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Hechte angeln

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Neben den chemischen und biologischen Einflussfaktoren, beeinflussen ebenso zeitliche Faktoren den Hecht und sein Verhalten: Kalenderperioden! 10 sind es gesamt.

Wer eine ungefähre Vorstellung über das unterschiedliche Verhalten des Hechtes während dieser 10 Abschnitte im Jahr hat, wird seine Fänge deutlich steigern.

Kalenderperioden? Reicht es nicht über die Jahreszeiten zu sprechen?

Also, wenn es heißt: „Im Frühjahr steht der Hecht sehr flach“ oder „im Herbst beißt er wie verrückt an den Kanten“ – gibt uns das nicht einen sehr guten Eindruck davon, wie und wo der Hecht zu finden ist und am besten beißt?

Die Antwort lautet ganz klar: Nein! 

Denn jede Jahreszeit umfasst einen Zeitraum von ca. drei Monaten. In diesen können sich die Lebensbedingungen genauso unter wie auch über Wasser, jedoch sehr schnell ändern, so dass sie ganz andere Ansprüche an unser Angeln notwendig machen. Erinnern wir uns an den möglichen Sauerstoffmangel im Hochsommer oder nehmen wir den Frühling als Beispiel.

Der Hecht laicht im Frühjahr. Während dieser Zeit wird er das Fressen komplett einstellen. Aber es gibt auch eine Zeit vor und nach dem Laichen, in der er mehr und häufiger frisst. Zum Laichen halten sich alle großen Hechte eines Gewässers in Ufernähe auf, so dass man im Freiwasser erfolglos seine Bahnen drehen wird. Nach dem Laichen ziehen die Hechte in ihre jeweiligen Sommerreviere – aber nicht alle gleichzeitig.

Welche Wassertemperatur braucht der Hecht in der Laichzeit?

Auch zeitlich gibt es keine klare Einteilung, denn Hechte laichen nicht einfach im März nach dem Kalender, sondern bei Wassertemperaturen von 5–12 °C. In einem Jahr wird diese Optimaltemperatur im März erreicht, in einem anderen erst im April.

Flache Seen erwärmen sich außerdem generell schneller als große oder tiefe. Das gleiche gilt für Seen, die im Flachland liegen. Ob Süd oder Nord: auch die geografische Lage spielt eine wichtige Rolle für die Dauer der einzelnen Perioden, die der Hecht im Laufe eines Jahres durchlebt.

Dies zeigt uns eindeutig, dass die Frage, wo sich die Hotspots für das Hechtangeln im Frühjahr befinden, nicht so einfach definitiv beantwortet werden kann.

Es kommt darauf an:

  • Darauf, wie tief das jeweilige Gewässer zu einem bestimmten Zeitpunkt ist,
  • wie sich seine Temperatur im jeweiligen Jahr entwickelt hat,
  • oder auch wie trüb das Wasser ist,

etc.

Was vor der Laichzeit stimmt und aus anglerischer Sicht funktioniert, kann im Frühsommer oder Hochsommer für Schneidertage sorgen. Köderfarben, die mit Fotos dicker Hechtfänge als Beweis  angepriesen werden, werden nur allzu leichtherzig für die eigene Box gekauft.

Doch oft wird vergessen, dass sie zwar in einem Gewässer super funktionieren mögen, aber in anderen eben nicht. Und zu welcher Zeit waren diese Köder noch mal fängig? Tja, das stand jetzt zufällig nicht dabei.

In den USA ist die Einteilung der besten Hotspots, verschiedener Hechtköder und Angeltechniken nach Kalenderperioden zum Standard geworden. Zwar ist diese nicht komplett strikt und streng definiert, die Ansprüche an das Angeln auf Hecht werden jedoch in mehr als nur vier Jahreszeiten unterteilt.

Durch die Ausdehnung der 49 Staaten der USA (Hawaii, Puerto Rico und kleinere Inseln lassen wir mal außen vor – in Alaska finden sich dagegen Northern Pikes) über fünf Zeitzonen und eine Fläche von fast 10 Mio. Quadratkilometern war eine generelle Einteilung der besten Hotspots nach Jahreszeiten von vornherein utopisch.

Es können teilweise Monate zwischen dem Laichbeginn der Hechte in unterschiedlichen US-Staaten und -Seen liegen. Selbst in Deutschland herrschen manchmal unterschiedliche Wetterbedingungen in wenigen hundert Kilometer Entfernung.

Wenn in München schon der Frühling ruft, müssen die Hamburger sich manchmal noch 2 bis 3 Wochen gedulden, um die ersten warmen Sonnentage genießen zu können. Aus diesem Grund macht eine Betrachtung nach Kalenderperioden auch für uns großen Sinn.

Merke: Grundlegendes Wissen über die Kalenderperioden und wie der Hecht durch sie beeinflusst wird, macht uns in der Hotspot- und Köderauswahl sicherer. Durch sie können wir die zeitlichen Anforderungen und Gegebenheiten für das Hechtangeln besser einschätzen, um in weiterer Folge unsere kostbare Angelzeit optimal zu nutzen. Zu erwähnen ist allerdings, dass die Kalenderperioden flexibel zu betrachten sind. Sie unterscheiden sich in ihrer Ausprägung von Jahr zu Jahr, von Breitengrad zu Breitengrad und nicht selten auch von Gewässer zu Gewässer.

Unterschiedliche Hotspots zu unterschiedlichen Jahreszeiten

Die dargestellten Hotspots der einzelnen Kalenderperioden geben uns einen Anhaltspunkt darüber, wo und warum sich Hechte zu einer gewissen Jahreszeit und bei bestimmten Witterungsverhältnissen aufhalten. Natürlich sollten solche Angaben nicht als 100%ig gegeben und unveränderbar betrachtet werden.

Genauso, wie wir niemals alle Faktoren in und am Wasser in einem einzelnen großen Zusammenhang erkennen können, werden Hechte auch nicht immer einer geraden Linie folgen. Kleinste Veränderungen können schon dazu führen, dass einige Exemplare anders reagieren, als wir es erwartet hätten.

Wir haben in den Kalenderperioden bewusst auf die Einteilung in Seen, Flüssen und Talsperren verzichtet, da Hechte sehr stark vegetationsorientiert sind, was wiederum unabhängig vom Gewässertyp ist. Unsere Ausführungen sind somit größtenteils auf die Mehrheit der Hechtgewässer anwendbar.

Genauso sind unsere Ausführungen unabhängig von der Gewässergröße. Ebenso schließen wir explizit das Brackwasser der Meeresregionen mit ein.

Hier mehr über das Hechtangeln im Fluss oder das Hechtangeln im See nachlesen.

Wenn es aus unserer Sicht speziell zu erwähnende Besonderheiten für eine Gewässerart gibt, haben wir sie in einem separaten Abschnitt zusammengefasst.

Diese Darstellung der Hotspots unabhängig vom Gewässertyp, gibt uns die Möglichkeit, unser Wissen in Schubladen zu packen. Schubladen sind toll und wir Menschen sind es gewohnt, in diesen Mustern zu denken.

Trotzdem benötigen wir Angler die notwendige Flexibilität, wenn eine Schublade am Wasser nicht funktioniert, einfach eine andere zu öffnen. So lernen wir uns nach und nach instinktiv an die unterschiedlichsten Situationen am Wasser anzupassen.

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Die durchschnittliche Wassertemperatur über das Jahr in Schweden, Deutschland und Italien.

Die 10 Kalenderperioden für das Hechtangeln

  1. Der Winter ist da – Frost (Wassertemperatur: 0–8 °C)
  2. Vor der Laichzeit (Wassertemperatur: 0–8 °C)
  3. Die Laichzeit (Wassertemperatur: 4–12 °C)
  4. Nach der Laichzeit (Wassertemperatur: 6–12 °C)
  5. Das Ende des Frühjahrs (Wassertemperatur: 10–17 °C)
  6. Sommer (Wassertemperatur: 15–21 °C)
  7. Hochsommer (Wassertemperatur: > 22 °C)
  8. Spätsommer (Wassertemperatur: 15–20 °C)
  9. Herbstumschwung (Wassertemperatur: 10–15 °C)
  10. Kalte Temperaturen (Wassertemperatur: < 10 °C)
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Die Verteilung der 10 Kalenderperioden über das Jahr verteil in Schweden, Deutschland und Italien.

Sehr schön erkennen wir in dieser Darstellung, dass die Kalenderperioden in verschiedenen Regionen unterschiedlich lang oder kurz andauern können. Für den einen Angler wird daher die Sommerperiode wichtiger sein, während andere sich z. B. mehr auf das Frühjahr konzentrieren werden.

Die Einteilung nach Kalenderperioden eröffnet zusätzlich den Vorteil, einen ungefähren Plan für das Angeln im Urlaub zu haben.

Hier mehr über die beste Zeit zum Hechtangeln nachlesen.

Das Ende des Frühjahrs

(Wassertemperatur: 10–17 °C)

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus “Modernes Fische Finden – Der Hecht”

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