit dem Gummifisch – Das Lupfen oder in 8 Minuten zum Zander

Wir konnten bei der Recherche zu unserem Buch erstaunliches über die Jagdtaktik des Zanders erfahren. Die wirkliche Angriffstaktik des Zanders scheint sich teilweise von der allgemeinen Vorstellung vieler Angler stark zu unterscheiden. Kurz gesagt: Der Zander braucht 8 Minuten von Beute erblicken – Beute verfolgen und Beute angreifen. 8 Minuten! Wer von uns hat seinen Gummiköder nach dem Auswerfen für 8 Minuten im Wasser? Lest hier noch mal genau, nach welchem Muster der Zander seine Beute jagt!

Die Köderführungsmethoden Jiggen und Faulenzen müsste nach diesen Erkenntnissen angepasst oder zumindest erweitert werden, um bei der Köderpräsentation dem Jagdverhalten des Zanders noch näher zu kommen. Mit dem Lupfen hält man den Gummiköder für eine gefühlte Ewigkeit im Wasser und damit in unmittelbarer Näher zum Zander. Wir konnten das Lupfen in der Praxis bereits erfolgreich testen. Mehr Infos zu den Inhalten gibt es hier.

Funktioniert die Köderführung mit dem Gummifisch auch ohne Bodenkontakt?

Na klar, nur wissen das viele Angler nicht. Der Zander jagt seine Beute, dort wo sie ist. An den Plätzen, wo er einen Vorteil hat und gute Erfolgschancen bei der Jagd. Das Wissen darüber, dass der Zander am Grund jagt kommt  aus vom Angeln im Fluss. Nur wurde irgendwann die wichtige Info “Fluss” bei den Angeltipps weggelassen und so entstand die einhellige Meinung, dass Gummifischen immer etwas mit Jigköpfen und Grund zu tun hat. Doch es gibt sehr gute Zanderfänge mit anderen Kunstködern, wie z.B. Wobbeln auch im Mittelwasser von Flüssen und Seen. Aus diesem Grund kann man in stillen Gewässer den unbelegten Gummifisch ebenfalls nutzen, um in langsam durch die Wasserschichten zu führen. Der Vorteil liegt hier auf der Hand. Ohne den schweren Jigkopf, schwebt der Gummifisch förmlich durch das Wasser. Diese Führungsmethode ermöglicht uns eine sehr langsame und vorsichtige Köderpräsentation des Gummifisches.

Merke

Die richtige Köderführung mit dem Gummifisch gibt es nicht. Aber es gibt eine passende Köderführung an den einzelnen Hotspots beim Angeln auf den Zander. Wer sich ein zwei tiefgründige Gedanken in Bezug auf das Verhalten des Zanders macht, und seine Angeltechnik anpasst, wird seine Erfolge beim Angeln weiter steigern können.

 

Puh, bis hierhin hast du es schon geschafft. Toll!

Hier haben wir für dich noch 5 Tipps zum Zander angeln – in aller Kürze. Das sollte das Lesen ein wenig auflockern.

  • Der Zander bevorzugt fast immer zu 50% eine bestimmte Beute. Die Beute, die am häufigsten in seinem Standort vorkommt. In den warmen tiefen und meist klaren Seen Mitteleuropas ist der Top Beutefisch Nr. 1 – der Barsch.
  • In klarem Wasser hat der Zander eine 100% Chance den Barsch zu jagen. Der Barsch verteidigt sich indem er sich nicht mehr bewegt und den Zander bis auf 10 cm heranlässt.
  • Rotaugen werden als Beute besonders nachts oder bei Sichtweiten unter 25 cm bevorzugt. Ist es trüb oder dunkel sollte der Köder diesen schlanken Weißfischen gleichen. Warum verschmähen viele Zander Rotaugen bei guten Sichtbedingungen unter Wasser? Rotaugen reagieren sehr schnell bei klarem Wasser auf anwesende Zander und fliehen sehr früh. Im Ergebnis sinkt der Jagderfolg des Zanders.
  • Der Zander sucht wenn möglich das wärmste Wasser in einem Gewässer. Er liebt warmes Wasser und wenn es dort ausreichend Beute gibt. Bleibt er genau da. Studien in IJsselmeer (Holland) ergaben Studien, dass es in der Nähe von Kraftwerken 2000% mehr Zander gab als anderswo. (Ja, kein Schreibfehler – 2.000%!!!) Der Grund: Die Wassertemperatur in Kraftwerknähe war ganzjährig 5-7°C höher als im übrigen IJsselmeer und die Beutefischkonzentration ebenfalls sehr hoch.
  • Zander jagen mit zwei unterschiedlichen Angriffsstrategien. Entweder sie suchen aktiv nach der Beute oder sie warten auf die Beute. Je nachdem müssen wir unsere Angeltechnik anpassen.

Wir haben auch noch ein Strategiepapier zum Zanderangeln ausgearbeitet.

Hier erfährst du zusammengefasst in 3 Schritten, wo du den Zander findest, wann er am wahrscheinlichsten an dem Spot ist und wie du ihn am besten an den Haken bekommst.


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