Tipp 3 – Warum du nicht jeden Tag einen Hecht fangen kannst?

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Warum du nicht jeden Tag einen Hecht fangen kannst?

Hechte gelten als aktive hungrige Räuber. doch wie viel bzw. wie oft fressen sie wirklich? Dieser spannenden Frage widmen wir uns im folgenden Artikel. Wer über das Fressverhalten des Hechtes bescheid weiß, vermag sein Angeln darauf einstellen. Das hilft vielleicht, den einen oder anderen Hecht mehr an die Angel zu bekommen.

Wie oft Fressen Hechte wirklich?

Hechte fressen, wenn sie Energie benötigen und sich der Hunger einstellt. Ja, die meisten werden es nicht wahrhaben wollen, aber Hechte fressen nicht jeden Tag bzw. müssen nicht jeden Tag fressen. Traurig aber wahr … Die folgende Tabelle stellt uns die durchschnittliche Dauer zwischen den einzelnen Mahlzeiten dar.

Anzahl der Tage zwischen den Mahlzeiten

 

Zeit zwischen dem Fressen (Tage)

Frühjahr

2-3

Sommer

2-5

Herbst

1-2

Winter

10-40

 

Auf den ersten Blick ist der Abstand zwischen den Mahlzeiten eines Hechtes aus unserer Sicht richtig frustrierend. Während wir bisher davon ausgegangen sind, dass die Hechte bei jedem Angelausflug beißfreudig sein werden und wir nur die richtige Zeit am Tag erwischen müssen, belehrt uns die Realität anscheinend eines Besseren. Wenn Hechte im Sommer nur alle 2-5 Tage fressen, und wir nur punktuell mal am Wochenende auf dem Wasser sind, heißt das im Umkehrschluss, dass wir ganz schön viel Glück brauchen, um auf einen hungrigen Hecht zu treffen?

Tipp

Dieser Artikel ist ein Auszug aus aus dem ultimativen Hotspotbuch für Hechte “Modernes Fische Finden – Der Hecht

Modernes Fische finden - Der Hecht

Hm, noch schlimmer sind anscheinend die Wintermonate. Da soll es Zeiten geben, in denen der Hecht 10 bis 40 Tage braucht, um erneut zu fressen? Wer soll denn so Hechte fangen und vor allem, wie soll das für den Hecht gehen? – Okay, lassen wir die Frage erst einmal so stehen. Wir kommen in weiteren Kapiteln auf die Antwort zu sprechen.

Trotzdem. Bei diesen Zahlen müssen wir ernsthaft über unser Hobby nachdenken … oder um es positiv auszudrücken: Wenn wir nun mit leeren Eimern nach Hause kommen, haben wir endlich eine plausible Begründung für den Rest der Familie.

Merke

Betrachten wir diese vielen Zahlen nun in ihrer Gesamtheit, sehen wir deutlich, dass der Hecht kein so gefräßiger Räuber ist, wie es oft heißt. Ganz im Gegenteil ist er ein sehr effizienter Futterverwerter. Er schafft es zwischen 80 und 95% seiner Beute in Energie umzuwandeln. Nur der klägliche Rest wird ausgeschieden. Zwischen den Geschlechtern gibt es beim Fressverhalten zusätzlich einen sehr großen Unterschied. Die Weibchen haben durch ihre früh im Sommer einsetzende Ei-Entwicklung einen sehr hohen Energiebedarf und fressen 1,5 bis 2,5-mal mehr als die Männchen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum insgesamt öfter Weibchen an den Haken gehen als Männchen.

Wie konnten die Forscher aber nachweisen, wie viele Tage zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegen? Erkennen konnten sie das u. a. am Verdauungszustand der Fische in den Mägen der Hechte. Sehr oft wiesen diese große Unterschiede aus, die erkennen ließen, wann der jeweilige Fisch in den Magen gelangt ist. Wenn mehrere Beutefische die gleichen Verdauungserscheinungen aufweisen, so kann man vermuten, dass sie ungefähr zur selben Zeit gejagt wurden. Wenn Hechte mehr als einen Beutefisch jagen und verspeisen, dann wird das in einem mehr oder weniger kurzem Abstand geschehen. Ist der Hecht satt, entsteht die größere Zeitspanne bis zur nächsten Jagd (siehe Taqbelle). Diese kurze Zeitspanne kann mehrere Minuten, Stunden betragen oder auch der folgende Tag sein. Wie oft schlussendlich gefressen wird, entscheidet für den einzelnen Hecht die Situation und der Hunger.

Merke

Für uns heißt das, dass wir diese Beißzeiten abpassen müssen und dass Hechte wohl nicht den ganzen Tag über hungrig und gierig sind. Wir können die Wahrscheinlichkeit, im Sommer erfolgreich auf Hecht zu angeln, selbst erhöhen, wenn wir einen Spot an zwei aufeinanderfolgenden Tagen beangeln.

 

Tipp

Dieser Artikel ist ein Auszug aus “Modernes Fische Finden – Der Hecht”

In diesem Buch geht es auf über 280 Seiten nur um das Ausspüren des Hechtes? Keine “beste Köderaufzählung” und auch keine “aufgewärmten Angeltaktiken”. Das Buch setzt viel früher an – Immer nach dem Motto: ”Was bringt die beste Angeltechnik, wenn du an der falschen Stelle angelst?”

  • warum er wo und wann jagt und
  • welchen Einfluss Wind und Wetter auf die Beißzeiten haben
  • wann er welche Beute oder Köder wie bevorzugt
  • welche Hotspots zu welcher Jahreszeit am vielversprechendsten sind
  • und, und, und
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