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Echolote

CHIRP Echolot Geber Fuktionsweise
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Die Beschreibung eines Echolotes strotz voller Fakten und Fremdwörter. Doch was bedeuten die technischen Details wirklich? Welche Features braucht man?

Es hat sich viel getan, seit der Physiker Alexander Behm 1916 und 1920 Patente für das Echolot einreichte. Die Hersteller Lowrance, Garmin, Humminbird und Co. überbieten sich mit neuen Entwicklungen selbst. Immer neue Entwicklungen lassen uns bessere Einblicke in die Unterwasserwelt geben. Wo früher nur grobe Punkte auf den Anzeigebildschirmen zu sehen war, hat man heute teilweise das Gefühl, echte Fotos sehen zu können.

Doch was bedeuten unterschiedlichen Techniken wie CHIRP, DownScan Imaging™, Down Imaging (DSI)™, Side Imaging und Structure Scan HD™ genau. Genau hiermit setzen wir uns in diesem Artikel auseinander.

Wie funktioniert ein Echolot Sonar?

Bevor wir uns der Funktionsweise von CHIRP und den fotorealistischen Darstellungen bei Echoloten widmen, benötigen wir als Grundlage, das Wissen um die Funktionsweise der unterschiedlichen Frequenzen. Das führen wir hier auch nur kurz auf, da wir diesen Sachverhalt in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema “Angeln mit Echolot” schon beschrieben haben. Für noch ausführliche Informationen, empfehlen wir Euch einen Blick in den “Echolot Ratgeber” zu werfen.

Wenn ein Geber eine Schallwelle ins Wasser sendet, spricht man von einem Ping. Die Schallwelle ist ein Ton, der durch ein Vibrieren eines Kristalls erzeugt wird. Der Ton/ Schall hat eine bestimmte Frequenz. Die meisten Echolote arbeiten im 2D Sonarbereich mit einer Frequenz von 50 kHz bis 200 kHz. Die Wellenlänge bei 200 kHz ist wesentlich kürzer als bei 50 kHz (Wellenlänge Ultraschall – 7,5 mm bis 30 mm), so dass bei 200 kHz viel mehr Details erfasst werden, als bei 50 kHz. Mehr Schallwellen treffen auf das Objekt und werden nach oben zum Geber reflektiert.

39-Frequenz-Schallwelle-Funktionsweise

Bei einer hohen Frequenz sind die einzelnen Schallwellen kürzer als bei einer niedrigen Frequenz.

Die jeweilige Frequenz hat einen großen Einfluss darauf, wie tief der Schall ins Wasser gelangt. Auch bei entscheidet die Frequenz darüber, in welchem Abstand Fische zueinander überhaupt als einzelne Fische erkannt werden. Dieser Unterschied ist gewaltig, denn bei 50 kHz können Fische, die enger als 50 cm zueinander stehen, gar nicht als einzelne Fische erkannt werden. Dies hängt direkt mit der Entfernungsauslösung zusammen und sollte jedem Echolotbesitzer und -käufer bewusst sein. Wie gehen in unserem Buch der große Echolot-Ratgeber ebenfalls sehr detailiert auf die Entfernungsauflösung ein.

Die einzelnen Schallwellen einer hohen Frequenz treffen ein Objekt viel öfter, als eine Schallwelle einer tiefen Frequenz. Bildlich gesprochen wird der Fisch detaillierter gescannt.


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Was ist das CHIRP Sonar?

Bisher sendete der Geber immer eine Schallwelle einer Frequenz nacheinander und setzte aus den zurückkommenden Echos das Bild zusammen. Bei CHIRP ist es anders. Hier sendet der Geber gleichzeitig mehrere Schallwellen unterschiedlicher Frequenzen aus und analysiert die zurückkommenden Echos dieser Frequenzen. Da höhere Frequenzen sensiblere Echos erlauben und kleinere Frequenzen tiefer eindringen können, baut das CHIRP Sonar aus noch mehr Informationen detailreiche Bilder zusammen. CHIRP steht für Compressed High-Intensity Radiated Pulse. Diese Art von Sonar setzt mit Sicherheit Standards in der Technik der Echolote. Lowrance hat die CHIRP Technologie im Elite 7 Ti Touchscreen Echolot fantastisch umsetzt.


Tipp

“Du möchtest wirklich wissen, warum CHIRP bis zu 1.000 mal bessere Bilder liefert als Echolote mit einer festen Frequenz?” Hole Dir hier 20 kostenlose Seiten. Hier siehst du die enormen Möglichkeiten von CHIRP und wie du dein Echolot optimal in der Praxis einsetzen kannst. Der große Echolot Ratgeber.

Was ist Down Imaging, DownScan Imaging (DSI), ClearVü oder DownVision?

Down ImagingDownScan Imaging, ClearVü oder Downvision stehen für die fotorealistische Darstellung von Strukturen oder des Bodens direkt unter dem Boot bzw. unter dem Geber. Die realistische Darstelung wird durch die Nutzung hoher Frequenzen und eine spezielle Software ermöglicht die die emfangenen Echolotsignale umwandelt und interpretiert. Normalerweise arbeiten Echolote mit Dualbeam mit 2 verschiedenen Frequenzen im Bereich zwischen 50 kHz und 200 kHz.

Unterschiedliche Namen unterschiedlicher Hersteller

  • DownImaging – Lowrance
  • DownScanImaging (DSI) – Humminbird
  • ClearVü – Garmin (in Europa)
  • DownVision – Raymarine)

Beim Down Imaging bzw. DownScan Imaging werden hohe Frequenzen von 400 kHz plus benutzt, um viele Details für eine für unser Auge scharfe Bilddarstellung zu empfangen. Dabei wird der Schall nicht in einem Kegel nach unten gesendet, sondern in schmalen Streifen. Auf dem folgenden Bild ist das in der Draufsicht gut zu erkennen.

09-Funktionsweise-sidescan-Sidevü

Beim SideScan sendet das Sonar den Schall zu beiden Seiten.

Der Ausgangskegel ist meistens breit < 45°. Diese hohen Frequenzen ermöglichen aus den Informationen die Erstellung fotorealistischer Bilder. Je höher die Frequenz und je größer Auflösung der Displays (Anzahl der Bildpunkte) der Fischfinder Echolote ist, desto realistischer ist die Darstellung.

Wichtig ist die Tatsache, dass die fotorealistischen Bilder für das Erkennen von Strukturen sehr gut einsetzbar sind. Diese Strukturen verraten oft völlig unbekannt Hotspots erfolgreiches fischen.

Eines der günstigsten Echolote mit dieser neuen Technologie Lowrance HOOK 4 X Sonar

B016QVXTS6


Welche Nachteile haben fotorealistische oder hohe Frequenzen?

Je höher die Frequenz ist, desto geringer ist die Reichweite der Schallwelle. Man kann davon ausgehen, dass eine 400 kHz Frequenz bis zu einer Tiefe von 40 bis 70 m gut einsetzbar ist. Das bedeutet, dass die Schallwelle

  1. den Boden erreicht,
  2. nicht durch Störungen im Wasser erlischt und
  3. das Echo noch genug Energie hat, wieder zum Boot zu gelangen.

Ist die Frequenz höher, wie z.B. beim Humminbird Mega Imaging, reduziert sich diese Entfernung. Diese neueste Echolot-Reihe von Humminbird nutzt unglaubliche 1.200 kHz. Das liefert rattenscharfe Bilder bis zu einer Entfernung von 30 – 40 Metern. In den meisten europäischen Gewässern dürfte das ausreichend sein, denn niemand nutzt nur fotorealistische Anzeigen beim Angeln.


Einer unserer Favoriten in der Preisklasse bis 2.000 Euro – Helix 9,10 und 12 CHIRP SI Mega Imaging Serie (2. Generation)

Schlageter Helix CHIRP SI Mega Fischerkennung S01968

Bild erhalten von www.angel-schlageter.de – schön zu erkennen sind die Schatten der Fische!!!

Der neue MEGA-Geber mit 7 Elementen verfügt über folgende Sendekegel und Frequenzen (Side Imaging 180° Abdeckung, Dual
Beam PLUS™ mit SwitchFire und Down Imaging):
– 2 x 85°-Sendekegel, 1.200 kHz @ -10dB (MEGA),
– 2 x 55°-Sendekegel, 800 kHz @ -10dB
– 2 x 85°-Sendekegel, 455 kHz @ -10dB
– 20° & 60°-Sendekegel, 200 & 83 kHz @ -10dB

Die Helix 9, 10, 12 Serie unterscheidet sich in der Displaygröße mit 9 Zoll, 10 Zoll und 12 Zoll. Aus unserer Sicht wirklich tolle gelungene neue Echolote!! Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Herstellerangaben:

DI Geber:

  • Unterer 2D Frequenzbereich:185 kHz – 225 kHz
  • Hoher 2D Frequenzbereich: 440 kHz -490 kHz
  • Unterer DI Frequenzbereich: 420 kHz – 520 kHz
  • Hoher DI Frequenzbereich: 790 kHz – 850 kHz

SI und 2D Geber:

  • HIGH 2D Frequenzbereich: 175 kHz – 225 kHz
  • MEDIUM 2D Frequenzbereich: 75 kHz – 95 kHz
  • LOW HB 2D Frequenzbereich: 40 kHz – 60 kHz
  • DI/SI Frequenzbereich: 420 kHz – 520 kHz

fischfinder humminbird-Helix9-10-12-_MEGA

Helix 9,10 und 12 CHIRP SI Mega Imaging Serie (2. Generation)

Preis: ab EUR 1.699,00

mehr Infos…


Was ist Side Imaging und Side Scan?

Beim Side Imaging wird der Schall zu beiden Bootsseiten gelenkt. Dafür darf der Geber nicht durch Bauteile vom Motor oder von anderen Bootsteilen verdeckt sein. Es gilt freie Sicht für den Geber!!! Gerade, wenn wenig Platz bei kleinen Booten ist, sollte man sich vor dem kauf eine mögliche Montage des Geber schon mal anschauen.

  • SideScan – Lowrance
  • SideImaging – Humminbird
  • SideVü – Garmin-Echolote
  • SideVision – Raymarine

Das SieScan Echolot arbeitet ebenfalls oft mit Frequenzen von < 4000 kHz und wird seitlich abgestrahlt, so dass eine Art Luftaufnahme unter Wasser entsteht. Die hohe Frequenz des Echolotgebers liefert viele Details und bietet je nach benutzter Frequenz eine Reichweite von bis zu 75 m zu jeder Seiten. Der riesige Vorteil des SideImaging besteht darin, dass man weniger Strecke mit dem Boot abfahren muss, als mit einem herkömmlichen 2D – oder DownImaging Geber. So kann man schneller tolle Hotspots finden.

>>> Lest auch: Top 5 Echolote bis 500€ mit CHIRP und Side Imaging <<<

Wichtig ist, dass das Boot sich mit maximal 15 km/h durch das Wasser bewegt. Weniger ist hier besser. Ebenfalls solltet Ihr eine möglichst gerade Linie fahren, da die Seitenbilder sonst verfälscht werden und Details einfach nicht dargestellt werden oder sich die ankommenden Frequenzen überlappen und zu Fehlinformationen führen. Wer sich ein Echolot mit SideScan oder wie das auch immer beim jeweiligen Hersteller heißt, sollte sich mit dem Schatten von Echoloten befassen, um nicht einfach an den besten Hotspots vorbei zufahren!!! (Echolot Ratgeber S. 124 ff)

Schaut Euch das Humminbird Helix 7 SI an. Dieser hat einen Kartenplotter inklusive.

Humminbird Helix 7 SI

Echolot humminbird helix7cx

Preis: ab EUR 799,99

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Herstellerangaben

  • Max. 450 m bzw. 100 m (DI) bzw. 35 m (SI) Wassertiefe (ca. 180m im Salzwasser im Sonarbild)
  • Side Imaging, Down Imaging®, DualBeam PLUS™ mit 20°, 60° und 85°-Sendekegel, 200/83/455 kHz @ -10 dB, Ausgangsleistung 4.000 W p/p bzw. 500 W RMS, Wassertemperatur
  • 17,78 cm (7″) TFT-Farbanzeige, 800 x 480 Bildpunkte, 256 Farben, LED Hintergrundbeleuchtung
  • Fish ID+™, Anzeige der Fischsymbole mit Tiefenangabe
  • Structure ID®, Anzeige der Bodenstruktur
  • SWITCHFIRE Technologie
  • Einstellung der Bildablaufgeschwindigkeit
  • Große und gut ablesbare, digitale Zahlenwerte
  • Tiefenalarm, Fischalarm (für alle drei Fischgrößen)
  • Manuelle o. automatische Einstellung von Zoom, Empfindlichkeit und Tiefenbereich
  • Kompakte Bedieneinheit, kippbare Bügel-Halterung
  • Interne GPS-Antenne
  • Seekartenplotter – für Navionics Seekarten (SD/MSD-Format)
  • Wegpunkte, Routen, Tracklinien: 2.500, 45, 50/20,000
  • Kompatibel mit Humminbird Autochart™ und Autochart™ PRO


Was ist StructureScan HD?

Structure Scan HD™ ist eine eingetragene Marke vom Echolothersteller Lowrance. Es ist ein separates Modul, welches die Vorteile vom DownScan Imaging™ (DSI) und vom SideScan verbindet und daraus ein fotorealistisches Bild der gesamten Unterwasserwelt unter und neben dem Boot erzeugt. Auch hier werden wieder die zwei Frequenzen 455 kHz und 800 kHz eingesetzt und aus den drei dimensionalen Daten wird für das Display ein zwei dimensionales Bild erzeugt. Bis zu einer Wassertiefe von ca. 50 m können so die realistischen Bilder rund um das Boot im Umkreis von ca. 76 m generiert werden. So erhaltet Ihr einen umfassenden Überblick, was unter und neben Euren Füssen passiert und könnt sofort die Hotspots aufsuchen und spart Euch stundenlanges Suchen. Ein versunkener Baum sieht auch aus wie ein Baum und Felsen werden als Felsen angezeigt. Ihr seht die Entfernung und die Tiefe der Objekte. Ihr müsst die Meisteraufgabe der Interpretation nun nicht mehr vollständig beherrschen.

Die Wassertiefe bis 50 m ist für unsere heimischen Gewässer vollkommen ausreichend. Mit einer Geschwindigkeit des Bootes bis zu 15 km/h kann diese Technik der Echolote arbeiten. Wichtig ist hierbei, dass der Geber störungsfrei am Boot montiert wurde. Lest hierzu unseren Artikel über die häufigsten Fehler bei der MontageDer Spass kostet auch natürlich mehr als ein herkömmliches Echolot. Mit dem Model HDS-7 Generation 3 aus der Lowrance HDS-Live-Serie könnt Ihr den Einstieg wagen. 

Lowrance HDS 7 3.Gen CHIRP (UPDATE: Nachfolger HDS 7 live)

Lowrance HDS7.3gen

Preis: ab EUR 1.199,00

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Herstellerangaben

  • 178 mm (7 in.)-Breitbild-Multitouch-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Verbesserte Lowrance-Schnittstelle mit Touchscreen- oder Tastatur-Option
  • CHIRP Sonar and StructureScan® HD-Darstellung zur selben Zeit
  • Integrierte drahtlose Konnektivität mit der Lowrance GoFree App und anderen Onboard-Geräten
  • Plug- and-Play-Kompatibilität mit Lowrance-Leistungsmodulen — Broadband Radar, SonicHub Marine Audio, Class B AIS und DSC VHF – sowie branchenführende Technologien wie SmartSteer-Steuerung für MotorGuide PinpointGPS und den Lowrance Outboard Pilot.
  • Verbindet und kommuniziert mit den Multifunktions-Displays HDS Gen2 Touch und HDS Gen2
  • Duale Ethernet-Netzwerkanschlüsse
  • Micro-C-Anschluss für NMEA 2000®-Geräte
  • Video-Eingang über optionales Adapterkabel
  • Derselbe Flush-Mount-Ausschnitt und Halter wie HDS-7 Gen2 Touch unterstützt durch das Lowrance Advantage Service Programm

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