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Echolotbilder ­čöŐ auswerten, deuten und interpretieren ­čľą Tipps und Erkl├Ąrungen!

Echolotbilder_interpretieren_deuten_auswerten
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In dem folgenden Artikel wollen wir Dir zeigen, wie Du Deine Echolot-Bilder richtig deuten und auswerten kannst. Viele Boots-Angler entscheiden sich f├╝r ein Echolot, um so schneller Fische und Hotspots zu finden. Doch die Ern├╝chterung kommt schon kurz nach dem teuren Kauf, denn die wenigsten Bilder eines Fischfinders sind auf den ersten Blick eindeutig zu interpretieren. Als Laie wei├č man oft gar nichts mit den Bildern anzufangen und verf├Ąhrt Kilometer um Kilometer, bevor die Angeln ├╝berhaupt das Wasser sehen. Umso wichtiger ist es, Dich selbst schlau zu machen, um schneller Fische zu finden und mehr Zeit zum Angeln zu haben.

ÔÇ×90 % der Fische sind auf 10% der Fl├Ąche eines Sees zu finden.ÔÇť

(Carl Lowrance)

Das Schlimme ist, dass die meisten Hersteller von Echoloten es nicht schaffen, wichtige und vor allem grundlegende Informationen zum Interpretieren der Echolotbilder zu vermitteln. Da wird von Frequenzen, DownScan, CHIRP oder was auch immer geschw├Ąrmt und alle m├Âglichen technischen Details beworben, damit der Kunde sich bestm├Âglich das teuerste Modell anschafft.

Und dann? Ja, dann ist es gr├Â├čtenteils vorbei mit dem Support … Nun ist man selbst verantwortlich, sich zu informieren … irgendwo in Foren oder Gruppen auf Social-Media.

K├Ânnen wir das ├Ąndern? Die Vorgehensweise der Hersteller bestimmt nicht. Aber wir k├Ânnen Dir in diesem Artikel zeigen, wie Du schon mit grundlegenden Kenntnissen Deine Echolotbilder deutlich besser auswerten und interpretieren kannst. Denn der beste Fischfinder n├╝tzt Dir nichts, falls Du nicht wei├čt, wie Du seine Bilder deuten musst.

 

Grundlagen der Funktionsweise eines Echlotes:

Zu Beginn m├Âchten wir kurz auf die grundlegende Funktionsweise von Schall unter Wasser eingehen. Der Geber des Echolotes sendet oder pingt einen Ton ins Wasser. Dieser breitet sich kugelf├Ârmig in alle Richtungen aus, wobei die Hersteller von Echoloten es geschafft haben den Schall zu konzentrieren und den Ton somit besonders stark in eine Richtung zu leiten – beim 2D-Geber beispielsweise nach unten.

Sobald die Schallwelle auf ein Objekt (Grund, Stein, Pflanze, Fisch usw.) trifft, wird sie reflektiert und ein Echo erzeugt. Wenn der Schall zum Geber zur├╝ckkommt, berechnet das Echolot die Entfernung von diesem zum Objekt. Zus├Ątzlich errechnet das Echolot, wie stark das reflektierte Signal ist. Anhand von diesen Infomationen kann auf dem Bildschirm ein m├Âglicher Fisch, Strukturen wie Pflanzen oder der Grund dargestellt werden.

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Die Dauer bis zur R├╝ckkehr der Schallwelle (Echo) ist die Grundlage f├╝r die Berechnung der Entfernung zum Objekt.

Die Funktionsweise ist grundlegend f├╝r das Funktionieren der Echolote bzw. der Unterwasserkommunikation im professionellen Bereich. Der Schall breitet sich unter Wasser mit einer Geschwindigkeit von ca. 1.500 m/s aus. Hat das Wasser unter dem Boot eine Tiefe von 750 m, w├╝rde der Schall des Pings eine Sekunde f├╝r runter und wieder rauf ben├Âtigen.

Aus diesen Berechnungen wird das Bild des Echolotes aufgebaut – St├╝ck f├╝r St├╝ck:

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Alle Echos eines Pings werden also zuerst vom Geber erfasst und anschlie├čend vom Fischfinder berechnet. Dabei wird jedem Echo eine Farbe in Abh├Ąngigkeit von der St├Ąrke des Signals zugeordnet und im A-Scope oder RTS angezeigt. Diese beiden Anzeigen eines 2D-Echolots erfolgen in Echtzeit. Sprich alles, was bei diesen als Farbpixel auftaucht, passiert gerade jetzt. Mit jedem neuen Ping wird das Bild nach links geschoben und zeigt uns nur mehr die Vergangenheit an.

Das hei├čt, dass alles, worauf die meisten auf einem Echolot schauen – n├Ąmlich das gro├če Bild – schon l├Ąngst vergangen ist. Fische die angezeigt werden sind nicht unbedingt mehr da, sondern k├Ânnen weitergezogen sein. Es ist schon unglaublich, dass das, was uns eigentlich interessiert – “Wo ist der Fisch aktuell?” – nur in der klitzekleinen Anzeige rechts gezeigt wird!

Das erschreckende ist jedoch, dass Anwender manchmal gar nicht wissen, dass ihr Echolot diese Anzeige ├╝berhaupt hat, da man bei einigen Modellen diese Option erst im Men├╝ aktivieren muss. Vielen Dank liebe Hersteller – f├╝r die ausf├╝hrlichen Bedienungsanleitungen.

Anmerkung: Jeder soll sich den Schuh anziehen, der ihm passt. Einige Echolotanbieter versuchen aber durchaus ihren Job gut zu machen.

Schwache und starke Echos:

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Echolot-bild-deuten-interpretieren-erklaerung
Auf diesem Echolotbild, kannst Du gut die unterschiedliche Einf├Ąrbung der Signale aufgrund deren unterschiedlicher St├Ąrke erkennen.

Wenn wir ein Echolotbild betrachten, erkennen wir unterschiedlich gef├Ąrbte Anzeigen:

  • Fischsicheln sind je nach Farbpalette manchmal blau, gelb, rot oder farblich gemischt.
  • Die Bodenlinie kann schmal, oder breit und farblich gelb, wei├č oder blau sein.
  • In unserem Bild reicht die Farbpalette (Punkt A) von gelb (das st├Ąrkste Echo) bis dunkelblau (das schw├Ąchste Echo).

Ein starkes Echo wird nahezu immer vom Boden erzeugt. Je dichter also fester der Gew├Ąssergrund ist, desto breiter wird die Bodenlinie dargestellt. In unserem Beispiel ist ein sehr harter Boden als eine breite gelbe Bodenlinie erkennbar.┬áPunkt C zeigt auf zwei Bodenausschnitte. Der linke Pfeil zeigt auf eine schmale Bodenlinie (weicher Boden) und der rechte auf eine breite Bodenlinie (harter Boden).

Bei den Fischsicheln gibt es sehr viele Unterschiede:

Blaue Fischsicheln: Ein schwaches Echo (Punkt D). Das kann bedeuten, dass der Fisch recht klein ist und somit kein starkes Echo erzeugt wird. Auch kann der Fisch sich am Rand des Sonarkegels befinden. Dadurch ist der ausgehende Echolotschall selbst schw├Ącher als im Hauptkegel, so dass auch von gro├čen Fischen nur ein schwaches Echo erzeugt wird. Das Fleisch und die Knochen der Fische haben nahezu die gleiche Dichte wie das sie umgebende Wasser. Daher wird von ihnen kaum ein Echo erzeugt. Allein die Schwimmblase, die mit Luft gef├╝llt ist, ist f├╝r 90% der Echost├Ąrke verantwortlich.

Gelbe Fischsicheln: Fische mit einer gro├čen Schwimmblase erzeugen ein starkes Echo und solche mit einer kleinen Schwimmblase ein schwaches. Aus diesem Grund k├Ânnen gr├Â├čere Barsche, die ├╝ber zwei Luftkammern verf├╝gen, oft als gro├če Fische interpretiert werden. Z. B. kann ein gr├Â├čerer Hecht, der nur ├╝ber eine Luftkammer verf├╝gt, gleich gro├č wie die viel kleineren Barsche dargestellt werden. Gelbe Fischsicheln bedeuten, dass der Fisch ein starkes Echo produziert. Entweder ist der Fisch direkt unter dem Geber und erzeugt durch die starke Schallwelle ein starkes Echo oder der Fisch ist sehr go├č, steht optimal zum Geber und ist noch am starken ├Ąu├čeren Rand des Geberkegels zu finden.

Auch ein Fischschwarm, den wir in Punkt E erkennen k├Ânnen, kann ein sehr starkes Echo produzieren, da die Schallwelle den Beutefischschwarm nicht durchdringen kann und vollst├Ąndig refelktiert wird. Viele kleine Luftbalsen ergeben in diesem Fall ein starkes Echo.

Rote Fischsicheln: Auch diese kannst Du auf dem Bild erkennen. Sie werden von einem mittelstarken Echo erzeugt und bedeuten kleine bis mittlere Fische im Hauptkegel oder gr├Â├čere Fische in den seitlichen Bereichen des abgeschw├Ąchten Sonarkegels.

Tipp: Echolote bieten scheinbar unendlich viele Einstellm├Âglichkeiten. So f├Ąngst du mit 20% der Einstellungen, 80% mehr Fische. Lerne wie Du Dein Echolot richtig interpretierst┬á mit unserem gro├čem Echolot-Ratgeber (Buch) – inklusive der besten Tipps aus unseren 20 Jahren Erfahrung. Oder steige mit unserem Videokurs gleich zum Echolotprofi auf.

In welcher Tiefe steht der Fisch?

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Das Echolot zeigt uns immer die Tiefe des Fisches an. Korrekt, oder? Naaaa, also die einzige Tiefe, die das Echolot ann├Ąhernd als Tiefe anzeigt, ist die Tiefe zum Grund. Bei nahezu jeder Fischsichel, die wir auf diesem Bild sehen, k├Ânnen wir nicht sagen, in welcher Tiefe sich der Fisch wirklich befand.

Warum ist es nicht so leicht, die wahre Tiefe eines Fisches abzusch├Ątzen?

Der Geber des Echolotes berechnet nur die Zeit, die das Signal und das zur├╝ckkommende Echo ben├Âtigen. Aus dieser Zeit wird die Entfernung des Objektes, wie z. B. der Fisch, berechnet. Wenn wir also einen Fisch in 7,5 Meter Tiefe auf einem Echolot sehen, wissen wir lediglich, dass dieser 7,5 Meter vom Geber entfernt ist. Wir wissen aber noch nicht, ob er sich 7,5 Meter unter, links, rechts, vor oder hinter dem Boot befindet.

Warum ist dann die Grundtiefe korrekt?

Die Bodenlinie wird aus den starken Echos von zwei bis drei Pings gebildet. Da das st├Ąrkste Signal immer durch eine direkte Reflektion erzeugt wird, kommt auch fast immer das st├Ąrkste Echo vom Grund direkt unterhalb des Echolotes zur├╝ck. Ausnahmen best├Ątigen die Regel. Bei zerkl├╝ftetem Gew├Ąssergrund ist demzufolge auch die Bodenanzeige nicht korrekt.

K├Ânnen wir wirklich nie die Tiefe eines Fisches erkennen?

Doch – denn hier sind drei Merkmale, dass sich der Fisch direkt unter dem Boot befindet.

  1. Der Fisch steht am Grund: In diesem Fall k├Ânnen wir davon ausgehen, dass er sich wirklich gerade unter dem Boot befindet. W├Ąre er nicht unterhalb des Bootes, w├╝rde er von der Grundlinie verschluckt und nicht mehr angezeigt werden.
  2. Fische direkt unter der Wasseroberfl├Ąche: Fische im Oberwasser durchqueren die schmalste Stelle eines Sonarkegels. Damit kreuzen sie fast immer den st├Ąrksten Teil des Schallkegels.
  3. Fische, welche die st├Ąrkste Farbe haben: Schauen wir uns die gro├če, fette Fischsichel im Bild an. Sie gl├╝ht f├Ârmlich an ihrer Spitze. Wenn wir die Fischsichel mit der Farbpalette vergleichen (rechts im A-Scope), erkennen wir, dass es sich um das st├Ąrkste Echo handelt. Aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Fisch nicht nur gro├č ist, sondern sich auch nahezu direkt in 7,5 Meter Tiefe unter dem Boot befindet (oder besser befand), da er nur von dieser Position aus, ein solch starkes Echo erzeugen kann.

Zur Verdeutlichung, dass das Echolot nur die Entfernung zum Fisch (und nicht dessen aktuelle Position zum Boot) misst, haben wir das Prinzip auch noch in einer Grafik dargestellt. Beide Hechte haben in diesem Beispiel eine Entfernung von 7,5 Metern zum Geber. F├╝r uns w├╝rden sie als zwei Fischsicheln in gleicher Tiefe auf dem Echolotbildschirm dargestellt werden. Sie w├╝rden sich quasi ├╝berlagern.

Echolot_Bilder_interpretieren
In welcher Tiefe steht der Fisch (Hecht)? Am Echolotbild wird uns nur die Entfernung zum Geber (7,5 m) angezeigt, aber nicht die Position zu diesem.

Die Fischsichel am ├Ąu├čeren Rand w├╝rde aber wohl in einer schw├Ącheren Farbe dargestellt werden. Die Frage, die Du Dir jetzt stellen musst ist: Kannst Du in dem Momemt, in welchem Du zwei gro├če Fischsicheln ├╝bereinander auf Deinem Echolotbildschirm siehst, f├╝r Dich interpretieren, dass die Fische nicht zwangsl├Ąufig in der gleichen Tiefe schimmen bzw. sich am gleichen Ort unter Wasser befinden?

Facebook-Gruppe f├╝r Deine Echolot-Bilder: Tritt unserer Facebook Gruppe “Echolot-Bilder richtig interpretieren & mehr Fische fangen” bei. Hier kannst Du Deine Echolotbilder hochladen, Fragen stellen und sie auswerten lassen.┬á Gruppe beitreten

Der Fisch taucht ab:

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Taucht der Fisch wirklich ab? Oder schwimmt er nur zur Seite weg? So verzwickt ist die Interpretation eines Echolot-Bildes h├Ąufig.

Wer kennt dieses Bild nicht? Ein Fisch taucht f├Ârmlich ab. In unserem Bild ├Ąndert der Fisch seine Tiefe von knapp 11 Meter (A) auf 15 Meter (B). Er schiesst gerade um 3 Meter nach unten, oder?

Falsch – der Fisch taucht nicht unbedingt ab, er entfernt sich lediglich vom Geber. F├╝r uns scheint es nur als ein Abtauchen, da ein 3D-Bild des Raumes unter Wasser nicht auf einem 2D-Bildschirm des Echolotes dargestellt werden kann. Zumindest nicht in dieser Anzeige.

Das haupts├Ąchliche Indiz, dass uns die korrekte Interpretation des Entfernen vom Geber erlaubt, ist die Farbver├Ąnderung der Fischsichel. Sie ├Ąndert sich von rot (= starkes Echo / Punkt A) zu gr├╝n (= mittel starkes Echo / Punkt B). Das ist ein einwandfreies Zeichen daf├╝r, dass sich der Fisch entfernt – vielleicht aufgeschreckt von unserem Motor – und das Echo somit schw├Ącher wird. In welche Richtung auch immer er verschwindet, ist ebenso nicht m├Âglich zu deuten.

Chirp vs Nicht-Chirp:

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Was die verwendete Technik f├╝r einen Einflu├č auf die Qualit├Ąt der Echolotbilder hat, sieht man diesem Vergleich zwischen Non-Chirp (links) und Chirp (rechts).

Wie wir bereits in unserem Buch ÔÇ×Der gro├če Echolot-RatgeberÔÇť beschrieben haben, ist es oft eine Herausforderung die Echosignale eindeutig zu identifizieren. Oft werden Fischsicheln undeutlich oder zu grob dargestellt. Je besser die Technik jedoch ist, desto besser werden die Ergebnisse ebenso sein.

Traditionelle Echolotbilder im 2D-Verfahren sind nicht immer leicht zu verstehen. Fischwolken (Futterfisch), Unterwasserpflanzen und Felsbrocken lassen sich h├Ąufig nur unzureichend unterscheiden. Nicht selten bleibt bei dem einen oder anderen Objekt ein Fragezeichen stehen, weil man keinen Verdacht hat, was es sein k├Ânnte. Hinzu kommt dann noch die ungewohnte Sichtweise von rechts (aktuell) nach links (schon vorbei), die gew├Âhnungsbed├╝rftig ist.

Diesem Ratespiel kannst Du mit neuester Technik und neuesten Scanmethoden zuvorkommen. Um daf├╝r zu sorgen, dass die Objekttrennung deutlich verbessert wird und die Aufl├Âsung sich verf├╝nffacht, setzt Du ganz einfach ein Chirp-Ger├Ąt in Kombination mit einem Vollchirp-Geber ein.

Wie gro├č die Unterschiede sein k├Ânnen, lassen die beiden oben gezeigten Echolotbilder vermuten, die parallel mit einem Simrad Go7 bei 200 kHz (links) und einem Garmin Echomap 52cv mit Chirpgeber (rechts) aufgenommen wurden. Die Erkennungsrate verbessert sich dabei wie im Bild erkennbar, mit einem echten CHIRP-Geber wesentlich.

Fotorealistische Bilder:

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Die Verbindung von 2D-Chirp und DownScan bringt durch beinahe fotorealistische Bilder, schon weitaus gr├Â├čere Aufschl├╝sse ├╝ber die Zust├Ąnde unter der Wasseroberfl├Ąche.

Fischsicheln auf der 2D-Anzeige (blauer Hintergrund) sind nicht immer Fische. Oft stecken Hindernisse hinter den Sicheln. Gerade diese Hindernisse sind jedoch wahre Hotspots f├╝r kleinere Fische, da sie Futter und Schutz bieten. Die R├Ąuber machen demzufolge regelm├Ą├čig Beutez├╝ge zu diesen Hotspots. Falls Du zur richtigen Zeit hier angelst, wirst Du den ein oder anderen R├Ąuber wie Hecht oder Barsch an den Haken bekommen k├Ânnen. Mit dem richtigen Echolot in Verbindung mit den passenden Einstellungen, kannst Du diese Hotspots leicht identifizieren.

Du splittest den Bildschirm auf Deinem Echolot. Parallel zum 2D-Verfahren w├Ąhlst Du zus├Ątzlich das DownScan-Bild. Das bringt h├Ąufig sofort Klarheit in die Unterwasserwelt. In dem 2D-Echolotbild (links) vermutet man Fische und Unterwasserpflanzen. Das DownScan-Bild (rechts) gibt Gewissheit. Bei genauem Hinsehen wird auch der Fisch best├Ątigt (helle Punkte in den Pflanzen), so dass keine Unklarheiten mehr vorhanden sind.

Kann man mit GPS schneller Hotspots an unbekannten Gew├Ąssern finden?

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Lassen wir uns diese Frage mit einer praktischen Angelerfahrung beantworten

Es ist Oktober zur besten Zanderzeit und man ist zum ersten Mal an einem gro├čen Binnensee,wo man seinem Lieblingsfisch nachstellen m├Âchte. Der erste Blick sollte dann der bathymetrischen Seekarte (Angelkarte) im Kartenplotter gelten – mit dem Ziel, schnell erfolgversprechende Gebiete und Stellen anhand der Gew├Ąsserformation zu finden. In unserem Beispiel ist das der Hangbereich links, der bis auf rund 20 m abf├Ąllt.

Im Uferbereich ist jede Menge Futterfisch zu erwarten, so dass sich kleinere R├Ąuber bis ca. 8 Pfund an der ersten Kante aufhalten k├Ânnten. Die gro├čen Exemplare w├╝rde man im Fr├╝hherbst tags├╝ber in tieferen Bereichen um die 10 m vermuten (ÔÇ×Modernes Fische finden ÔÇô Der ZanderÔÇť Kap. 8.4.9). Man konzentriert sich jetzt ausschlie├člich auf dieses Gebiet, das in langsamem Schlepptempo abgefahren wird. Das Echolot wird beim Angeln auf die Frequenz mit dem gr├Â├čten Sendekegel eingestellt (oder Mid Chirp), um w├Ąhrend des Schleppens einen m├Âglichst gro├čen Bereich scannen zu k├Ânnen.

Der erste SchleppTrack an der 7 m Kante brachte dann auch schon Erfolg und sofort zwei Exemplare von vier und sieben Pfund. Auf der zweiten Trackroute (10-15 m) wurden einzelne gro├če R├Ąuber auf dem Echolotbild gesichtet, die dann gezielt beangelt wurden (tieftauchende Wobbler, Schlepptiefe ca. 6 m / Echolotbild rechts). Im Ergebnis hatten wir dann auch zwei ausgewachsene Exemplare in zwei Tagen am Haken.

SideScan – Oder: “Wo genau h├Ąlt sich der Fisch jetzt wirklich auf?”

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Wenn Du eine Fischsichel auf Deinem 2D-Echolotbild siehst, hast Du schon einen ersten Schritt in Richtung Fisch gemacht. Doch auch wenn Dir das Echolot anzeigt, dass sich unter dem Boot ein dicker Brocken befindet, wei├čt Du mit einem 2D-Echolot noch lange nicht, auf welcher Seite sich dieser befindet. Allein ist dieser Umstand vielen Echolotbenutzern nicht bekannt.

Je nach Tiefe und Einstellungen kann sich der Fisch mehrere Meter links, rechts, vor oder hinter dem Boot befinden. Wird z. B. ein 60┬░ ├ľffnungswinkel beim Echolot benutzt, k├Ânnte sich ein Fisch, der in 10 Meter Tiefe erscheint und eine h├╝bsche Fischsichel bildet, ganz locker entweder 10 m links oder 10 m rechts, vom Boot befinden. Der Sonaregel erfasst in 10 m Tiefe und bei einem 60┬░ ├ľffnungswinkel n├Ąmlich ganze 104 qm!

Wer sich diesen Umstandes nicht bewusst ist, wird wahrscheinlich viele erfolglose W├╝rfe machen, bevor er irgendwann frustriert aufgibt.

Die Frage, wo der Fisch sich aufh├Ąlt, l├Ąsst sich entweder durch ein paar Strategien eingrenzen. Oder aber mit der SideScan-Technik in Verbindung mit dem 2D-Echolot im Stillwasser schnell und sicher beantworten. F├╝r den Angelerfolg beim pelagischen Angeln ist das Wissen um den genauen Standort des Fisches unter dem Boot immens wichtig. Im vorgezeigten Beispiel habe ich zur besseren Differenzierung in diesem Vergr├Â├čerungsma├čstab, die Anzeige mit Fischsymbolen eingestellt.

Diese Darstellung ist zwar nicht so zuverl├Ąssig, hebt sich hier aber besser gegen das Gel├Ąnde ab, als es Fischsicheln tun w├╝rden. Zu beachten ist bei diesem Verfahren allerdings, dass die Scanbereiche von 2D und Down- sowie SideScan unterschiedlich sind und deshalb nicht synchron die gleichen Zust├Ąnde anzeigen m├╝ssen. Das DownScan-Bild z. B. bildet nur einen sehr schmalen Bereich in Fahrtrichtung ab, so dass Fische auf dem 2D-Bild auftauchen k├Ânnen, die im DownScan sp├Ąter kommen. Im vorliegenden Beispiel ist die Fischpopulation auf allen drei Bildern zu sehen, der SideScan gibt die genaue Position zum Boot an. Mit dem richtigen Echolot kann man den Fisch markieren und mittels GPS exakt ansteuern.

Tipp: Hier unseren ausf├╝hrlichen Fischfinder-Test nachlesen.

Merke: Das Echolot ist eines der teuersten Ausr├╝stungsgegenst├Ąnde beim Angeln. Nur, falls Du wei├čt, wie Du es richtig und effektiv einsetzt, kannst Du gezielt Hotspots finden. Mit dem richtigen Wissen holst Du nicht nur mehr aus Deiner Ausr├╝stung raus und kannst die reine Angelzeit enorm erh├Âhen –┬á zwangsl├Ąufig wirst Du genauso ein ordentliches Plus an Fischen in der Kiste haben.

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