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Angeln

4.3
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Kurz vorweg: Hier ließt du einen Auszug aus dem Buch “Modernes Fische Finden – Barsche”. Zum besseren Verständnis. In den Abschnitten des Buches zuvor ging es um die einzelnen Beutearten, auf die es Barsche unterschiedlich stark abgesehen haben. Damit geht es gleich weiter mit dem Auszug des Barschbuches. Viel Spaß

Wirbellose Tiere

Wie wir in der Aufzählung der einzelnen Beutearten gesehen haben, lässt sich für die wirbellosen Tiere eine relativ feste Maximalgröße oder besser Orientierungsgröße ableiten. Die erfassten Beutearten waren mit 2-3 cm Maximallänge Bachflohkrebse und Wasserasseln. Wie gesagt, sprechen wir hier von einer Vielzahl der Beutetiere. Wir wollen explizit nicht ausschließen, dass sich der ein oder andere Barsch auch an den größten Beutetieren versucht. Die Länge bei den Wasserasseln und den Bach- flohkrebsen ergibt sich aus dem zu erwarteten Wachstum der jeweiligen Tierart. Egel werden bis zu 15 cm lang. Welche Länge die gefundenen Egel in den Mägen der Bar- sche hatten, wissen wir nicht.

Das Beutefenster für Fische

Bei den Beutefischen waren die Zahlen ähnlich. In mehreren Studien zum Kannibalis- mus sprachen die Forscher immer wieder von einem Kannibalismus- oder Beutefens- ter. Dieses Fenster setzt das Verhältnis der Länge der kannibalischen Barsche und ihrer Beutefische ins Verhältnis.

Bei welcher Größe werden kleine Barsche am häufigsten von den größeren Barschen angegriffen (Auszug “Modernes Fische Finden – Barsche”


Abbildung 3.32—Häufigkeit der Angriffe großer Barsche auf kleine Barsche (in den unterschiedlichen Lebenswochen junger Barsche)

Wir sehen hier eine Erweiterung der Grafik aus dem Abschnitt 3.9.3 „Wie schnell wach- sen junge Barsche im ersten Jahr?“ auf Seite 62. Dem wöchentlichen Wachstum der unterjährigen Barsche (blaue Linie) haben wir die Häufigkeit der Angriffe (grüne Linie) älterer Barsche auf die Jungen zugefügt.

Die jungen Barsche hatten eine Schonfrist von ca. 30 Tagen, nachdem sie geschlüpft waren. Ab der 4. Woche oder einer Länge von 1 cm stieg die Häufigkeit der Attacken steil an. Die meisten Angriffe auf die jungen Barsche wurden in ihrer 7. Lebenswoche beobachtet. Da hatten sie schon eine Länge von 2-3 cm. Haben die unterjährigen Barsche die Länge von ca. 5 cm erreicht, nahm die Angriffshäufigkeit wieder stark ab. Nach drei Monaten war dann vollkommen Schluss und die Barsche lagen anschei- nend außerhalb des Beutefensters der erwachsenen Barsche. Kommen die jungen Barsche im Mai zur Welt, hätten wir ein aktives Beutefenster von Juni bis August mit einem Peak Ende Juni bis Ende Juli.

Was wir noch nicht erwähnt haben, was aber durchaus wichtig ist, ist die Frage, wel- che Größe die Kannibalen hatten. Aus den Daten können wir eine Länge von ca. 16 cm bestimmen. Das optimale Verhältnis von Räuber zu Beute lag hier bei ca. 5:1.

Merke

Für uns Angler ist ein 16 cm langer Barsch natürlich keine Option, sodass wir ins- tinktiv das oben beschriebene Beutefenster um ein paar Lebenswochen erweitern werden. Legt man die 5:1-Regel zugrunde, würde die optimale Köderlänge für einen 35er Barsch bei ca. 7 cm liegen. Ok, das ist doch mal eine Ansage und eine gute Richtgröße, beim Köderkauf und der Auswahl am Wasser.


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