In Hamburg beißen Zander nicht nur im Dunkeln

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In Hamburg beißen Zander nicht nur im Dunkeln
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Zander sind wie Hechte Raubfische, aber sie gelten als deutlich umsichtiger und intelligenter. Schon ein Husten kann sie aufscheuchen und ihre Skepsis wecken. Darum bei der Drift vom Boot aus, ruhig bleiben. Wie das Zander Angeln am besten klappt und du den Räuber überlisten kannst, dafür geben wir euch diese Woche wieder Tipps!

Der richtige Untergrund: Wo halten sich Zander auf?

Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist: Wo ist der beste Platz zum Zander Angeln? Natürlich dort, wo er auf seine Beute lauert. – Aber es gibt immer einen größeren Fisch, in diesem Fall euch! Meiner Erfahrung nach bevorzugen Zander harte Untergründe, also Zonen mit Kies und Sand. Im Bereich dieser Zonen suchen sie Unebenheiten auf, Vorsprünge und Löcher – alles, was Ecken und Kanten hat. Per Echolot und Fischfinder kannst man überprüfen, wie der Grund beschaffen ist und gezielt die Stellen aufsuchen, die brettharten Untergrund bieten.
Zander haben ihre Wohlfühltemperatur meist in größerer Wassertiefe (im Winter etwa in einer Wassertiefe von zehn bis zwölf Meter) und halten sich nahe am Grund auf. An heißen Tagen steigen sie aber auch mal auf, wo sie durch den höheren Sauerstoffgehalt im Wasser bessere Beute machen können. Darum angelt man Zander im Sommer am besten in einer Wassertiefe von zwei bis sechs Metern.
Übrigens: Zander sind nachtaktiv, darum dürftet ihr in den frühen Morgenstunden am meisten Glück beim Fang haben.

Köderführung: Gummiköder zappeln lassen

Während man beim Hecht ganz entspannt den Köder gleiten lassen kann, braucht es beim Zander Angeln mehr Anreiz, damit der Zander sich auf die vermeintliche Beute zu stürzt. Am liebsten attackieren Zander den absinkenden Köder. Beim Jiggen empfehlen wir, den Köder interessant zu machen: mit wenig Schwung hochziehen und dann wieder absinken lassen. Wirklich nur die Rutenspitze. Ist die Rutenspitze zu weich, lässt sich diese Methode nicht wirklich gut umsetzen. Achtet beim Kauf einer Rute für das Zander angeln darauf. Im Sommer sind die Zander etwas träger, darum könnt ihr mit dem Köder durchaus etwas wilder spielen.


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Der ideale Köder sollte weder zu kurz noch zu lang sein – und auf keinen Fall zu hoch. Zander jagen schlanke Fische wie Stinte, Gründlinge und sogar kleinere Hechte oder auch mal den arteigenen Nachwuchs. Eine Größe zwischen 8 und 20 Zentimeter sollte die Aufmerksamkeit des Räubers auf sich ziehen.

Fazit

Vermutlich wurde Euch für das Zander Angeln auch schon empfohlen, Fischhälften und Naturköder zu verwenden, um mit echter Beute zu locken statt mit Gummiködern. Wer wusste, dass in eingigen Seen und Flüssen, ausschliesslich kleine Barsche unter einem Jahr zur Hauptnahrung vom Zander gehören? Wir sind absolute Fans vom toten Köderfisch, auch wenn die Angelindustrie das nicht so hören mag. Insgesamt sind künstliche sowie auch natürliche Köder beim Zander Angeln fängig. Die Abwechslung macht’s. Wenn ein Köder keinen Erfolg bringt, könnt ihr einfach mal eine andere Farbe ausprobieren – wie wäre es mit “Pumpkinpurge”, einem leuchtenden Orange? Oder ihr probiert eine ganz gewagte Kreation, die mehr an einen Chatterbait erinnert, aber weniger Fransen hat? Mehr findest Du auf unserer Homepage hier.

Und nicht vergessen: Kleine Zander bitte wieder zurück ins Wasser lassen! Je nach Bundesland beträgt das Mindestmaß für Zander 40, 45 oder 50 Zentimeter.


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