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Angeln

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Das wohl wichtigste Werkzeug für den Sportfischer bei der Ausübung seines Hobbys ist eine gute Angelrute. Lange bevor die ersten Rollen die Möglichkeiten des Fischfangs erweiterten, waren schon unzählige Flossenträger

  • mit langen Stöcken
  • ausgestattet mit selbstgebastelten Schnüren und
  • Haken

an Land gezogen worden.

Der Rutenbau heute, mit seinen hochtechnisierten Materialien und Konstruktionstechniken, ist natürlich eine andere Welt. Mit Modellen, die sich sowohl an die Fischart als auch an die bevorzugte Angelmethode anpassen lassen.

Hier kann der Angler genau das Werkzeug finden, das optimal auf seine Vorstellungen und Bedürfnisse abgestimmt ist. Wie Du die, für Dich passende Angelrute auswählst, das erfährst Du in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

1. Wie finde ich die beste Angelrute für mich?

Angelruten gehören mit zu den teuersten Ausrüstungsgegenständen eines Anglers. Jedes Ausstattungsdetail des verlängerten Arms ist wichtig. Kann es doch letztlich darüber entscheiden, ob der Stecken regelmäßig zum Fischfang eingesetzt wird – oder als Fehlinvestition im Angelschrank versauert.

Leider verliert man beim Durchblättern der Hochglanzkataloge der führenden Hersteller schnell den Überblick, welches die richtige Rute für die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse ist.

  • Zu groß,
  • zu wechselhaft
  • und zu unübersichtlich

ist der Markt geworden.

Die manchmal nichtssagenden Beschreibungen in den Katalogen taugen als Grundlage für eine Auswahlentscheidung auch nicht unbedingt. Dabei wäre es gar nicht schwer, mit einer beschreibenden Klassifizierung jedem Interessenten schnell zu vermitteln, worauf es beim Rutenkauf ankommt. Und bei welchen Details er besonders aufmerksam sein sollte.

Genau das wollen wir in diesem Beitrag versuchen. Alle Infos zu den wichtigsten Komponenten einer Angelgerte wie Blank, Griff, Rollenhalter, Beringung, Ringbindung und Lackierung werden natürlich mitgeliefert.

2. Was musst Du über den Rutenblank wissen?

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Was eine Rute ist und kann, bestimmt im Wesentlichen der Ruten-Rohling. Der Blank, wie man ihn üblicherweise bezeichnet, wird heute vorwiegend aus Kohlefaserwerkstoffen (Carbon) hergestellt. Mit diesem Material ist heute im Rutendesign alles möglich, was gut und sinnvoll ist.

Kohlefaser ist ideal zur Herstellung von schnellen und leichten Rohlingen, unabhängig vom jeweiligen Einsatzgebiet. Kohlefaser ist allerdings eine feste sowie gleichzeitig steife Faser – und dadurch leider etwas bruchempfindlich, wenn abrupt hohe Kräfte einwirken. Dem arbeitet der Rutenentwickler entgegen, indem er elastischere Kunststofffasern wie

  • Polyamide,
  • Meshgewebe
  • oder Kevlar

dazugibt.

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Das Rohmaterial für die Blankherstellung steht als Endlosmatte auf einer Walze zur Verfügung (unteres Bild), der fertige Rohling ist hier mit einer Kreuzwicklung (Bruchstabilisierung) auch optisch eine Augenweide. Bildnachweis: www.sportex.de

Das kann in Form

  • einer Kreuzwicklung,
  • einer Extralage im Blankaufbau
  • oder mit einem Mischgewebe (z.B. je 50 % Kevlar und Carbon)

geschehen. Natürlich gibt es preiswertes Carbon-Material und solches, das hohen Qualitätsansprüchen genügt. Je leichter eine Rute werden soll, umso anspruchsvoller muss die Materialauswahl sein. Das kommt wie bereits erwähnt der Strapazierfähigkeit jedoch nicht immer zugute.

Häufig findet man Bezeichnungen wie HT, HM und IM als Kohlefaserzertifizierung in der Beschreibungen. Beschrieben wir damit die Festigkeit (z.B. hochfest = High Trensity) und die Steifigkeit (z.B. hochsteif = High Modulus, IM= mittelsteif) des Grundmaterials. Dessen Einsatz hängt wiederum stark vom jeweiligen Rutentyp und seinem Qualitätsanspruch ab.

  • So werden z. B. IM-Fasern häufig bei Spinnruten, Wallerruten und Bootsruten eingesetzt.
  • Höherwertigere Ausführungen eher bei langen Rutentypen wie Kopfruten, Matchruten und Scrubolino-Modellen. Oder auch bei hochwertigen Spezialruten, bei welchen Gewicht eingespart werden soll.

Neben der Kohlefaser mit all ihren Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Materialien spielt die Glasfaser im Rutenbau eine wichtige Rolle. Vor allem preiswerte aber gleichzeitig strapazierfähige Modelle greifen gerne auf dieses Gewebe zurück. Häufig auch in einer Mischung mit Carbon. In den Rutenbeschreibungen läuft diese in der Regel unter dem Begriff Carbon-Fiber.

3. Wie kommt die Rute zu ihrer Aktion?

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Wie bringt man einem Rohling die Feinheiten bei, die ihn zu einer Angelrute machen? Nun, das geschieht nach einem ausgeklügelten Plan schon vor dem eigentlichen Herstellungsprozess. Rutenrohlinge werden aus Fasermatten (Carbon, Mischgewebe o.a.) hergestellt, die in Abhängigkeit des gewünschten Rutentyps zu einer spezifischen Kegelform zugeschnitten werden. Mit diesem Zuschnitt bestimmt der Hersteller, wie sich die spätere Rute beim

  • Wurf,
  • Anschlag und
  • Drill

verhalten wird. Die Matten werden dann auf einem passenden Metallkern aufgebracht und mit einem hochwertigen Bindemittel (Harz) unter Hitzeeinwirkung zu einer Hohlröhre verschmolzen. Der Materialaufwand bestimmt die Wandstärke und damit auch das Gewicht des Blanks / der Rute. Je dünner die Wandung, desto leichter wird das Ganze.

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Die Art und Weise, wie der Blank nach oben hin verjüngt wird, bestimmt die Rutenbiegekurve von Spitzenaktion oben (fast taper) bis parabolischer Aktion (slow taper) unten. Zwischen diesen beiden sind viele weitere Spielarten möglich, nicht nur die gemäßigte Spitzenaktion (moderate taper) wie in der Mitte angezeigt.
  • Verjüngt sich der Blank im Durchmesser sehr schnell (fast taper = schnelle Verjüngung), biegt sich bei Belastung der Rute nur der obere Teil nach unten (Spitzenaktion).
  • Geht die Verjüngung langsamer vor sich (moderate taper = semi-parabolische Aktion), ergibt sich eine gemäßigte Spitzenaktion. D.h. die Biegekurve geht maximal bis zur Hälfte der Rutenlänge.
  • Bei einer kaum spürbaren Verjüngung (slow taper = parabolische Aktion), reicht die Biegekurve zu guter Letzt bis an den Handteilbereich.

Was bedeutet also die Aktion bei Angelruten: Die Rutenaktion entscheidet darüber, wie schnell oder langsam Aktionen von der Rute umgesetzt werden. Sprich wie stark sie bei Belastung durchbiegt und bei Entlastung wieder gerade wird.

Zwischen den beschriebenen Verjüngungsmöglichkeiten gibt es eine ganze Reihe von Zwischenlösungen. Darunter auch solche, die nicht unbedingt in das beschriebene Schema passen, wie z.B. die progressive Aktion. Warum das Biegeverhalten des Blanks für die Rutensuche wichtig ist – und warum fast (taper) und slow (taper) für den Angler eine Bedeutung haben – sehen wir uns im folgenden Abschnitt genauer an.

3.1 Welche Rutenaktion brauche ich?

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Das Biegeverhalten (Aktion) wird wie bereits erwähnt schon im Herstellungsprozess definiert. Immer unter der Berücksichtigung der gewünschten Auswirkungen auf das Gebrauchsverhalten.

  • Ruten mit einer Spitzenaktion biegen sich mehr oder weniger nur im Umfeld der Spitze. Diese lassen sich besonders exakt werfen, weil sich die Wurfenergie nur auf diesen eher kleinen Bereich konzentriert. Stippruten von 3 m Länge aufwärts sind typische Vertreter dieser Gattung. Ebenso wie moderne Ruten zum Jiggen oder Vertikalangeln, bei welchen der Köder nur mit der Spitze dirigiert wird, sodass der Anschlag schnell und mit kurzen Wegen erfolgen muss.
  • Ruten, die ein mittleres Biegeverhalten bis zu 50 % der Rutenlänge aufweisen, decken einen Bereich von gemäßigter Spitzenaktion bis zu gemäßigter parabolischer Aktion ab. Sie eignen sich praktisch für alle Angelarten sowie -techniken und stellen daher das Gros im Rutenangebot. Im Vergleich zur reinen Spitzenaktion sind sie weniger präzise im Werfen, erreichen aber durch den größeren Biegebereich eine bessere Aufladung – und damit größere Wurfweiten. Im Drill haben sie zudem höhere Reserven, um Fluchten und Runs beim gehakten Fisch abfedern zu können.
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Typisches Beispiel für eine Rute mit progressiver Aktion. Bei einem Küchendorsch, wie hier, zeigt sich ein Biegeverhalten nur im Spitzenbereich. Bei stärkerer Belastung geht es annähernd bis in das letzte Drittel des Blanks.
  • Ruten mit parabolischer oder durchgängiger Aktion brauchen zwar etwas mehr Zeit, um Energie aufzuladen und über die gesamte Länge wieder abzugeben. Damit entwickeln sie aber sehr viel Power beim Wurf – ein nicht unerheblicher Vorteil, wenn große Wurfweiten erwünscht sind. Entsprechend hoch sind auch die Reserven bei starken Belastungen im Drill. Mit diesen Ruten ist eine exakte Platzierung des Köders weniger gut möglich. Falls es auf diese ankommen sollte, würde man eher eine mittlere Biegekurve wählen. Typische Vertreter für diese Aktionsform sind weiche Karpfenruten oder solche für die Brandungsangelei.

Lange haben die Rutenbauer nach einer Möglichkeit gesucht, die Sensibilität der Spitzenaktion mit den Wurf- und Drilleigenschaften der anderen Aktionstypen zu vereinen. Wer also das Nonplusultra der Rutenaktion finden möchte, wird zur progressiven Aktion greifen. Eine solche Rute biegt sich

  • bei geringer Belastung nur im Spitzenteil,
  • bei mittlerer bis in die Rutenhälfte
  • und erst bei extremer Anforderung bis ins Handteil

durch.

Man sagt auch, diese Ruten haben ein starkes Rückgrat, das erst gebeugt wird, wenn entsprechende Belastungen auftreten. 

Progressive Aktion bedeutet nichts anderes als (unter Belastung) fortschreitende / progressiv Biegekurve.

3.2 Was ist mit einer „schnellen“ Rute gemeint?

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Zu diesem Thema gibt es eine Reihe von Missverständnissen. Vor allem, weil hierbei häufig die englischen Begriffe wie fast (taper) und slow (taper) verwendet werden. Mit diesen ist aber generell nur eine schnelle oder langsame Verjüngung (taper) des Blanks gemeint.

Natürlich ist aber eine Rute mit Spitzenaktion wegen der kurzen Wege (fast taper) schneller wieder in der „geraden“ Ausgangslage als eine, deren Aktion über die gesamte Rutenlänge geht. Insofern ist die Verwendung der Begriffe fast und slow einerseits nicht ganz so falsch, wenn man von einer schnellen Rutenaktion spricht.

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Ein Gewässerabschnitt mit besonderen Herausforderungen (Valentia Island, Irland). Die Felsformationen setzten sich unter Wasser bis in den Mittenbereich fort, so dass Hänger vorprogrammiert sind. Hier sind lange Ruten mit kräftigem Rückgrat angesagt, die eine optimale Führung des Köders und das Lösen auftretender Hänger erlauben.

Missverständlich ist es trotzdem. Wird die Frage, wie schnell sich eine Rute wieder zurückstellt, ja nicht nur durch die Aktionskurve, sondern auch durch das verwendete Material im Blank, beantwortet. Die Geschwindigkeit, in welcher die Rückstellung des Blanks in die gerade Position geschieht, ist ein Hinweis darauf, welche Spannkraft die Rute besitzt.

Langsame Ruten werden beim Angeln häufig als teigig oder labberig empfunden. Das ist bei preiswerten Teleskopruten meist der Fall, da sie einige Zeit wie ein Pendel hin und her schwingen, bevor sie sich wieder beruhigen. Man könnte auch sagen,

  • langsame Ruten haben einen kleinen Dämpfungsfaktor,
  • schnelle einen großen.

Leider gibt es kein neutrales Maß, das Auskunft über das Schwingungsverhalten gibt. Aber man kann davon ausgehen, dass eine steife Faser wie Carbon im Rutenaufbau das besser erledigt als weichere Kunststoff- oder Glasfasern. Und dass Steckruten hier konstruktiv besser dran sind als Teleskopruten. Unabhängig von den Aktionseigenschaften einer Rute ist eine hohe Rückstellpower jedoch immer wünschenswert.

4. Was bedeutet das Wurfgewicht (WFG) einer Angelrute?

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Die Wurfgewichtsangabe einer Rute ist neben der Aktionskurve und dem Rückstellverhalten ein weiteres wichtiges Differenzierungsmerkmal. Im Grunde genommen teilt das Wurfgewicht (WFG) Ruten mit gleicher Aktion und gleichen Ausstattungsdetails grob in drei Kategorien ein. Je nachdem, ob ich eine Angelrute für die leichte, mittlere oder schwere Angelei benötige.

In Tabellenform sähe das für die Süßwasserfischerei beispielsweise so aus:

Angeleileicht (von - bis)mittel (von - bis)schwer (von -)
WFG2-30 g30-80 g>80 g
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Beispiel für eine WFG-Angabe auf einer leichten Pilkrute von WFT

Diese Angaben sind nicht normiert – als Anhaltspunkte sind sie aber gut zu gebrauchen. Beispielsweise um zu prüfen, ob die verwendeten Köder (inklusive der zu erwartenden Fänge) auf den jeweiligen Rutentyp passen. Eine Stipprute für Weißfische mit einem Wurfgewicht von 2 – 15 g und einer Spitzenaktion wäre zum Karpfenangeln z. B. völlig ungeeignet.

Bei den WFG-Angaben wird davon ausgegangen, dass die Rute mit ihrer Biegekurve und Belastungsfähigkeit die angegebenen Werte werfen kann. In der Praxis solltest Du aber eher 20 % als ideales WFG abziehen. Von diesem kannst Du in weiterer Folge ableiten, für welche Arten von Angelruten (und welchen Fisch) das Teil geeignet ist. Wie das geht, will ich einmal an drei Beispielen erläutern. Für einen kompletten Überblick kannst Du die weiter unten aufgeführten Tabellen zurückgreifen.

Beispiel 1: Karpfen Grundangelei am See vom Ufer aus.

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Rutenbeispiel: Balzer Diabolo x-Carp 3,60 m / Transportlänge 1,91 m / WFG 3 lbs / Gewicht 290 g / Preis: ca. 65,00 €. Bildnachweis: www.balzer.de

Nehmen wir einmal an, ich suche eine Rute für das Grundfischen auf schwere Karpfen. Hier sprechen wir über ordentliche Wurfweiten und Ködergewichte von 60 bis zu 80 g (Grundblei mit Boilies, Maisschnur oder Käsestücken). Dazu würde eine zwei bis dreiteilige Steckrute der Länge 3,50 – 3,90 m mit einer 3-lbs-Testkurve (Erklärung weiter unten) passen, die eine gemäßigt parabolische oder progressive Aktion hat. Letztere würde ich persönlich bevorzugen, um eine gute Zielgenauigkeit bei angelegter Futterstrecke zu erreichen.

Beispiel 2: Zanderrute für das Angeln mit totem Köderfisch an meinem Hausgewässer Talsperre (ebenfalls vom Ufer aus).

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Rutenbeispiel: Balzer Edition IM 12 Zander 2,65 m / WFG 19 - 52 g / Gewicht 175 g / Preis: ca. 120,00 € Bildnachweis: www.balzer.de

Große Wurfweiten sind nicht notwendig, da Zander eher in den Kleinfischschwärmen in Ufernähe jagen. Bleibeschwerung so leicht wie möglich (7,5 – 10 g). Kleiner Köderfisch wie Elritze, kleines Rotauge oder kleiner Kaulbarsch. Zander sind bis zu einer Größe von mehreren Kilogramm zu erwarten. Meine Wahl: Eine Steckrute mit

  • einer Länge von 2,70 – 3,30 m,
  • einem WFG von 10-40 g,
  • einer gemäßigten Spitzenaktion sowie
  • schnellem, sensiblen Blank.

Beispiel 3: Spinnrute auf Hecht (ebenfalls vom Ufer aus).

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Rutenbeispiel: Sportex Black Arrow G3 2,40 m / WFG 21 – 95 g / Gewicht 191 g / Preis ca. 200,00 €. Bildnachweis: www.sportex.de

Hierbei sind die Voraussetzungen: Künstlicher Hechtköder bis 60 g und stehende oder weite Fließgewässer. Bei diesen Vorgaben muss man auf jeden Fall einen Kompromiss bei der Rutenlänge eingehen.

  1. Bei stehenden Gewässern würde ich Ruten bis 2,70 m mit gemäßigter Spitzenaktion oder progressiver Aktion bevorzugen.
  2. Für große Fließgewässer darf es ruhig länger sein, da der Fisch mittunter im Strömungsbereich und auf längere Distanzen geführt werden muss. Außerdem macht auch der Anschlag durchaus mal einen großen Hebel notwendig. Hier wäre dann 3,30 m die obere Grenze.

Du musst Dir allerdings bewusst sein, dass die WFG-Angaben Orientierungshilfen sind – und keine Rastermaße, mit Hilfe von denen man Ruten in Schubladen sortieren kann. Außerdem sind die Übergänge fließend, wie Du bei der Zanderrute im Beispiel sehen kannst.

4.1 Was bedeutet die Angabe LBS bei einer Angelrute?

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Bei Boots- und Karpfenruten gibt es in der Regel keine WFG-Werte. Hier verwenden die Hersteller Angaben zu der Ruten-Testkurve. Als Maßeinheit dient hier das englische Pfund (1 lbs = 453,6 g).

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Schemazeichnung der Testkurvenermittlung bei Boots- und Karpfenruten.

Diese Angaben sind eher vergleichbar, da der Wert Auskunft darüber gibt, bei welchem Zuggewicht die Rutenspitze bei waagerechter Lage der Rute senkrecht zum Rutenverlauf zeigt.

  • Bei einer schweren Karpfenrute mit einer Testkurve von 3,5 lbs benötigt es also 3,5 x 453,6 g = 1587,6 g (1,6 kg) um diesen Zustand zu erreichen.
  • Bei einer Bootsrute von 30 lbs wären es schon 30 x 453,6 g = 13608 g (13,6 kg).

Falls Du wissen möchtest, welches WFG die gerade erwähnte Karpfenrute ungefähr hat, dann kannst Du das über den Daumen gepeilt mit der Formel 3,5 (lbs) x 453,6 (g) : 16 = 99,225 (g) tun. Diese gibt in diesem Fall einen Wert von rund 100 g aus, der durchaus dem Rutentyp entspricht. Als ideales WFG ergäbe sich bei Abzug von 20 % ein Wert von 80 g.

4.2 Die Gewichtsangaben beim Fliegenfischen

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Fliegenruten wiederum folgen der AFTMA-Standardeinteilung für Fliegenschnüre. Da bei der Fliegenfischerei mit dem Gewicht der Schnur geworfen wird, müssen Schnurgewicht und Rutentyp aufeinander abgestimmt sein. Die AFTMA-Klasse gibt dabei das Gewicht der ersten 9,14 m (10 Yards) der Fliegenschnur an. Bei einer Klasse-4-Leine (leichtes Forellen- und Äschenfischen) wiegen die ersten 10 Yards 7,8 g. Für das zweihändige Lachsfischen mit der Klasse 9 sind es bereits 15,6 g.

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Hier ist die voll parabolische Aktion der Karpfenrute bei Auswurf sehr schön zu sehen. Bildbachweis: www.sportex.de

5. Was gibt es an Ausstattung zu beachten?

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Die wichtigsten Charakteristiken für die Auswahl einer guten Angelrute, wie die Eigenschaften des Blanks, haben wir nun bereits besprochen. Aber es gibt noch einiges mehr an Ausstattung, das Du bei Deiner Kaufentscheidung beachten solltest. Rutengriffe und Rollenhalter fallen hier ebenso darunter wie die Laufringe, deren Wicklung und die Lackierung.

5.1 Griff und Rollenhalter

Bei den Rutengriffen gehen die Meinungen auseinander, ob es immer Kork sein muss – oder ob ein EVA-Grip (ähnlich wie Neopren) die bessere Lösung ist. Wir persönlich arbeiten lieber mit Korkgriffen, nicht nur der Qualitätsanmutung zuliebe.

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Oben ein langer Korkgriff mit Fuji Schraubrollenhalter. Unten die Minimallösung, die defacto nur aus einem Rollenhalter besteht. Zwischen diesen beiden Ausführungen liegen praktisch alle Varianten, die heute im Rutenbau eingesetzt werden. Bildnachweis: www.balzer.de

Kork ist außerdem bei Kälte und Nässe sympathischer in der Handhabung. Die Grifflänge und -form ist Geschmacksfrage, spielt aber natürlich für das Rutengewicht eine Rolle. Für uns kann der Griff ruhig ein bisschen mehr Länge haben, vor allem oberhalb des Rollenfußes ist uns das manchmal etwas knapp.

Beim Rollenhalter ist die Entscheidung Kunststoff oder Metall weitgehend von der Gewichtsklasse abhängig. Bei kräftigen Ruten für die schwere Angelei sollte es aus Belastungsgründen Metall sein, für alle anderen ist Kunststoff eine ausreichende Basis. Auf Qualität solltest Du bei diesem Bestandteil immer achten, da ein defekter Rollenhalter einen hohen Reparaturaufwand nach sich zieht. Mit einem Rollenhalter von Fuji oder Shimano bist Du hierbei auf der sicheren Seite.

5.2 Schnurführungsringe

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Zu den wichtigsten Ausstattungsdetails zählen für uns die Rutenringe. Hier kann einer gar nicht anspruchsvoll genug sein. Andersherum gesagt: Jeder Euro, den Du für Qualitätslaufringe zusätzlich ausgibst, ist bestens angelegt.

Hartmetallausführungen ohne Einlage gehören heute selbst bei preiswerten Ruten nicht mehr zum Inventar. Man darf bei der Schnurführung grundsätzlich Ringe mit einer harten Einlage wie Hardloy oder besser SIC bzw. Hartmetall verlangen, die auch geflochtene Schnüre ohne Riefenbildung handhaben können.

Leider sagt die Angabe „SIC-Ringe“ alleine nichts über die Qualität des Artikels aus. Die Erfahrung zeigt, dass es hierbei große Unterschiede in der Gebrauchstüchtigkeit gibt. Verbogene Spitzenringe wegen unzureichend stabiler Stege gehören ebenso dazu, wie herausgefallene, gerissene und gebrochene Einlagen – oder gar Rost am Edelstahlrahmen, der eigentlich rostfrei sein sollte.

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Drei Beispiele für SIC-Ringe von Fuji: Links zweistegig für kräftige Ruten. Mittig einstegig für die leichte Angelei. Rechts strapazierfähiger Spitzenring mit stabiler Dreifachhalterung. Bildnachweis: www.balzer.de

Auch hier lohnt es sich, nach den teureren Fuji SIC-Ringen zu schauen. Zudem müssen der Ringaufbau und die Ringfunktion der jeweiligen Rute angepasst sein.

  • Ringe mit einem Steg gehören an leichte flexible Ruten.
  • Stabile Ringe mit zwei Stegen passen an Ruten für die schwere Angelei.
  • Weitabstehende Spinnbeinringe sind ideal für feine Schnüre und Matchruten.
  • Wer im Salzwasser auf die ganz großen Fische geht, wird auf Rollenringe zumindest im Spitzenbereich nicht verzichten wollen.

5.3 Ringbindungen und Lackierung

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Die farbliche Gestaltung der Ringbindung ist Geschmacksfrage. Wichtiger ist, dass die Ringe sauber gewickelt sind und absolut in keine Richtung wackeln. Zur Blankschonung, gerade bei Belastungen, ist zudem eine Unterwicklung der Ringe sinnvoll.

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Farblich abgesetzte Zierbindungen wie hier in Rot prägen das äußere Erscheinungsbild einer Rute mit. Die Zweischichtlackierung bei vorheriger Farbkonservierung schützt das Garn für lange Zeit vor Verwitterung und mechanischer Beschädigung. Der Ring wird außerdem unverrückbar fixiert. Bildnachweis: www.balzer.de

Dazu wird zunächst auf den zu erwartenden Druckstellen Bindegarn aufgebracht und dann der Ring auf diesem Garn (Unterwicklung) aufgesetzt und überwickelt. Vor der Lackierung der Bindungen setzt der Hersteller bei Qualitätsruten immer eine Farbkonservierung auf den Bindungen ein, damit die Farbintensität des Garns durch das UV-Licht nicht verloren geht. Erst dann erhalten die Bindungen, meist zweifach, eine farblose Abschlusslackierung.

6. Was bestimmt den Preis einer Rute? - Oder: Wie teuer sind Angelruten?

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Kohlefaser ist grundsätzlich teurer als Glas, Kevlar und vor allem Titan wiederum teurer als Carbon. Wird der Blank in großen Stückzahlen in Serie gefertigt, spielt die Preisdifferenz im Ausgangsmaterial eine Rolle. Besonders dann, wenn hochwertiges Carbon-Material verwendet und besondere Zusatzwicklungen (z.B.) mit Titanfäden eingearbeitet werden.

Kleine Blankserien mit hohem Entwicklungsaufwand oder Herstellungsverfahren mit viel Handarbeit setzen der Kalkulation auch zu. Je weniger die Angelrute zu einem Massenprodukt in Standausführung mutiert, umso mehr wird er die Angelkasse belasten. Natürlich wissen wir alle, dass nicht jeder Artikel automatisch sein Geld wert ist. Die doppelt so teure Rute darf aber durchaus ihren Preis haben, wenn sie den Gegenwert hergibt.

Der Angler als Käufer ist hier das Maß der Dinge. Er alleine stellt fest, ob das Modell für seine bevorzugten Angelarten und Gewohnheiten ganz seinen Vorstellungen entspricht, sonst niemand. Und er entscheidet auch, ob die Qualitätsmerkmale der Rute seinen Ansprüchen genügen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass billige Modelle häufig sehr schnell durch teurere ersetzt werden, weil das Angelvergnügen der Billigheimer (unter 60 Euro) sich arg in Grenzen hält.

In den mittleren Rutenpreisklassen (60 – 150 Euro) kannst Du in der Regel bereits fündig werden. Einmal ist das Angebot hier am größten – und zum anderen sind alle Qualitätsmerkmale einer guten Gebrauchsrute in dieser Preisklasse bereits grundsätzlich vorhanden.

Wie in vielen anderen Bereichen auch, sind bei Angelruten die letzten 20% an Qualität bei Materialeinsatz und Verarbeitung am teuersten. Wer allerdings schon einmal mit einer Rute aus dem oberen Preissegment (ab 150 Euro) gefischt hat, wird sich bei einer Neuanschaffung aber wahrscheinlich in diesem wiederfinden. Qualität überzeugt am Ende eben doch.

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Ein größerer Fisch an einer WFT-Sea-Dart-Rute offenbart eine semiparabolische Aktion mit einem steifen Rückgrat, das genügend Reserven für den bevorstehenden Drill bereitstellt. Bildnachweis: www.wft.de

6.1 Was macht eine gute Angelrute aus?

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Ruten aus dem oberen Preissegment punkten schon auf den ersten Blick mit ihrer makellosen Optik:

  • Mit einer ansatzlosen Lackierung,
  • einem designorientierten Finish beim Bindegarn sowie
  • den Abschlusskappen ober- und unterhalb des Griffes.

Falls außerdem Kork verwendet wurde, kannst Du vergeblich nach mit Holzkitt zugeschmierten Löchern suchen, die sonst leider oft die Regel sind. Ausgewählter feinporiger, portugiesischer Kork sollte hier verarbeitet sein. Die Ringe stammen aus dem Qualitätsregal eines namhaften Herstellers, der Rollenhalter kommt meist aus der gleichen Schmiede.

Die Ringverteilung und die Abstufung der Ringgrößen sind sehr fein austariert, so dass sich die Schnur bei Spannung harmonisch in die Biegekurve fügt. Ohne, dass dabei der Schnurverlauf zwischen den Ringen an eine Wäscheleine erinnert. Bei preiswerten Ruten mit ungünstigen Ringabständen kommt so etwas schon einmal vor.

Zur Blankherstellung wird meist Carbon in einer hohen Qualitätsstufe verarbeitet, das durch Einarbeitung von Zusatzfäden aus anderen Materialien (z.B. Titan, Kevlar) hohe Bruchsicherheit verspricht. Das sticht besonders ins Auge, wenn Kreuzwicklungen verwendet werden. Was immer wieder erstaunt – aber erst auffällt, wenn man eine passende Rolle montiert – ist, neben dem leichten Gewicht, die Ausgewogenheit einer solchen Rute in der Hand.

Nichts ist bei stundenlangem Blinkern so nervtötend wie ein kopflastiges Gerät. Leider ist das Rutengleichgewicht in der Anglerhand eine Frage der Feinarbeit am Endprodukt. Und das wiederum ist fast ein Alleinstellungsmerkmal der Preisoberklasse. Nur, wer eine solche Rute noch nicht in der Hand hatte, wird keinen Vergleich zu seinen eigenen Angelwerkzeugen anstellen können – und somit vielleicht auch nicht mehr erwarten.

7. Welche Angelruten-Arten gibt es?

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In diesem Kapitel geben wir Dir eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Angelruten, welche für das Fischen erhältlich sind.

In diesem Kapitel haben wir Dir eine Übersicht

  1. der wichtigsten Rutenarten,
  2. ihrer charakteristischen Eigenschaften,
  3. sowie ihrer Vor- und Nachteile

zusammengestellt. Beginnen wollen wir dabei mit den unterschiedlichen Rutenformen, namentlich den

7.1 Steckruten

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Bei einer Steckrute werden die einzelnen Segmente (mit einer Länge von jeweils 80 – 200 cm) zusammengesteckt, um eine vollständige Angelrute zu erhalten. Dadurch reduziert sich die Transport- und Aufbewahrungslänge auf die Segmentlänge. Bei einer Steckrute sind die einzelnen Segmente wie bereits erwähnt relativ lange, wodurch Aktion und Belastbarkeit (inklusive der Anzahl der Schnurlaufringe) in der Regel besser sind als bei einer Teleskoprute.

7.2 Teleskoprute

Bei einer Teleskop-Angelrute können die einzelnen Segmente (50 – 100 cm) ineinandergeschoben werden, um die Gesamtlänge auf die Transport- und Aufbewahrungslänge zu reduzieren. Die Aktion und Belastbarkeit einer Teleskoprute ist in der Regel nicht so gut wie bei einer Steckrute. Nicht nur, aber auch, weil die Anzahl der Schnurlaufringe auf die Anzahl der Segmente begrenzt ist. Erfunden wurde sie vom amerikanischen Fliegenfischexperten Charles Ritz.

7.3 Spinnruten

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Spinnruten sind der häufigste Rutentyp, den man demzufolge in den Händen von Anglern aller Erfahrungsstufen findet. An der Unterseite der Rute ist eine Spinnrolle angebracht, was sie zu einer sehr vielseitigen Ruten- und Rollenkombination macht. Spinnruten ermöglichen es ihren Benutzern, sie mit der Haupthand zu halten, um mehr Stabilität und Kraft zu erhalten.

Die Rolle liegt beim Werfen und Einholen am unteren Ende der Rute. Die Bedienung ist relativ einfach: Wichtig ist lediglich, dass sie nicht allzu schwer ist, da Du sie ständig in der Hand hast und viel bewegen musst. Außerdem solltest Du ein verstärktes Augenmerk auf die Qualität der Ringe legen, da diese stark beansprucht werden. Bei schlechter Verarbeitung kann es hier ansonsten schnell zu Ausfällen bei den Ringen oder Schäden an der Schnur kommen.

Spinnruten gibt es in allen Größen, wodurch sie für fast jede Angelsituation geeignet sind. Unterschieden wird zwischen ultraleichten und extraschweren Modellen – inklusive aller Zwischenstufen. Diese Bezeichnung bezieht sich jedoch nicht auf das Gewicht der Reute selbst, sondern auf deren Wurfgewicht. Die Abstufungen sind dabei:

  1. Ultraleichte Spinnruten mit 0,5 – 12 g Wurfgewicht. Geeignet beispielsweise zum Angeln auf Barsch und Forelle.
  2. Leichte Spinnruten mit 5 – 25 g Wurfgewicht. Geeignet ebenfalls für Forelle und Barsch, sowie teilweise zum Angeln auf Hecht.
  3. Mittelschwere Spinnruten mit 30 – 80 g Wurfgewicht. Geeignet für Großforelle und Hecht
  4. Schwere Spinnrute mit 90 – 200 g Wurfgewicht. Geeignet für Hecht.
  5. Extraschwere Spinnruten mit 200 g + Wurfgewicht. Geeignet für Wels.
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Eine Spinnrute wird charakterisiert durch die namensgebende Spinnrolle am unteren Ende der Angelrute.

7.4 Stipprute

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Bei einer Stipprute handelt es sich um eine besonders lange Angelrute ohne Rolle. An dieser wird dann ein ebenso langes Vorfach mit Pose, Blei und Haken befestigt. Die Schnur ist in der Regel genauso lang wie die Rute selbst – bei Steckruten-Varianten kann auch eine kürzere Schnur verwendet werden.

Gefischt wird üblicherweise mit Naturködern auf Friedfische. Die Ausnahme davon ist das Tippfischen mit einer Kunstfliege. Damit entspricht diese Rutenart am ehesten dem klassischen Wurm-Rute-Klischee.

Es gibt zwei Arten von Stippruten:

  1. Die beringte Stipprute im eigentlichen Sinn.
  2. Die unberingte Kopfrute – welche wiederum als Teleskop- (bis zu 10 m Länge) und als Steck-Variante (bis zu 16 m) erhältlich ist.

Solche großen Längen werden durch besonders leichte und gleichzeitig widerstandsfähige Materialen erreicht. Dazu gehören beispielsweise Kunststoffe mit Kohlefaser (CFK).

Unverzichtbar beim Angeln mit der unberingten Stipprute ist ein Gummizug, an welchem die Schnur mittels eines Konnektors eingehängt wird, um einen stärkeren Fisch ohne „Schnurgeben“ müde machen zu können. Ein weiterer Vorteil ist, dass seine Ausschläge durch den Gummi abgefedert werden. Damit bestehen sogar bei sehr dünnen Haupt- und Vorfachschnüren realistische Chancen kapitale Fänge sicher zu keschern. Die Stärke des Gummizugs wird demzufolge in Abhängigkeit von Schnurstärke und Zielfisch gewählt.

7.4.1 Was ist eine Bologneserute?

Bei einer Bologneserute handelt es sich um eine Sonderform der Stipprute mit hochabstehenden Schnurlaufringen und einem Rollenhalter für eine Stationärrolle. Die Länge einer solchen Rute liegt bei fünf bis acht Metern. Eingesetzt wird diese Rutenform meist in breiten Fließgewässern beim Fischen auf Distanz (vom Ufer aus). Sie erlaubt dabei nicht nur eine sehr kontrollierte, aktive Posenführung – darüber hinaus kann mit der Rollenbremse direkt auf Fluchten reagiert werden.

7.5 Posenruten

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Eine Posenrute wird, wie es der Name schon sagt, zum Fischen mit einer Pose (Schwimmer) verwendet. Gut zum Posenangeln eignet sich zum Beispiel eine Matchrute mit einer Länge von 3 bis 4,5 m ausgestattet mit einer stationären Rolle.

7.6 Grundruten

Grundruten dienen – wie es der Name schon andeutet – dazu, den Köder am Gewässergrund anzubieten. Neben den speziell für diese Art des Fischens konzipierten Feeder- oder Winkelpickerruten, eignen sich im Wesentlichen alle einfachen Rutentypen dazu. Sprich alle, die nicht für einen speziellen Angeltyp entworfen wurden, welcher dem Grundangeln gegenläufig ist. Eine Grundrute eignet sich für den Einsatz mit einem Grundblei oder Futterkorb.

7.7 Jigruten

Jigruten werden für das Jigging verwendet: Das Angeln mit einem Jig. Ein solcher besteht in der Regel aus einer Bleiplatine, in die ein Haken eingearbeitet und die von einem Körper aus einem weichen Material (Gummi etc.) bedeckt ist, um einen Beutefisch zu imitieren.

Jigs sollen eine ruckartige, vertikale Bewegung, knapp über dem Grund, erzeugen – im Gegensatz zu Spinnern, die sich horizontal durch das Wasser bewegen. Das Hüpfen kann entweder durch Heben und Senken der Rute, oder über das Einholen der Schnur mit der Rolle, erzeugt werden.

Jigruten sind sehr vielseitig, sowohl im Salz- als auch im Süßwasser sowie für eine Vielzahl von Fischarten, einsetzbar. Idealerweise sind sie zwischen 2,5 und 3 m lang und besitzen ein hartes Rückgrat sowie eine Spitzenaktion, damit der Jig (wie zum Beispiel ein besonders verlockender Hechtköder) optimal gehandhabt werden kann.

7.8 Matchruten

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Ihren Namen hat die Matchrute von dem englischen Wort „match“ (in diesem Fall mit der Bedeutung „Wettkampf“). Der Name gibt also schon einen Hinweis auf Herkunft und ursprünglichen Verwendungszweck: Großbritannien und das Wettkampffischen – in der Regel auf Friedfische.

Eine Match-Angelrute ist in erster Linie für das Posenfischen konzipiert. Auch wenn es möglich ist, große Fische zu landen, ist das Ziel beim Matchfischen “klein und viel”. Mit einer schnellen Aktion in Kombination mit einem geringen Wurfgewicht von 10 – 30 g kann der Angler mit seiner Pose große Distanzen überwinden. Das gewährleistet Vielseitigkeit und die Möglichkeit, in einem größeren Bereich zu fischen.

Eine schnellere Aktion ermöglicht es dem Angler, selbst auf kleinste Bisse schneller zu reagieren. Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass jedes Eintauchen der Pose zu einem Fang führt. Matchruten besitzen deshalb in der Regel eine Aktion, die mehr auf die Spitze der Rute ausgerichtet ist. Sprich sie biegt sich lediglich im oberen Drittel. Das Ziel dabei ist, dass die Schnur schnell aus dem Wasser geholt werden kann, was vor allem bei kleineren, schnelleren Fischen notwendig ist.

Die Länge einer Matchrute liegt in der Regel zwischen 3,5 und 4,5 Metern. Über ihre gesamte Länge sind eine Vielzahl von Ringen angebracht, wodurch es möglich ist, sehr dünne Schnüre zu verwenden. Eine Matchrute wird also durch die folgenden drei Eigenschaften charakterisiert:

  1. Relativ große Länge,
  2. Spitzenaktion
  3. und dichte Beringung.
was_ist_eine_bootsrute
Eine Bootsrute wird, wie es der Name schon verrät, zum Angeln von einem Boot aus, verwendet.

7.9 Bootsruten

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Bootsruten können Spinnruten oder Casting-Ruten sein, sind aber fast immer eher kurz und steif. Sie werden hauptsächlich zum Schleppangeln und Vertical Angeln verwendet. Ob im Süß- oder im Salzwasser, die Zielfischart ist vielfältig und von groß bis klein ist alles dabei.

Beliebte Zielfische für das Angeln vom Boot aus sind:

  • kapitale Zander,
  • große Hechte,
  • Welse,
  • Barsche,
  • Felchen,
  • Salmoniden wie Saiblinge, Lachse,
  • Dorsche,
  • Kabeljau,
  • und, und, und…

Eine typische Bootsrute wird für das Angeln mit Ködern in der Drift oder bei Ebbe vom geankerten Boot aus verwendet. Sie ist zudem üblicherweise

  • zwischen 2 und 2,4 m lang,
  • besteht aus einer Mischung aus Kohle- und Glasfasern
  • und besitzt eine mittlere bis schnelle Aktion.

7.9.1 Pilkruten

Eine Sonderform von Bootsruten sind die Pilkruten. Mit einer solchen wird ein Paternoster oder der namensgebende Pilker (eine schwere Blinkerart) senkrecht ins Wasser gelassen. Je nach Zielfisch bis zum Gewässergrund. Sobald ein Fisch gehakt ist, wird er durch das Heben der Rute und Einholen der Schnur an Bord gehievt.

Um den dabei auftretenden starken Belastungen Stand zu halten, sollte eine Pilkrute ein steifes Rückgrat besitzen und zwischen 1,6 und 1,9 m messen. Ruten mit 2,1 bis 2,4 m Länge sind um einiges unhandlicher, da kopflastiger. Außerdem wirkt sich bei dieser Länge das Hebelgesetz schon nachteilig aus.

7.10 Feederruten

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Feeder-Angelruten reichen von etwa 2,5 (im Allgemeinen als “Pickerrute” bezeichnet) bis 3,5 m Länge. Feederruten werden ausgestattet mit einem Köder ohne Schwimmer zum Grundangeln verwendet.

Der obere Teil der Rute wird als Köcherspitze bezeichnet, welche in verschiedenen Größen (Stärken) erhältlich ist. Welche Spitze verwendet wird, hängt von der Größe der Fische ab, auf die geangelt wird. Auch der Gewässertyp kann die Wahl der Köcherspitze beeinflussen. Falls Du auf große Fische wie Karpfen angelst, ist eine schwere Feederrute erforderlich.

7.11 Baitcast-Ruten

Eine Baitcast-Rute (oder auch Casting-Rute), ist eine Angelrute, die für das Auswerfen von Schnur und Köder mit einer Baitcast-Rolle optimiert ist. Die Vorteile einer Baitcaster kommen im Wesentlichen von der Rolle. Dabei wird nicht nur die Wurfweite drastisch erhöht, sondern ebenso die Kontrolle über die Schnur und den Haken – sprich die Genauigkeit beim Auswerfen.

Die Vorteile reichen des Weiteren von verschiedenen Wurftechniken bis hin zur Steigerung der Größe der gefangenen Fische. Der Wechsel von einer Spinnrolle zu einer Casting-Rolle kann deshalb durchaus überlegenswert sein – Du solltest Dir jedoch genauso über die möglichen negativen Konsequenzen im Klaren sein. Eine von diesen kann zum Beispiel das irreversible Verheddern der Angelschnur („birds nest“ / Vogelnest) sein. Hier muss mit verschiedenen Bremseinstellungen gearbeitet werden. 

Anfänger starten mit einer stärkeren Bremseinstellung und erst wenn sie sicher im gezielten Werfen sind und sich die Schnur nur noch selten verheddert, kann die Bremse Stück für Stück gelockert werden. Am Ende freut sich der Profi über unglaubliche Wurfweiten.

7.12 Fliegenruten

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Eine Fliegenrute ist eine Angelrute, die speziell für das Fliegenfischen konstruiert wurde. Eine solche ist in der Regel sehr leicht und dünn im Vergleich zu anderen Ruten. Die Ringe sind darüber hinaus oft sehr klein und nahe am Blank (der Rute selbst) angebracht. Der Rollenhalter befindet sich am unteren Ende der Rute – unterhalb des Griffs, wenn die Rute aufrecht gehalten wird.

Die Rolle wird an dieser Stelle montiert, um das Gleichgewicht in der Rute besser halten zu können. Sie wird außerdem nicht wie eine Baitcast- oder Spinnrolle zum Einholen der Schnur verwendet. Viele Fliegenfischer ziehen die Schnur von der Rolle ab, sobald sie mit dem Angeln beginnen. Und spulen sie erst wieder auf die Rolle auf, wenn sie für den Tag fertig sind.

was_ist_eine_fliegenrute
Fliegenruten werden wie die restlichen Angelruten auch nach dem Wurfgewicht klassifiziert. In ihrem Fall jedoch nicht nach dem Gewicht des Köders, sondern nach dem der Schnur.

Fliegenruten werden wie Spinnruten nach der Länge und dem Gewicht, das sie werfen sollen, klassifiziert. Aber im Gegensatz zu diesen ist dabei das Gewicht der Schnur – und nicht das des Köders – gemeint. Da es die Schnur ist, die maßgeblich für das Auswerfen der sehr leichten Fliege ist, ist es auch diese, die eine geeignete Rute erfordert, um gut zu werfen.

Die Rutenklassen (die eigentlich Schnurklassen sind) werden als AFFTA-Klassen bezeichnet. Früher war die Bezeichnung AFTM – dieses Akronym wird immer noch sehr häufig verwendet. Die Klassen reichen von 0 (sehr, sehr leicht und ziemlich selten) bis etwa 14 und 15 (sehr schwer und ebenfalls ziemlich selten). Die Ruten- bzw. Schnurklasse wird manchmal mit dem Zahlenzeichen # bezeichnet.

7.13 Sbirolinoruten (Bombarde)

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Sbirolinos werden vorwiegend (jedoch nicht nur) beim Forellenangeln eingesetzt. Bei diesen handelt es sich um eine Kombination aus Wurfgewicht und Pose, welche in Ihrem Ursprungsland Italien als Bombarde bezeichnet wird. Mit einer solchen ist es möglich auch leichte Köder weit auszuwerfen.

Als Sbirolinoruten kommen lange Angelruten zwischen 3,5 und über 4 m zum Einsatz. So können nicht nur lange Vorfächer gefischt werden, der Anhieb wird damit genauso auf lange Distanzen durchgebracht. Die große Länge wirkt sich in Kombination mit einer parabolischen Aktion darüber hinaus positiv auf die Wurfweite aus. Das Wurfgewicht liegt üblicherweise zwischen 10 und 50 g – und ist im Wesentlichen von der Größe des befischten Gewässers abhängig. Die feine Rutenspitze sorgt für eine optimale Bissanzeige.

7.14 Brandungsruten

Brandungsruten sind dazu gedacht, vom Ufer aus in Salzwasser oder Brackwasser an Küstenstränden und Buchten zu angeln. Sie sind lang (bis zu 4,5 m), um dem Angler lange Würfe über die Wellen hinaus in die Brandung zu ermöglichen.

Brandungsruten sind außerdem mit einer Rolle versehen, die hunderte Meter grober Angelschnur aufnehmen kann. Wir empfehlen eine Länge der Rute von 2,5 bis 3 Meter, mit einer 6000er- bis 8000er-Rolle und einer geflochtenen Angelschnur von 11 bis 22 kg.

7.15 Eisruten

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Eisangelruten bieten alle Eigenschaften von Freiwasserruten, jedoch in kürzeren Versionen für Angler, die in Eishütten – statt von Motorbooten oder Angelkajaks aus – fischen. Die rauen Elemente des Hartwasserangelns erfordern eine starke, oft schwere Ausrüstung. Die Fische mit ihrem reduzierten Stoffwechsel hingegen erfordern leichte, empfindliche Ruten, um auch die leichtesten Bisse anzuzeigen. Viele Eisruten sind deshalb mit superempfindlichen, hauchdünnen Spitzen ausgestattet.

Sie weisen zudem oft ein steifes Rückgrat auf, um den Drill zu überstehen, wenn ein großer Fisch am Haken ist. Es gibt Eisruten mit einer Länge von 0,5 m für beengte Räume in einer Eishütte, sowie mit einer Länge von 1,5 m für das Hole-Hopping. Die Rutenstärken reichen von superleichten Ruten für kleinere Fische bis hin zu extra schweren Ruten für Hecht und Seeforelle.

8. Welche Angelruten-Hersteller gibt es?

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Herstellung und Vertrieb von Angelgeräten liegen im EU-Raum, bis auf wenige Ausnahmen bei einzelnen Marken, schon lange nicht mehr in der Hand des ursprünglichen Herstellers. Wenn man also hierzulande von einer bestimmten Marke spricht, steht in der Regel ein internationaler Konzern wie

  • Pure Fishing (USA),
  • Svendsen Sport (Dänemark)
  • oder Globeride (Japan)

als Mutterunternehmen dahinter.

Dieser trifft die Produktionsentscheidungen auf internationaler Ebene, sodass im besten Fall Entwicklung und Design des Gerätes noch vom ursprünglichen Anbieter erfolgt – mit entsprechender Auftragsproduktion in Fernost.

In der folgenden Übersicht haben wir Dir eine Reihe von Marken, denen Du auf dem deutschen Markt begegnen kannst, in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Die Liste erhebt beileibe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, deckt aber das Gros des Angebotes online und vor Ort ab. Die angezeigten Links führen jeweils auf die Anbieter-Webseite, auf welcher ein Online-Gerätekatalog verfügbar ist.

ABU- Garcia (www.abugarcia.com)

Schwedisches Traditionsunternehmen mit einem gewissen Kultstatus. Diesen hat er unter anderem durch seine weltweit bekannten und geschätzten Rollenserien, vorwiegend aus dem Multirollenbereich. Das umfangreiche Rutensortiment hat einen Schwerpunkt im Raubfischsektor und Kunstködereinsatz.

Balzer (www.balzer.de)

Traditionsreiches Familienunternehmen aus dem hessischen Angersbach mit einem breiten Vollsortiment für den Sportangler mit rund 8000 Artikeln. Weltweite Kooperation sichert Entwicklung und Herstellung hochwertiger Artikel, die auch bezahlbar bleiben.

Cormoran (www.cormoran.de)

Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Sportartikeln und -zubehör, insbesondere Angelgeräte und -zubehör unter den Markennamen Daiwa und Cormoran. Breites Sortiment an Ruten, Rollen und Zubehör.

DAM (www.dam.de)

Deutsches Traditionsunternehmen mit einer wechselvollen Firmengeschichte, die sich nach einigen Übernahmen und Verkäufen aktuell stabilisiert hat und erfolgreich weiterentwickelt wird. Es wird ein umfangreiches Sortiment an Ruten, Rollen und Zubehör angeboten.

DAIWA (www.daiwa-cormoran.de)

Traditionsreicher japanischer Hersteller mit einem breiten Sortiment an Angelruten und Rollen. Vertrieb in Zusammenarbeit mit Cormoran.

Jenzi (www.jenzi.com/de)

Das Familienunternehmen aus der Nähe von Stuttgart ist einer der größten Anbieter von Angelgeräten in Europa. Äußerst umfangreich ist der gesamte Zubehörbereich – stark sind aber auch die Ruten, mit speziellen Lösungen für die unterschiedlichsten Angelarten.

PENN (www.pennfishing.de)

Traditionsunternehmen mit deutsch-amerikanischen Wurzeln und einer interessanten Firmenentwicklung im Schwerpunktbereich Salzwasserfischen. Penn-Multirollen und -Meeresruten haben weltweite Standards für qualitativ hochwertiges Angelgerät gesetzt.

Saenger (www.saenger-tts.de)

Einer der namhaftesten Angelgeräte-Großhändler in Europa mit einem rund 12000 Artikel umfassenden Vollsortiment.

Savage gear (www.savage-gear.com)

Als Teil des Svendsen-Sports-Konzerns bietet die Marke u.a. hochwertige Ruten für viele Angelbereiche an.

Shimano (www.fish.shimano-eu.com)

Eine der bekanntesten japanischen Marken weit über den Angelgerätezweig hinaus. Mit einem riesigen Vollsortiment an hochwertigen Ruten und Rollen, die Maßstäbe setzen, preislich aber auch dem Qualitätsanspruch entsprechen. Daneben vertreibt Shimano auch Angelgerät im Low-Cost-Sektor, das nicht immer die Erwartungen an die Marke erfüllen kann.

Sportex (www.sportex.de)

Die deutsche Edelschmiede für Rutenentwicklung, -design und -herstellung mit einem hohen Qualitätsanspruch für alle Erwartungen an Hochleistungsgeräte im Sportfischerbereich. Der Anbieter konzentriert sich ausschließlich auf hochwertige Rutenkonzepte.

Spro (www.spro.eu)

Spro – mit Firmensitz in den Niederlanden – ist der europäische Vertriebszweig des Gamakatsu-Konzerns: Einem der größten Angelgerätehersteller der Welt. Mit Spro Deutschland und einem mit 15.000 Artikeln umfassenden Vollsortiment, hat der Hersteller sich hierzulande innerhalb von rund 25 Jahren zu einem der führenden Anbieter entwickelt.

WFT (www.word-fishing-tackle.de)

World Fishing Tackle (WFT) ist einer der nachgefragtesten Anbieter von Angelruten, Rollen und Zubehör in Europa. Bietet ein umfangreiches Rutensortiment für Salz- und Süßwasserangler, das auch für Reiseruten-Liebhaber gut sortiert ist.

8.1 Welches ist die beste Angelruten-Marke?

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Auf die Frage nach dem besten aller Rutenhersteller bzw. – anbieter, gibt es weder eine eindeutige noch befriedigende Antwort. Wer nicht auf den Preis schauen muss, wird seine Vorstellungen bei Sportex, Shimano oder auch bei Daiwa finden können. Das Non-Plus-Ultra einer Wunschrute ist natürlich immer auch eine individuelle Entscheidung und kann demzufolge genauso wenig pauschal beantwortet werden.

Eine gute und qualitativ hochwertige Gebrauchsrute aus dem mittleren Preisbereich bis ca. 120€ gibt es für verschiedene Angelarten bei allen hier aufgeführten Anbietern zu kaufen.

Wir haben einmal bei uns aus kombinierten 60 Jahren Süß- und Salzwasserangelei herauskristallisiert, welche Ruten von welchen Herstellern im Lauf der Jahre bevorzugt eingesetzt wurden. Immer wieder genannt wurden hierbei WFT, Sportex, Shimano, Penn, Cormoran, Daiwa und Balzer – mit Schwerpunkten bei

  • WFT,
  • Cormoran
  • und Penn.

Das sind allerdings rein persönliche (und damit klarerweise subjektive) Wertungen, die aber zeigen, dass eine gute und individuell angepasste Gebrauchsrute bei vielen der hier aufgeführten Marken möglich ist.

9. Welche Angelrute für welchen Fisch?

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In der folgenden Tabelle, welche Jan Pusch für den Blinker erstellt hat, findest Du eine Übersicht dazu, welcher Rutentyp für welchen Fisch geeignet ist.

Angelruten BezeichnungLänge in MeterWurfgewicht in GrammEinsatzgebiet und Zielfisch
Bootsruten leicht1,80 – 2,4020 – 100Raubfische, Barsch, Hecht, Zander
Bootsruten schwer1,80 – 2,40100 – 600Meeresangeln und große Meeresfische, Wels
Spinnruten leicht2,10 – 2,7010 – 30Barsch, Forelle, Äsche, Döbel
Spinnruten mittel2,10 – 3,0020 – 50Barsch, Forelle, Hornhecht, Rapfen, Meerforelle, Dorsch vom Ufer, Zander
Spinnruten schwer2,40 – 3,3060 – 100Hecht, Zander, Dorsch, Makrele
Brandungsruten3,90 – 4,50150 – 250Plattfisch, Dorsch
Kopf- oder Stippruten unberingt3,00 – 17,505 – 20Weißfische
Karpfenruten3,60 – 3,9060 – 120Karpfen, Schleien
Federruten Futterkorb3,60 – 3,9060 – 180Karpfen, Brassen, Schleien
Matchruten Posenrute3,45 – 4,205 – 30Weißfisch, Brassen, Rotaugen, Güster
Pilkruten leicht2,10 – 3,6040 – 100Dorsch
Pilkruten schwer2,10 – 3,60100 – 180Dorsch, Köhler, Pollack, Leng
Grundrute leicht2,70 – 3,9030 – 60Aal, Brassen, Karpfen, Hering
Grundrute schwer2,70 – 3,9060 – 150Aal, Plattfisch, Zander, Hecht

10. Welche Angelruten für Anfänger?

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Jeder Angler braucht einen Einstand und damit auch eine Erstausstattung für sein Hobby. Wie die Erstausrüstung aussehen kann – und welche Überlegungen dahinterstecken – wollen wir im Folgenden einmal darlegen.

Aus vielen Gesprächen mit Angelkollegen im Lauf der Jahre wissen wir, dass die erste Rutenanschaffungen häufig ein Flop waren. In vielen Fällen deshalb, weil die Empfehlungen von erfahrenen Anglern aus dem Bekanntenkreis kamen, die wenig von den Bedürfnissen eines Anfängers in Erinnerung hatten.

Mein Ratgeber war z.B. ein überzeugter Grundangler, sodass meine Erstrute ein 1,5 m langer Vollglasstock war. Dieser taugte im Endeffekt allerdings weder für meine Friedfischangelei am Vereinsteich noch für die Posenangelei an der Talsperre.

Was also sind die Bedürfnisse eines Anfängers beim Angeln? Nun, diese können durchaus unterschiedlich sein, sich im Laufe des Anfängerlebens schnell ändern oder auch komplett wegfallen, wenn das Hobby aufgegeben wird.

Wir empfehlen Dir für den Beginn Deiner Anglerkarriere das Folgende zu beachten:

  1. Am Anfang nur eine kleine Summe in das Angelgerät investieren.
  2. Nicht mehr als zwei Ruten (plus Rollen) kaufen.
  3. Das Angelgerät auf einen möglichst breiten Einsatzbereich auslegen und keine speziell auf eine Angelart ausgelegtes Ausrüstung kaufen.
  4. Auf eine bequeme und unkomplizierte Handhabung des Gerätes achten.
  5. Auf Gebrauchstüchtigkeit und Robustheit des Materials achten.

Als Anfänger-Angelrute würden wir eine universelle Friedfischrute empfehlen, die für die leichte bis mittlere Angelei ausgelegt ist. Hierzu bietet sich eine 3 m lange Teleskoprute mit einem Wurfgewicht von ca. 10 – 30 g an, die eine gemäßigte Spitzenaktion mitbringt.

Eine solche Rute ist sowohl für die Posenangelei auf alle Weißfischarten, sowie Forellen, Schleien und kleinere Karpfen brauchbar – eignet sich aber genauso gut auch für alle Spielarten der Grundangelei. Wie beispielsweise beim Angeln auf Barsch oder Zander mit totem Köderfisch.

Teleskopruten sind für Anfänger leicht zu handhaben, weisen meist ein kleines Packmaß auf und können somit problemlos im Rucksack auf dem Zweirad transportiert werden. Außerdem sind Teleruten ideal handelbar mit der kompletten Rollen- und Ködermontage, die beim Transport nicht entfernt werden muss.

Das Wurfgewicht von 10 – 30 g passt hervorragend für die Weißfischangelei – spricht aber auch nicht gegen eine kräftige Schleie oder einen großen Brassen, der an die Angel geht. Selbst kleinere Karpfen um die 2 bis 3 kg kann eine solche Rute problemlos händeln. Als passende Rolle bietet sich eine Stationär-Rolle der Größe 2000 bis 3000 an, so dass die Kombination auch vom Gewicht her gut zu fischen ist.

Wenn sofort eine zweite Rute angeschafft werden soll – was grundsätzlich nicht notwendig ist – sollte es eine Raubfischrute sein, die für das Angeln mit Kunstködern ausgelegt ist. Mit dieser und der vorhergehenden Rute bist Du dann, was die Angel- und Fischarten betrifft, schon ganz gut (und vor allem weitgehend) komplett ausgerüstet.

Als Kunstköderrute würden wir eine zwei- oder mehrteilige Steckrute empfehlen, die für Wurfgewichte bis 40 g ausgelegt ist und Spitzenaktion aufweist. Eine solche Rute ist federleicht für ermüdungsarmes Blinkern – und kommt mit kleinen Blinkern oder Gummifischen für Barsch und Forelle genauso gut zurecht, wie mit Zander- und Hechtködern von 10 – 20 g Eigengewicht.

Für die Uferangelei würden wir ein 2,20 bis 2,40 m langes Modell kaufen, für die Bootsangelei kann es kürzer sein – bis hinunter zu 1,80 m. Falls das Transportmaß wichtig sein sollte, kannst Du bedenkenlos auch ein kurzgeteiltes Modell dieses Rutentyps wählen. Als Rolle wäre hier ein 2500er-Modell ideal. Bei Bedarf kann es auch eine Nummer kleiner oder größer sein.

10.1 Beispiele (Empfehlungen) für eine Anfänger-Angelrute

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Rute 1: Teleskop 3 m mit 10 – 30 g Wurfgewicht.

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Sänger Bionic Phase 3 Tele 40 - Länge: 3 m; WFG: 10 - 40 g; Gewicht: 230g; Preis: 27,99 €
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DAM Spezi Stick Tele Trout - Länge: 3 m; WFG: 10 - 30g; Gewicht: 245 g; Preis: 33,52 €
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Daiwa Legalis Tele - Länge: 3 m; WFG: 10 - 50 g; Gewicht: 245 g; Preis: 54,90 €

Rute 2: Spinnrute 2,1 – 2,4 m mit einem Wurfgewicht bis 40 g.

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ABU Garcia Vendetta Spin - Länge: 2,13 m; WFG: 10 – 30 g; Gewicht 122 g; Preis: 46,99 €
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Spro Mobile Stick - Länge: 2,40 m; WFG: 7 - 28g; Gewicht: 178 g; Preis: 73,99 €
Shimano Alivio DX Spin - Länge: 2,20 m; WFG: 10 - 40g; Gewicht: 161 g; Preis: 29,90 €

Für die beiden Rutentypen passt jeweils eine Stationärrolle der Größe 2000 – 3000. Im Folgenden findest Du zwei Beispiele für preiswerte Markenmodelle, die für den Anfang ausreichen sollten.

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Shimano FX 2500 - Preis: 24,12 € (links) Daiwa SweepFire 2500 – Preis: 25,93 € (rechts)
AusrüstungsteilPreis
Rute: Sänger Bionic Phase 3 Tele 4027,99 €
Rolle: Shimano Alivio DX Spin29,99 €
Rute: Shimano FX 250024,12 €
Rolle: Daiwa Sweepfire 250025,93 €
Zubehör90 €
Summe197,94 €

10.2 Wie viel kostet eine Anfänger-Angel bzw. -Angelausrüstung?

Nehmen wir jetzt einmal die beiden preiswertesten Ruten aus unserem Vorschlag, diese beiden Rollen und eine Schätzung von 90,00 € für das Zubehör wie Kescher, Schnur, Haken usw. Mit dieser Angel-Grundausstattung für Anfänger kannst Du mit sparsamem Walten mit rund 200,00 € zurechtkommen. Und das für zwei anständige Ruten mit zwei ebenso anständigen Rollen.

11. Wie findest Du Deine perfekte Angelrute?

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Es müssen zuerst einmal zwei grundlegende Entscheidungen getroffen werden.

  • Erstens die Frage wofür die Rute verwendet werden soll: Ist ein Allroundmodell angedacht? Oder soll es ein spezialisiertes Modell auf eine bestimmte Fischart oder Angeltechnik sein?
  • Eine Kostengrenze wird es zweitens üblicherweise auch geben.

Die weiteren Entscheidungsfilter können sein:

  • Süss- oder Salzwasser?
  • Leichte, mittlere oder schwere Angelei?
  • Angeln vom Boot oder vom Ufer?
  • Transportmaß wichtig?
  • Steckrute oder Teleskoprute?
  • Stationäre Rolle oder Multirolle?

Ein kurzes Beispiel:

Nächstes Jahr geht es im Sommer nach Schweden an einen Süßwassersee mit Hecht-, Zander- und Barschbestand. Es soll vom Ufer aus geangelt und nur eine passende Rute gekauft werden.

Getroffene Entscheidungen: Süßwasserfisch (Hecht, Zander, Barsch), Allroundrute und vorwiegend Spinnfischerei.

Vorgehensweise: Tabelle 2 zeigt unter Hecht, Zander und Barsch Posen- und Spinnruten für leichte (Barsch) bis schwere Angelei (Hecht). Also muss ein tragbarer Kompromiss her. Dazu stellen wir die Schnittmenge in Tabelle 1 her. Das wäre ca. 2,70 m, WFG mittel, Aktion 2 (besser progressiv) sowie schneller Blank.

Rutenbeispiel: Sportex Nitro 2,70 m / WFG 19 - 54 g / schneller Blank / leicht semi-parabolisch / 171 g Eigengewicht. Eine Traumrute, die preislich um die 200,00 € liegt. Bildnachweis: www.sportex.de

Für die Spinnangelei würden wir eine etwa 2,70 m lange Rute mit progressiver Aktion und einem WFG von 15 – 50 g wählen. Das ist noch leicht genug für Barsch – sowie schwer genug für einen mittleren Hecht. Ganz große sind vom Ufer aus im Sommer eher nicht zu erwarten. Auf Zander ist das auch ganz prima. Bei der Rutenlänge könnte man das Geschirr auch zum Posenangeln in Ufernähe und zum nächtlichen Grundangeln auf Zander verwenden.

In den folgenden Tabellen erhältst Du die gesammelte Übersicht der Eigenschaften einer Angelrute, welche Du bei Deiner Kaufentscheidung berücksichtigen solltest. Sie soll Dich dabei unterstützen Deine eigenen Überlegungen beim Kauf einer Angel anzustellen und Dir die Auswahl erleichtern. Tabelle 1 ist die Grundtabelle. Die beiden anderen sind zielfischbezogen bzw. weisen besondere Angeltechniken aus. Auf die Tabelle 1 wird in den nachfolgenden Tabellen Bezug genommen.

Die Tabellen selbst erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die angegebenen Werte sind lediglich Anhaltspunkte und nicht als feste Größen zu verstehen. Für die Rutenaktionen werden nur Zahlen (bzw. der Buchstabe p) verwendet:

  • 1 = Spitzenaktion,
  • 2 = gemäßigte Spitzenaktion,
  • 3 = parabolische Aktion und
  • p = progressive Aktion.
Angelrute Spinnrute Abb. 17, Diabolo x Pose Balzer, Ruten Basis Artike
Rutenbeispiel: Balzer Diabolo X Posenrute 3,60 m / WFG 5 - 32 g / Gewicht 246 g / preislich mit rund 70,00 € im mittleren Bereich. Bildnachweis: www.balzer.de

Tabelle 1 nach Art der Angelrute (Spinn-, Grund-, Posen- und Fliegenfischerei):

Angel ArtArt des FischensAktionLänge (m)Wfg (g)KöderFische
SpinnangelnLeicht11,80-2,405-20AlleAlle Raubfische, Barsch
Mittel22,00-2,7020-40KunstköderZander, Hecht, Forelle
Schwer22,70-3,0040-100Lachs...
Posen AngelnLeicht13,00-6,002-15Allealle Fischarten
Mittel1-22,70-3,9020-40Naturköder
Schwer1-22,40-3,9040-100
GrundangelnLeicht1-22,00-4,0010-30NaturköderAlle Fische, die Futter vom Grund aufnehmen.
Mittel30-70
Schwer2-380-120
Fliegenfischen4-52,00-2,60WFTAKunstfliegeAlle Fische, die Insekten von der Wasseroberfläche fressen.
6-72,20-2,60
8-92,60-3,30
gute_barschrute_forellenrute
Rutenbeispiel: Sportex X-Act Trout für die leichte Angelei auf Forelle und Barsch / Länge 1,95 m / WFG 3 – 19 g / Eigengewicht 75 g / Preislich bei ca. 200,00 €. Bildnachweis: www.sportex.de

Tabelle 2 nach Zielfisch (Weißfisch, Wels, Forelle, Karpfen, Barsch, Hecht, Zander, …)

FischartAngel Art (s. Tabelle 1)Spezielle Angeltechniken
WeißfischePose leicht
Grund leicht
Feeder, Schwingspitze
ForellePose leicht-mittel
Spinn leicht
Fliege 4-5
Scrubolino
BarschPose leicht
Spinn leicht
Dropshot, Vertikal, Jerk
ZanderGrund leicht-mittel
Pose mittel
Spinn leicht-mittel
Dropshot, Vertikal, Jerk
HechtPose mittel-schwer
Spinn mittel-schwer
Dropshot, Vertikal, Jerk
KarpfenPose mittel
Grund mittel-schwer
SchleiePose leicht-mittel
Grund leicht-mittel
AalGrund mittel
WelsGrund schwer
Spinn schwer
Vertikalangeln
Dorsch, Seelachs, HeilbuttBootsruten
20/30/50 lbs
Pilken, Jiggen, Schleppen, Blinken

Tabelle 3 nach Angeltechniken (Feeder, Jiggen, vertikal…)

In den letzten Jahren sind einige Angeltechniken aus dem angelsächsischen Raum bei uns sehr populär geworden. Angeln mit Feeder (Zitterspitze) und Quiver (Schwingspitze) sind besondere Techniken der Grundangelei, bei welchen die Spitze der Rute als Bissanzeiger fungiert. Diese Techniken gibt es allerdings schon länger.

  • Jiggen,
  • Jerken oder Dropshoten,
  • Vertikalangeln (grundnah) und
  • pelagisches Angeln (Freiwasser)

hingegen sind Sonderformen des modernen Spinnangelns. Alle dieser Techniken stellen einerseits besondere Anforderungen an die Rute dar und brauchen andererseits ein Boot als Angelplattform. Falls Du direkt über dem Fisch angeln möchtest (vertikal, pelagisch), ist auch ein Echolot (optimalerweise mit SideScan-Technik) vonnöten.

welche_ist_die_beste_angelruten_marke
Rutenbeispiel: Balzer Masterpiece Light-Medium Feeder 3,90 m / WFG 0 - 80 g / Gewicht 270g / Preis: ca. 160,00 € Bildnachweis: www.balzer.de

Die Ruteneigenschaften für diese Arten von Spinnangelei sind untereinander sehr ähnlich. Zu den gemeinsamen Eigenschaften gehören:

  • Spitzenaktion,
  • ein schneller Blank,
  • ein kräftiges Rückgrat
  • sowie die Zielfische Barsch, Zander und Hecht.

Einige dieser Angeltechniken lassen sich auch auf die Großen anwenden – z.B. Vertikalangeln auf Wels oder Jiggen im Salzwasser auf Seelachs und Dorsch – dann muss das Geschirr aber deutlich schwerer ausgelegt sein (bis 220 g WFG) als die Tabelle es hier für den Süßwasserbereich ausgibt.

AngeltechnikArtAktionLänge (m)Wfg (g)KöderTabelle 1
FeedernLeicht2, p3,30-3,50NaturköderGrundangeln
Mittel2, p3,50-3,90
Schwer2, p3,90-4,20
Quiver2, 3, p2,40-2,9010-50NaturköderGrundangeln
Jiggen1, schnel, gutes Rückgrat2,70-3,0030-40GummiSpinnangeln
Jerken1, hart, starkes Rückgrad1,80-2,2030-80Jerkbaits und Wobbler ohne SchaufelSpinnangeln
Dropshoten1, kräftiges Rückgrad2,00-2,3010-25GummiSpinnangeln
Vertikal1, steife Spitze1,80-2,1010-50KunstköderSpinnangeln
pelagisch11,80-2,2020-60KunstköderSpinnangeln
karpfenrute
Beim nächtlichen Karpfenangeln muss man sich auf seine Ausrüstung verlassen können. Gerade, wenn der direkte Sichtkontakt fehlt, ist die Pufferung der Rute bei plötzlichen Fluchten des Fisches von entscheidender Bedeutung. Bildnachweis: www.sportex.de

12. Fazit – Welche ist die beste Angelrute für mich?

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Auch die besten Kriterien für eine passende Rutenauswahl und alle daraus resultierenden Überlegungen sind für den anschließenden Kauf zwar hilfreich – jedoch nicht vollkommen ausreichend. Erst, wenn Du das gute Teil einmal in der Hand hattest und mit seinen Eigenschaften in der Praxis zufrieden warst, weißt Du, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast. Mit den von uns zur Verfügung gestellten Informationen und Hilfestellungen gelingt Dir der Weg zu einer gesicherten Entscheidungsfindung jedoch hoffentlich gleich um ein Stück besser.

Falls Du noch Fragen, Ergänzungen oder Kommentare haben solltest, lass es uns gerne wissen: Wir freuen uns auf Dein Feedback. Viel Spaß bei Deinem nächsten Angelausflug und “Petri Heil”! – Martin und Jens.

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