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Alles über Belly Boote 🛶 Bootstypen, Ausstattung, Zubehör und Kaufhilfe 👍

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Du möchtest ein Belly Boot (auch Belly Boat) kaufen oder hast Dich schon immer für diese Art der Fortbewegung auf dem Wasser und dem damit verbundenen Angeln interessiert? Dann erwartet Dich in diesem Artikel eine Fülle an Informationen zum Kauf und Betrieb, dem wichtigsten Zubehör, Tipps für das erfolgreiche Fischen mit diesem Fahrzeug, sowie Empfehlungen für passende Echolote für Belly Boote. Im Einzelnen klären wir Fragen zu:

Unbestritten lassen sich Angelerfolge an den meisten Gewässern durch die Nutzung eines Bootes deutlich verbessern. Mögliche Hotspots, die von Land aus unzugänglich sind, kann man so problemlos befischen. Bei den für uns Anglern interessanten Fortbewegungsmöglichkeiten nimmt das Belly Boot eine Sonderstellung ein. Es ist auch dort noch gebrauchstüchtig, wo klassische Wasserfahrzeuge nur mit großem Aufwand oder praktisch gar nicht einzusetzen sind. 

1. Ein Belly Boat, was ist das?

Grob beschrieben ist ein Belly Boot nicht wesentlich mehr als eine tragfähige Schwimmhilfe für den Sportfischer. Auf dem Gummiring sitzend, kann er sich auf dem Wasser fortbewegen um seinem Hobby nachzugehen. Der Angler will sich auf dem Wasser aber nicht nur fortbewegen, er braucht auch Unterbringungsmöglichkeiten für seine Ausrüstung. Angefangen bei den Bootsruten, Ködern und dem restlichen Angelzubehör bis hin zu seiner eigenen Verpflegung, muss alles mit.

Eine solche Menge von Gepäck auf einem ¾ Quadratmeter großen, prallen Gummischlauch unterzubringen, ist eine Herausforderung. Eine sorgfältige Planung, schon bei der Wahl des Bootes selbst, ist also Pflicht. In der Praxis tut man sich damit natürlich leichter, falls der Hersteller schon die einschlägigen Fragen beantwortet hat. Dazu gehören z. B. :

  1. Wie bringt man Rutenhalter, Echolotgeber oder Echolot am Belly Boot an? 
  2. Und wo lassen sich die notwendigen Utensilien wie Echolot-Akku, Anschlusskabel etc. verstauen? 

Doch dazu später mehr.

Wer ein Belly Boot kaufen möchte, wird evtl. auf gestresste Händler treffen. Belly Boote erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit, weil sie relativ preiswert in der Anschaffung, sowie im Ein-Mann-Betrieb einfach zu handhaben sind. Ein größerer Kofferraum zum Transport genügt. Und zu Hause findet sich schnell ein Eckchen, wo das Gerät zusammengelegt gelagert werden kann.

Im klassischen Belly Boat, das zumeist einer V- oder U-Form daherkommt, sitzt der Angler mehr oder weniger tief im Wasser (abhängig vom Modell). Mit Schwimmflossen an den Füßen bewegt er sich vorwärts und hat beide Hände zum Angeln frei. Was auf den ersten Blick wünschenswert erscheint, ist für den Angler bei längeren Angeltörns und kaltem Wasser nachteilig. Das dauerhafte Eintauchen der Gliedmaßen ins Wasser, führt schnell zu Unterkühlung. Das darf man nicht unterschätzen. Eine Wathose (Neopren) ist deshalb Pflicht als Zubehör, auch wenn das die Kosten etwas nach oben treibt. 

Doch keine Sorge, auch Belly-Boot-Konstrukteure haben sich dieses Themas angenommen. Deshalb sind Bootstypen auf dem Markt, die im „Trockenzustand“ genutzt werden können. Das erfordert eine andere Antriebsart, zumeist mit Rudern oder aber mit einem Elektromotor. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Konstruktionstypen mitbringen und welche Besonderheiten bei dem ein- oder anderen Modell auffallen, wollen wir im Folgenden näher erläutern.

2. Belly-Boat-Typen: Gibt es Unterschiede?

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Alle Belly Boote, die der V- oder U-Form folgen, haben mehr oder weniger das gleiche Konstruktionsprinzip. Sie unterscheiden sich lediglich in der Größe, den verwendeten Materialien und den Ausstattungsdetails. Alle drei Faktoren bestimmen den Preis, der durchaus in einem hohen dreistelligen Bereich liegen kann. Daneben hat sich ein weiterer Typ etabliert, der wahrscheinlich aus dem Hype um die SUPs entstanden ist. Er zeichnet sich durch eine Plattformbauweise aus, die selbst stehendes Angeln auf dem Wasser erlaubt.

Der dritte Typ im Bunde ist mit zwei aufblasbaren Auflegern bootstechnisch eine alte Bekannte. Dieses Belly Boot wird als Katamaran- oder Pontoon-Typ vermarktet und hat seine eigene Fangemeinde. Mit der Entscheidung, ein Belly Boot kaufen zu wollen, kommt man um eine genauere Betrachtung der verschiedenen Konstruktionsprinzipien nicht herum.

3. Welche Vor- und Nachteile weisen die einzelnen Bootstypen auf?

In den folgenden Kapiteln wollen wir also genauer auf die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der drei unterschiedlichen Belly-Boot-Typen eingehen. Beginnend mit

3.1 Der Klassiker (V- oder U-Form)

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Diesen erkennt man typischerweise an seiner Schlauchboot-Silhouette. Er kommt ohne feste Bauteile aus und wird wie die luftgefüllten Verwandten im Mehrkammersystem lediglich aufgeblasen. Das erleichtert die Handhabung ungemein, kann aber vor allem bei preiswerten Modellen die Anforderungen an die Stabilität (und hier vor allem im Sitzbereich) nicht immer erfüllen. 

Angetrieben wird dieser Bootstyp per Beinbewegung mit den Schwimmflossen. Je nach Ausführungen werden auch Ruder mitgeliefert. Durch die konstruktiven Vorgaben und einen tiefen Schwerpunkt sitzt der Angler nur mit den Beinen oder bis zum Gesäß im Wasser. Eine wärmeschützende Wathose beugt einer Unterkühlung vor. Ausstattung und Tragkraft sind der Kostenmotor für die Anschaffung. De facto kann man schon für 200 € ein solches Belly Boot kaufen. Für rund 500 € ist man in der Mittelklasse unterwegs. 

Wer sich für diesen Typ entscheidet, wird sich an die obligatorische Wathose gewöhnen müssen, kann sich dafür aber auf dem Wasser sicher mit einem eher tiefen Schwerpunkt bewegen. Der Flossenantrieb ist allerdings für größere Entfernungen weniger geeignet. Die Wendigkeit ist ebenso nicht das mögliche Optimum. Dafür muss man sich um die Windanfälligkeit des Gefährts eher keine Sorgen machen.

Schaut man auf die Verkaufszahlen, ist diese Variante für viele der absolute Favorit. In der Masse der Angebote sollte man aber sehr genau hinschauen, um seine Bedürfnisse und Wünsche bei dem Modell der Wahl auch auf lange Sicht wiederzufinden.

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Elling Optimus Max ohne montiertes Zubehör. Hier trifft man hier auf ein qualitativ hochwertiges gut ausgestattetes Boot aus der oberen Preislage ab 700 €. Bildnachweis: boat-expert.de

Vorteile:

  • Preiswerte Anschaffung möglich,
  • leichtes Handling,
  • problemlose Lagerung,
  • beide Hände frei zum Angeln,
  • tiefer Schwerpunkt auf dem Wasser
  • und weniger windanfällig.

 Nachteile:

  • Unterkühlung möglich (Wathose notwendig),
  • Stabilitätseinschränkungen im Sitzbereich möglich,
  • Wendigkeit nicht optimal,
  • Scheuchwirkung durch Flosseneinsatz,
  • Erweiterungsmöglichkeiten ausstattungsabhängig
  • sowie in der Regel Zusatzausrüstung (Wathose, Flossen) notwendig.

3.2 Der Flat-Former

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Wie der Name schon sagt, hat dieser Bootstyp eher Ähnlichkeit mit einem aufblasbaren SUP (Stand Up Paddle Boat) als mit einem klassischen Belly Bοot. Seine relativ große Auflagefläche auf dem Wasser erhöht seine Stabilität und erlaubt dadurch stehendes Angeln. Flossenantrieb ist bei dieser Ausführung ebenso möglich wie eine Fortbewegung mit Rudern. Diese sind in der Regel im Lieferumfang enthalten. Einige Modelle bringen sogar den Heckspiegel für die Motormontage mit.

Abgesehen von dieser Vorrichtung, die beim Aufbau in passende Gummiösen eingelassen wird, kommt diese Variante ohne starre Bauteile aus. Sie wird also lediglich aufgeblasen und lässt sich zum Transport wieder handlich zusammenlegen. Beim Sitzen erhöht über der Wasserlinie hängen auch hier die Beine im Wasser – entsprechender Wärmeschutz wird also im Zweifelsfall notwendig sein. Preislich bewegen wir uns in einem Bereich ab 600 €.

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Seven Bass Line Flatform Junior grey - eines der Flatform-Modelle des französischen Herstellers Seven Bass Design. Hochwertige Materialien, Zuladung 180 kg, Zubehör wie abgebildet. Obere Preisklasse ab 800€. Ein großer Typ dieser Gattung ist auf dem Titelfoto zu sehen und sollte als Kaufoption im Hinterkopf behalten werden. Bildnachweis: sevenbassdesign.com

Vorteile:

  • Sehr stabile Wasserlage,
  • stehendes Angeln möglich,
  • hohe Nutzlast,
  • richtungsstabilisiert (drei Finnen im Bodenbereich),
  • wahlfreie Antriebsart,
  • beide Hände frei zum Angeln (Flossenbetrieb),
  • leichtes Handling
  • sowie problemlose Lagerung und Transport.

Nachteile:

  • Zusatzkosten (Wathose, Flossen),
  • hohe Anschaffungskosten,
  • höheres Gewicht,
  • größeres Transportvolumen
  • sowie außerdem nicht bei allen Herstellern im Programm.

3.3 Der Katamaran

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Mit zwei getrennten Schlauchkammern links und rechts ist der Katamaran-Typ, der auch unter dem Suchbegriff Pontoon Belly Boat zu finden ist, optisch vom Klassiker weiter entfernt. Konstruktiv kommt hier ein Stahlgestell (teilweise gehärtetes Aluminium) zum Einsatz, das beim Aufbau zusammensteckt wird. Dieses liefert in weiterer Folge die Auflage für die mittige Sitzeinheit und die Fußstützen links und rechts. Dadurch wird ein trockener Betrieb möglich und das gesamte Gefährt ist sehr stabil in der Grundkonstruktion. Das schafft die Möglichkeit alle wünschenswerten Erweiterungen wie Motorbetrieb, Batterieablage, Rutenhalter und Echoloteinsatz problemlos anzubauen. 

Der Katamaran-Typ wird gerudert oder mit dem E-Motor fortbewegt. Er liegt sehr stabil auf dem Wasser. Durch die höhere Sitzposition gibt er dem Angler einen besseren Überblick. Die Ausleger führen das Boot kursstabil und wendig zugleich. Kleine Auflageflächen im Wasser bedeuten weniger Reibung, so dass auch größere Entfernungen kräfteschonend bewältigt werden können. Eine etwas höhere Windanfälligkeit muss man allerdings in Kauf nehmen.

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Kleines, einfaches Pontoon-Modell von Hart in Frankreich. Hülle mit eingesetztem Luftschlauch, der repariert oder ausgetauscht werden kann. Tragkraft nur 130 kg, sowie insgesamt wenig Platz und wenig Zubehör, das mitgeliefert wird. Dafür mit rund 350 € sehr preiswert für ein Katamaran-Belly-Boot. Bildnachweis: hart-fishing.com

Vorteile

  • Sichere Wasserlage,
  • trockener Betrieb möglich,
  • stabile Grundkonstruktion
  • und gute Ausbaumöglichkeiten.

Nachteile

  • Relativ hoher Anschaffungspreis,
  • höheres Gewicht,
  • aufwendiger Aufbau,
  • Windanfälligkeit,
  • Antriebsart ohne Flossen 
  • und weniger Auswahl.

4. Ist ein umfangreiches Zubehör für Belly Boote empfehlenswert?

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Beim Kauf eines Belly Bootes heißt es fast immer Kosten für zusätzlich notwendiges Zubehör zu kalkulieren. Im Lieferumfang befindet sich i.d.R. nur eine Luftpumpe und eine Transporttasche. Um mit dem Gefährt auf dem Wasser glücklich zu werden, muss die Grundausstattung deshalb mit dem ein oder anderen Zubehörteil ergänzt werden.

Je nach Hersteller und Bootstyp verfügt das gewählte Modell zumindest bereits über Reißverschlusstaschen und evtl. auch schon über universelle Befestigungsmöglichkeiten für Rutenhalter oder Echolote. Hier sollte man wissen, welches Belly-Boot-Zubehör in weiterer Folge gewünscht ist. Das erspart im Nachhinein die Suche nach geeigneten Anbringungsmöglichkeiten und OEM-Montagehilfen.

Die erste Frage, die sich auf dem Belly Boat stellt, gilt den Ruten. Wohin mit Ihnen? Prinzipiell gibt es drei praktikable Lösungen.

Die universelle ist ein Textilgurt, der um den Schlauch geschnallt wird. An diesem wird ein Stück Plastikrohr zur Rutenaufnahme befestigt. Diese simple und gleichzeitig effektive Methode lässt sich leicht selbst umsetzen. Am einfachsten geht das mit Anbinden und einem Stück Schrumpfschlauch (u.U. mit Klebemasse), der das Rohr am Gurt durch Erwärmen zusätzlich festzurrt.

Ebenso einfach kann man auch den Echolotgeber zu Wasser bringen. Hierzu verwendet man eine Rohr-im-Rohr-Methode mit Feststellschrauben, um den Geber in der Höhe einstellbar zu machen. Hoch für den Transport, tiefer für den Betrieb. Natürlich kann man derartige Gurtlösungen ebenso fertig kaufen. Viel besser ist es allerdings, wenn der Hersteller diese konstruktiv mitliefert. 

Rutenhalter lassen sich z. B. prima auf universellen Befestigungspunkten am Belly Boat anbringen. Ebenso passen Echolote auf solche Montageinseln. Diese sind bestenfalls bereits vorhanden sein oder man bringt sie (z. B. durch FASTen-Schlösser) selbst an. Passendes Zubehör dazu findet sich beim gleichen Anbieter. 

Die dritte Lösung sind Halterungslaschen oder Rohraufnahmen hinter der Sitzlehne. Das funktioniert sogar bei aufblasbaren Sitzen ganz gut. Alle anderen, für die Angelei notwendigen Utensilien, verstaut man in den üblicherweise mitgelieferten Taschen. Da passt auch die persönliche Verpflegungsration hinein.

Größere Gegenstände wie der Watkescher und die Box (Isoliertasche) für den gefangenen Fisch gehören hinter den Sitz. Dieser Stauraum ist wichtig. Die Fläche hängt von der Größe des Belly Boots ab, die man deshalb nicht zu klein wählen sollte. Zu guter Letzt ist eine Auflagefläche (Tisch) vor der Sitzposition in der Praxis als Ablageort hilfreich. Meist ist es ein gespanntes Netz, das schnell angebracht und wieder abgebaut werden kann. Dieses Belly-Boot-Zubehör gehört auf die MUSS-Liste, falls es nicht schon zum Lieferumfang gehört.  

Bei der Frage, ob man für ein Belly Boat ein Echolot braucht – und falls ja, welches – sind die Meinungen geteilt.

  1. Die einen halten es für überflüssig, weil eh nur im Flachbereich gefischt wird.
  2. Die anderen möchten nicht darauf verzichten, Informationen über den Gewässergrund und das Fischvorkommen zu haben.

Am Ende ist es immer auch eine Frage der Kosten. Wer schon ein Echolot sein eigen nennt, dass für den Einsatz am Belly Boot geeignet ist, der sollte keinesfalls auf eine Nutzung verzichten. Für Neukäufe stellt sich die Frage: 

  • Welches Model, 
  • mit welchen Features 
  • und welcher Bildschirmgröße 

darf es denn sein?

5. Welches Echolot fürs Belly Boot darf es sein?

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Diskutieren wir zunächst die Bildschirmgröße. Einige Belly-Boat-Nutzer schwören auf 4-Zoll-Geräte, weil sie so schön klein, handlich leicht und unauffällig sind. Die Angeltiefe wird bei diesen Geräten durchaus zuverlässig angezeigt. Alle anderen Informationen bis hin zur Fischsichel sollten für die üblichen Wassertiefen bis ca. 20 m ausreichend informativ sein. Hinzu kommt der Preis. Solche Geräte liegen, je nach Ausstattung, mit Geber irgendwo zwischen ein- und zweihundert Euro. 

Andere Nutzer verweisen auf die übliche 6-Zoll-Größe ihres Smartphones und halten ein 5-Zoll-Gerät für die passende Lösung. Mit einem 5-Zoll-Gerät ist man auf dem Belly Boat durchaus richtig zu Hause. Der Bildschirm ist gegenüber den 4-Zoll-Modellen deutlich größer, besser aufgelöst und stellt damit mehr Details dar. Auch die technische Bildschirmqualität mit Entspiegelung, Helligkeits- und Kontrastwiedergabe sowie Blickwinkelstabilität spricht für diese Größe. Ebenso die höhere Sendeleistung des Gerätes, die für bessere Echolot-Bilder auch im Flachwasserbereich sorgt. 

Und wer zu guter Letzt auch noch die Kartierungsmöglichkeiten seines Gerätes nutzen möchte, sollte die 4-Zoll-Modelle außen vor lassen. Bei Ambitionen einen SideScan-Modus nutzen zu wollen, wird man sowieso erst im 5-Zoll-Bereich (oder höher) fündig. Größere Bildschirme als 5 Zoll sind dabei für das Belly Boat möglich – jedoch nicht immer zu empfehlen. Es sei denn, dass man ein solches bereits sein Eigen nennt. Man muss sich aber im Klaren sein, dass das große Gehäuse den Aktionsradius auf dem Boot einschränken kann. Außerdem erfordert der Stromverbrauch größere Echolot-Akkus und alles zusammen bedeutet zusätzliches Gewicht. 

Eines sollte bei der Echolotnutzung auf dem Belly Boot aber nicht vergessen werden. Bei geringen Wassertiefen ist der Bereich, den das Echolotsignal erfassen kann, mitunter klein. Umso wichtiger ist in diesen Wasserregionen ein großer Öffnungswinkel des Gebers, der den Flachbereich umfassender absuchen kann.

Ein Beispiel: Der Garmin Geber Gt20 hat bei 200 Khz einen Öffnungswinkel von 45°. Das bedeutet bei drei Meter Wassertiefe eine kreisförmige Abdeckung mit 2,5 m Durchmesser, bei 6 m wären das rund 5 m. Ein Humminbird Dual Beam Si Geber liefert bei 74° Öffnung bei 3 m Wassertiefe eine Abdeckbereich von 5 m im Durchmesser, bei 6 m Tiefe wären es bereits 9 m

Hier erfährst Du alles zum Thema “Funktionsweise eines Echolots beim Angeln“.

Welches Gerät nun für wen optimal passt, muss jeder letztlich selbst entscheiden. Richtig ist allerdings, dass ein mehr an Information für diesen Einsatzzweck nützlich ist. Wir haben einmal drei Geräte von preiswert bis teuer in vier und fünf Zoll Ausführung herausgesucht, die für einen möglichen Einsatz am Belly Boat Sinn machen.

5.1 Empfehlenswertes 4-Zoll-Gerät: Garmin Striker Plus 4cv, GT20-Geber

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Mit 300 W Systemleistung und moderner Echolottechnik ist das Striker Plus 4cv technisch gut ausgerüstet. Dieses Garmin-Echolot bedient sich nicht nur des modernen Chirp-Sonar, es liefert auch den guten Gt20-Dual-Beam-Geber mit, der im Zweifrequenzmodus (77 / 200 Khz) mit 20 Khz Frequenzbreite chirpen kann. Die Bilder sind gut strukturiert und detailliert in der Darstellung.

In dieser Preislage kann man mit den Scanergebnissen auch im Downscan-Verfahren zufrieden sein. Mit Garmin Quick Draw Contours besitzt das Gerät außerdem die Möglichkeit eigene Tiefenkarten von seinem persönlichen Lieblingsgewässer erstellen zu können. Ein GPS-Modul ist eingebaut und lässt damit alle grundlegenden Funktionen zu, um erfolgreiche Angelstellen wiederfinden zu können.

Garmin Striker Plus 4cv Test

Hauptmerkmale

  • GPS-Fischfinder mit 4.3 Zoll großem Display, branchenführendem Echolot und Quickdraw-Contours-Kartensoftware.
  • Einschließlich Geber für integrierte traditionelles CHIRP, sowie CHIRP-ClearVü.
  • Integrierte Garmin-Quickdraw-Contours-Kartensoftware zum Erstellen und Speichern von Karten mit Tiefenlinien von 30 cm (1 Fuß) für bis zu 8000 km² (2 Millionen Acres).
  • Integriertes GPS zum Markieren von Wegpunkten, Erstellen von Routen und Anzeigen der Geschwindigkeit des Boots.
  • Helles, auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbares, 4.3-Zoll-Display und intuitive Benutzeroberfläche.
  • Robustes Design, das für alle Bedingungen beim Fischen geeignet ist.
  • Preis: ca. 200,00 €

5.2 Gute Wahl beim 5-Zöller: Lowrance Hook 5 Reveal mit HDI-Geber

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In der dritten Hook-Generation wurden die Geräte und HDI-Geber grundlegend überarbeitet. Im Ergebnis verfügen wir hier über Chirp nun auch parallel zu DownScan und über die Reveal-Funktion als besonderes Schmankerl. Im Reveal-Verfahren werden die Fischsicheln aus 2D als Leuchtbögen in das DownScan-Bild eingepasst, so dass eine optimale Darstellung der erkannten Fischpopulation direkt zur Verfügung steht.

Dieses Lowrance-Echolot nimmt Anpassungen und Feineinstellungen automatisch vor. Für erstklassige Bilder ist daher keine manuelle Justierung nötig, perfekt also fürs Belly Boot. Fische finden kann so einfach sein mit dem richtigen Echolot.

Hauptfunktionen:

  • FishReveal,
  • Genesis-Live-Echtzeit-Kartographie,
  • automatisches Feintuning,
  • 83 / 200 HDI-Geber mit CHIRP und DownScan, 
  • SolarMAX-Display mit 800×480 Pixel,
  • Sendeleistung 500 W,
  • Tastaturbedienung mit Schnellzugriff,
  • microSD-Kartensteckplatz
  • und GPS mit Kartenplotter.
  • Außerdem Kartierungsoptionen wie C-MAP, C-MAP Genesis oder Navionics.
  • Preis: ca. 320,00 € 

5.3 Das Belly-Boat-Highlight: Humminbird Helix 5 SI CHIRP GPS mit G2-Geber (Modelljahr 2020 mit Si-Geber)

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Im 5-Zoll-Bereich ist dieses Humminbird-Echolot ein absolutes Highlight am Belly Boot – nicht nur für Freunde des pelagischen und vertikalen Angels. Mit echtem Chirp in allen drei Echolotmodi (2D, Down- und SideScan), dem Autochart-Live-Kartierungssystem sowie einer vereinfachten Bedienung (Reflex-Menü) überzeugen die überaus differenzierten, detailauflösenden Bilder auf der ganzen Linie. Hier hat Humminbird sowohl bei Ausstattung als auch Technik gute Arbeit geleistet. Mit der SideScan-Funktion ist auf dem Belly Boat das Raten, wo der Fisch sich aktuell befindet, kein Thema mehr.

Humminbird_Helix_5_Test

Einige Highlights des Fischfinders:

  • Echtes Chirp und Switchfire in 2D-, Down- und SideImage.
  • 3-Frequenz-Geber-SI mit 2 x 85°-Sendekegel, 455 kHz @ -10dB und 20° & 60°-
    Sendekegel, 200 & 83 kHz @ -10dB (Side Imaging 180° Abdeckung, Dual
    Beam PLUS™ mit SwitchFire und Down Imaging).
  • Autochart Live erstellt in Echtzeit Tiefenkarten.
  • Jigging-Modus für das vertikale und pelagische Angeln.
  • Bildschirm 800 x 480 Pixel mit 256 Farben im 16:9 Format.
  • Sendeleistung 500 Watt.
  • Reflex-Interface für intuitive und leichte Bedienung.
  • Vielfältige Einstellmöglichkeiten, z.B. bei den Sendefrequenzen oder Geberwinkel.
  • SD-Kartenschacht.
  • Kartenplotterfunktion mit gängigen Seekarten.
  • Präzises GPS mit hoher Empfindlichkeit.
  • Humminbird Unimap Seekarte Europa vorinstalliert.
  • Preis mit SI-Geber:  ca. 465,00 € 

6. Ein Belly Boot kaufen: Unsere Empfehlungen

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Beim Echolotverkauf machen viele Händler die Erfahrung, dass Kunden ihren gesteckten Preisrahmen z. T. erheblich überschreiten. Der Grund: Der Kunde möchte die aktuellste Technologie erwerben. Ob er sie braucht, wird eher nicht hinterfragt. Nun, ein überqualifiziertes Echolot richtet keinen Schaden an. Letztlich hat man nur zu viel Geld ausgegeben. 

Beim Belly Boot sehen die Voraussetzungen ganz anders aus. Unsere Sicherheit auf dem Wasser hängt von diesem Gefährt ab. So hat jede Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Modell immer mit der Frage zu tun, wieviel mir mein eigenes Wohlbefinden wert ist. Wer das beim Kauf eines solchen Gefährts verinnerlicht hat, wird sehr genau hinschauen, was ihm angeboten wird. Im Zweifel wird man auch seine Budgetgrenzen hinterfragen müssen. Hier allerdings unter einer anderen Prämisse als beim Echolotkauf. 

Wir wollen jetzt einmal an einem einzelnen Belly Boat die Qualitätsmerkmale und Ausstattungsdetails durchsprechen, die als Kaufkriterien wichtig sein sollten. Das hier vorgestellte Modell Elling Optimus Max ist unserer Meinung nach bis ins Details durchdacht und qualitativ hochwertig ausgeführt. Der Hersteller sitzt in der Ukraine (made in EU), vertrieben wird das Boot von Boat-Expert in Hanau, der auch an der Entwicklung beteiligt ist.

Elling_Optimus_Max_Belly_Boat_kaufen_Empfehlung
Das Elling Optimus Max komplett aufgebaut mit allem Zubehör, das im Lieferumfang enthalten ist. 1: FASTen-Schloss plus Echolothalter, 2: FASTen-Schloss unbelegt, 3: Spannetz, 4: Rutenhalter (2 Stück), 5: Gelenkstab für Echolot-Geber-Leak-Befestigung, 6: FASTen-Borika-Ruder, 7: Anlerleinklemme, 8: Taschen (2-Stück), 9: Rutenhalterschlaufen (Sitzrückseite). Bildnachweis: boat-expert.de

Das Gefährt ist aus 5-lagigem PVC gefertigt, das eine Masse von 950 g/m² mitbringt. Alle Hauptnähte sind verschweißt. Das ist aus Haltbarkeits- und Dichtigkeitsgründen wichtig und lange nicht Standard bei den meisten Vertretern der Gattung, die vorwiegend aus chinesischen Fabriken stammen.

Mit einem Schlauchdurchmesser von 32 cm und einer Länge von rund 170 cm sind mehr als 250 kg Tragkraft im Angebot. 55 cm Sitzbreite sichern Bewegungsfreiheit beim Angeln auch für kräftigere Sportsfreunde. Auftriebsreserven stehen selbst bei Vollausstattung mit Equipment und kabbeligem Wetter genug zur Verfügung. Mit drei getrennten Luftkammern im Schlauch, dem Druckluftsitz und Einlegeboden sind insgesamt fünf getrennte luftgefüllte Einheiten vorhanden, die einen hohen Sicherheitsstandard sicherstellen. 

Fünf nutzbare Montageinseln mit FASTen-Universalschlössern auf den Schläuchen, je zwei Montageschienen (Lieks) links und rechts an den Schläuchen sowie zwei Einschubhalterungen (Plastikschlaufen) an der Sitzrücklehnen machen das Optimus Max für die allermeisten Ausstattungswünsche von Haus aus tauglich. Rutenablage kein Problem, entweder in die Plastikschlaufen hinten am Sitz oder/und in zwei mitgelieferte FASTen-Rutenhalter, die in die Schlösser geklickt werden. 

Für das Echolot ist eine FASTen-Montageplattform vorhanden und die ebenfalls mitgelieferte Gelenkstange für den Geber schiebt man in eine der Montageschienen (Leaks). Bevorzugt im hinteren Bereich, damit die Wasserströmung bei Flossenbewegung das Echo nicht stört. FASTen-Borika-Ruder aus beschichtetem Aluminium mit patentierten FASTen-Ruderdollen bilden das zweite Antriebskonzept des Optimus Max. Die Ruder passen auch in die Rutenhalter am Sitz, falls die Ablage an den Seitenschläuchen stören sollte.

Angeln_mit_dem_Belly_boot_und_Zubehoer
Detailaufnahmen von FASTen-Schloss (links) als Zubehöraufnahme, eingesetztem Rutenhalter (mittig) und Montageschiene (Leak) für die Aufnahme von Drehhalterungen (Geber, Kamera etc. / rechts) Bildnachweis: boat-expert.de

Ein weiteres PLUS sind die abnehmbaren Taschen mit je 27 Liter Volumen. Damit steht genügend Stauraum auch für umfangreiches Zubehör zur Verfügung. Die Verarbeitung, die Qualität der Reißverschlüsse und das verwendete Gurtmaterial zum Befestigen sind auf Dauerbeanspruchung ausgelegt. Im Lieferumfang enthalten ist schließlich auch eine verstellbare FASTen-Ankerleinklemme und acht montierte D-Ringe aus Edelstahl. Sie sind an den wichtigsten Stellen über das Boot verteilt. Eine Elektromotor-Option ist ebenso vorhanden.

Ein passender Motorspiegel kann jederzeit nachgerüstet werden. Es stehen dabei zwei zwei Spiegeltypen zur Auswahl: Einer für den spitzen Bug, sowie ein weiterer für die Seitenmontage. Zubehör wie z. B. eine Teleskopstange für das Lonako-Positionslicht und den Schleppwimpel, zusätzliche FASTen-Halterungen, Rutenhalter oder Gelenkstangen für die Action-Kamera sind bei Bedarf zusätzlich nachrüstbar. Insgesamt stimmen bei diesem Boot viele Details, weil sie zuerst praxisgerecht gedacht und danach konsequent hochwertig ausgeführt wurden.

Wie kann man nun vorgehen, wenn man ein Belly Boot kaufen möchte? Zunächst packen wir alle Features dieses Bootes in eine Tabelle, in die man parallel das oder die Boote eintragen kann, die man zum Kauf ins Auge gefasst hat. Im direkten Vergleich wird man anschließend die eigene Wahl mit dem hier gezeigten optimierten Boot vergleichen, das Zubehör kalkulieren und den Endpreis berechnen. Danach lässt sich gut abschätzen, was man für sein Geld bekommt und wie praxisnah es sich präsentiert.

Kriterien zum Kauf eines Belly Boots:

Elling Optimus Max
www.Boat-Expert.de
Preis : 845,00€
Ausrüstung
Ausführung
Ausstattung
Plus
Kosten
Name Ausrüstung
Ausführung
Ausstattung
Plus
Kosten
Materialeinsatz PVC 950 g/m²
Nähte verschweißt
Luftkammern Basis drei
Luftkammern gesamt fünf
Tragkraft > 250 kg
Gewicht 15,5 kg
Pumpe und Reparaturset Ja
Ruder aus Aluminium zwei
Taschen 2 x 27 l
Taschen abnehmbar Ja
Sitz über Wasser Ja
Bodenplane fest Ja
Bodenauflage luftgefüllt Ja
Sitz luftgefüllt Ja
Spannnetz Heck Ja
Montageschienen Leaks vier
FASTen-Universalschloss fünf
D-Ringe Edelstahl acht
FASTen-Rutenhalter
zwei
FASTen-Echolotplatform eine
FASTen-Kippstange für den Geber eine
FASTen-Ankerleinklemme eine
Motorspiegel Als Zubehör erhältlich
Weiteres FASTen-Zubehör z. B. für GoPro erhältlich Ja
Gesamtpreis 845 €

7. Wie lässt es sich mit dem Bellyboot angeln?

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Gehen wir der Reihe nach vor. Das Belly Boat selbst passt in eine große Sporttasche – oder je nach Packformat in ein quaderförmiges Packformat. Kofferraummäßig ist jedes mittelgroße und nicht zu flache Gepäckabteil eines Autos für den Transport geeignet. Wer allerdings mit der gesamten Familie in Urlaub möchte, sollte schon einen großen Van sein eigen nennen, denn mit einem Mittelklasse Kombi kann es etwas eng werden. Gewichtsmäßig bewegen wir uns im Bereich von unter 20 kg. Es lässt sich also noch gut alleine tragen. Häufig kann die Transporttasche außerdem mit Riemen auf den Rücken gepackt werden. Fertig aufgebaute Boote habe diese Möglichkeit mitunter auch.

Der Bootsaufbau mit allem Zubehör dauert etwa 20 Minuten. Mit viel Routine geht es auch schneller. Das Volumen der Luftpumpe hat dabei selbstverständlich Einfluss auf die Zeit. Ruckzuck geht es elektrisch, dann muss aber das Auto greifbar sein oder die Echolotbatterie ist im Einsatz. Bei elektrisch betriebenen Pumpen sollte eine Druckbegrenzung einstellbar sein. Niemand möchte überdehnte Nähte oder Schläuche, weil nicht umsichtig aufgeblasen wurde. Als Geheimtipp gelten akkubetriebene Luftpumpen, die sehr handlich sind und über Druckbegrenzungen verfügen. Diese eignen sich hervorragend für das Aufpumpen eines Belly Boots und sind auch für den Notfall auf dem Wasser zu empfehlen. Die Kosten für eine solche sind mit ca. 40 € überschaubar.   

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Bei der Größe dieses Schwarzbarsches hat es sich gut lachen. Stellen, an welchen man solche Prachtexemplare findet, sind vom Ufer aus nicht zu erreichen. Mit dem passenden Echolot ist es zudem leicht Barschberge,- schulen und interessante Kleinfischschwärme auszumachen, um diese danach anzufahren. Bildnachweis: sevenbassdesign.com
Wie hilfreich ein Echolot auch auf dem Belly Boat sein kann, zeigt dieser Screenshot eines Barschschwarms im Herbst. Interessant ist auch die Wassertemperatur, die bei diesen Verhältnissen zwingend eine Neopren-Wathose erfordert.

Beim Einsteigen muss genug Wasser unter dem Boot sein, um Beschädigung zu vermeiden. Mit einem Boot auf Grund geht eh nichts vorwärts. Das Gehen mit Flossen ist ein wenig ungewohnt. Die Bewegung mit den Schwimmhilfen im Wasser zum Vorwärtskommen beherrscht man aber intuitiv.

Bei den Ruten sind kleine Typen um die 2 m Länge anzuraten. Eine kurze Grifflänge ist auch von Vorteil. Alles andere ist unhandlich und verdirbt die Freude am Fischen schnell und nachhaltig. Mit den Haken ist besondere Umsicht gefragt. Horrorszenarien wie „Haken schlitzt aus bei großem Fisch dicht am Boot“ könnten zur Erkenntnis führen: „Die Luft geht raus!“. 

Gewöhnungsbedürftig ist das Gefühl ein wenig auf dem Drehteller zu sitzen. Beim Drill eines größeren Fisches ist das eher vorteilhaft, weil dem Richtungswechsel des Fisches schnell gefolgt werden kann. Aufgrund der kleinen Bootsmaße gibt es auch kein Problem, falls der Fisch unter das Boot zieht. Der Kescher ist in der Wat-Ausführung an Bord. Man sitzt ja direkt am zu landenden Fisch. Auf dem Belly Boot weiß sowieso niemand wohin mit langen Stielen, wenn der Fische die Seite wechselt.

Mit dem Angelzubehör heißt der Umgang „klar Schiff“. Da sind Ordnungsfanatiker klar im Vorteil. Man hat wenig Raum irgendetwas zu suchen. Spitze Gegenstände sind Feinde des schwimmenden Untersatzes und auf Haken lässt es sich sowieso schlecht sitzen. 

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In den Flachgebieten der Ostsee kommt man mit dem Belly Boot allerlei Meeresbewohnern an die Schuppen. Die Küche wird sich freuen. Den Fang kühlt man während des Fischens nach der Indianermethode (s. links unten). Bildnachweis: boat-expert.de

Sobald nun der ersehnte Fisch an der Angel hängt, ergibt sich die Frage “Wohin mit ihm?” Auf dem Boot kann es mitunter ordentlich warm werden – PVC sei Dank. Da hilft nur die Expertenmethode: Den Fisch auf eine Schnur ziehen und zur besseren Kühlung im Wasser lassen. So machten es schon die Indianer, wenn sie auf den großen Seen mit dem Kanu unterwegs waren.

Welche Erkenntnis bleibt? Bei der Entscheidung, ein Belly Boot kaufen zu wollen, sollte man sich Zeit lassen, um alle Kriterien sorgfältig abzuwägen. Das Angeln mit einem solchen macht richtig Spaß und rechtfertigt den zu betreibenden Aufwand allemal. Gefühlt ist man auf dem Gummireifen näher am Geschehen. Mit der richtigen Abendstimmung oder dem frühen Morgennebel verschmilzt man förmlich mit den Elementen. Das mag durchaus an der Tatsache liegen, dass man mit einem Teil des Körpers ja dauerhaft eingetaucht ist.

8. Sicherheit: Beim Belly Boat oberstes Gebot?

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Natürlich, da wird niemand widersprechen – auch wenn die Realität häufig anders aussieht. Machen wir uns klar: Unser Leben hängt von einem Stück aufgeblasenem Schlauch ab, der schon mit kleinen Undichtigkeiten sicher untergehen wird. Stellt sich die Frage, wer schon Schwimmversuche mit Kleidung und Wathose unternommen hat? Die Antwort möchte niemand wissen.

Wichtig ist: Jeder muss sich des Risikos der Belly-Boot-Nutzung bewusst sein. Vor allem dann, wenn er auf größeren Gewässer unterwegs ist. Für den Ernstfall sollte eine entsprechende Sicherheitsausrüstung immer mit an Bord sein. Experten empfehlen außerdem zu jeder Zeit eine Schwimmweste zu tragen. Ansonsten kann das Mitführen einer Luftpumpe, Signalpfeife und einem wasserdicht verpackten Handy eigentlich nur nützlich sein. Wer dann noch mit einem Partner unterwegs ist, hat sich ein gutes Stück gegen alle Eventualitäten abgesichert.   

9. Schlussbetrachtung: Fischen mit dem Belly Boot

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Wer einmal mit dem Belly Boat unterwegs war, kann zweierlei erleben. Entweder stellt sich Begeisterung ein – oder aber Frust. Beides liegt sehr nahe beieinander. Ein Belly Boat ist klein, eng und wenig geeignet, um viel Zeugs unterzubringen und griffbereit zu lagern. Wer gerade als Neuling nicht gut vorbereitet ist, kann schnell nervös werden und alles zum Teufel wünschen. Andererseits eröffnet das Gefährt ungeahnte Möglichkeiten erfolgreich zu fischen und sich mit seinem Gewässer und der Natur eins zu fühlen. Oberste Prämisse ist jedoch, immer ruhig und entspannt vorzugehen. Warum also kein Belly Boat kaufen und es einmal selbst ausprobieren? 

Falls ihr Erfahrungen mit der Belly-Boot-Angelei, Fragen oder Tipps zu dieser habt und Eure Erfahrungen mit uns teilen wollt, greift zur Tastatur. Wir freuen uns über eure Rückmeldung.

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