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Modernen Fische finden - Der Hecht exklusiv
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Der Folgende Artikel ist als zusätzliche Information zum Kapitel 6 gedacht. Nicht immer gibt es überall in größeren stehenden Gewässern einen vorzüglichen Hechtbestand. Nicht selten scheint eine Bucht oder ein Bereich für Hechte attraktiv. Doch nach vielen erfolglosen Angelausflügen bezweifelt man dann doch, dass sich Hechte dort befinden. Dieser Artikel beleuchtet einen Grund, der dieses Phänomen erklären kann. 

Mittlere (40 – 100 ha) und große Gewässer (über 100 ha) scheinen bestens geeignet zu sein, um viele Hechte zu produzieren. Aber wie immer man so schön sagen kann: „Es kommt darauf an“, denn große Gewässer können einer guten Hechtpopulation auch große Hürden in den Weg legen. Wenn man sich mit den Strukturen im See ausführlich beschäftigt, wird man gute Hotspots für Hechte sehr leicht eingrenzen können.

Für eine optimale Entwicklung benötigen Hechte in jedem Lebensalter bestimmte Voraussetzungen – Zwingend! Hechte im ersten Lebensjahr sind an ein flaches stark bewachsenes Ufer gebunden. Die ersten Wochen nach dem Schlüpfen, findet man sie oft in einer Wassertiefe bis zu einem Meter. Je dichter der Pflanzenbewuchs ist, desto geschützter sind sie vor Angriffen ihrer Artgenossen oder anderer Räuber. 

Die Hechte, die den ersten Sommer überlebt haben, müssen ihre Reviere verlegen bzw. erweitern, da das Dickicht des unmittelbaren Ufers oft zu dicht für eine optimale Jagd ist. Die Vergrößerung bzw. Verlegung der Reviere ist allerdings oft nicht hat ganz so einfach.

Wenn Hechte bestimmte Standorte nicht erreichen oder verlassen  können

Für junge Hechte können aufgrund der Größe vieler Seen und einem unüberwindbaren Freiwasser, andere Standorte mit besseren Lebensbedingungen nicht erreichbar sein. Ist die Freiwasserzone tief und ohne Pflanzenbewuchs, findet man Hechte nur sehr selten weiter als 300 – 400 m von der Uferzone entfernt. Egal welche Größe sie haben! Wenn wir uns also zum Schleppen auf den Weg machen, sollten wir einen sehr guten Eindruck von der Tiefenstruktur des jeweiligen Sees haben. Das Boot sollten wir eher dichter an den Kanten der Uferzonen vorbeiführen als zu weit entfernt.

Eine unüberwindbare Freiwasserzone wird häufig durch tief abfallende Uferkanten markiert. Wenn das nächste Ufer dann wieder etliche hundert Meter entfernt ist, reduziert das die Wahrscheinlichkeit, dass mittlere Hechte des einen Ufers das andere Ufer aufsuchen. Sie sind dann quasi an ihr Ufer gebunden, bis sie eine Größe erreicht haben, die die Gefahr selbst gejagt zu werden reduziert. Es kann sogar vorkommen, dass es in einigen Bereichen keinen guten und in anderen einen sehr guten Hechtbestand gibt – obwohl es sich um dasselbe Gewässer handelt.

Ein Hauptgrund für einen guten oder schlechten Hechtbestand in einem Gebiet ist der sinkende Wasserspiegel zum Hochsommer hin. Dieser kann gut und gerne mal um bis zu 1 m in mittleren Breitengraden sinken. Geht es Richtung Süden, wo die Sommer noch heißer werden, gilt dieser Umstand umso mehr. Wenn flache Uferbereiche (0,5 – 2 m) im Frühjahr noch genügend jungen Hechten Platz bieten können, müssen diese im Sommer zwangsläufig ausweichen, wenn sie denn können und der Weg nicht durch das unüberwindbare Freiwasser blockiert ist. Bleibt der Wasserstand durch diverse Regulierungen der Zuflüsse konstant niedrig, fallen die guten Laichgründe weg und der Hechtbestand wird in kürzester Zeit extrem niedrig sein.

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