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Fischfinder Tests

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Wie es scheint, sind Wurfecholote inzwischen auch fĂŒr andere Sonar-Hersteller als Deeper UAB interessant geworden. Lowrance hat mit dem FishHunter Pro seit lĂ€ngerem eine Alternative im Angebot, aktuell versucht Garmin ein Modell aus seinen Reihen am Markt zu etablieren.

Garmin Striker Cast heißt die Neuschöpfung des Herstellers, die in zwei Varianten (mit oder ohne GPS) angeboten wird. Wir haben uns die GPS-Type angeschaut und klĂ€ren in diesem Echolot-Test u.a. die Frage, ob es sich lohnt auf ein Garmin Striker Cast zu setzen oder doch lieber auf den MarktfĂŒhrer unter den auswerfbaren Fischfindern: Das Deeper-Sonar.

Garmin_Striker_Cast_Wurfecholot
Eines der sauberen Striker-Cast-Echolotbilder mit eingeschalteter Fischanzeige auf dem Apple iPad. Bodenstrukturen und Beschaffenheit sind gut ablesbar. Die Differenzierung der Darstellungen ist naturgemĂ€ĂŸ schlechter als bei den großen Striker-Fischfinder. Allein schon aus dem Grund, weil der technische Einsatz dort anderen AnsprĂŒchen genĂŒgt. FĂŒr ein kleines GerĂ€t, wie den Striker Cast, sind die Ergebnisse aber ausgezeichnet.
Garmin ist mit seinem Angebot zwar etwas spĂ€t unterwegs, hatte aber dafĂŒr genug Zeit den Markt zu sondieren und wichtige Erkenntnisse in die Entwicklung einfließen zu lassen. Wie gut das dem Hersteller gelungen ist, dem sind wir in unserem Praxistest auf den Grund gegangen. Diesen haben wir auch bei winterlichen Temperaturen nicht gescheut, um Dir noch vor dem Start der neuen Angelsaison, einen fundierten Erfahrungsbericht zum Garmin Striker Cast prĂ€sentieren zu können.

Was Dich in diesem Beitrag erwartet:

  1. Warum ein Wurfecholot?
  2. Garmin Striker Cast GPS: Der erste Eindruck.
  3. Die wichtigsten Erfahrungswerte im Umgang mit dem Fisch-Sonar.
  4. Wie stellt sich der Garmin Striker Cast in der Praxis an? (Erfahrungen)
    1. Die Vorbereitungen auf das Angeln mit dem Echolot.
    2. Wie geht es am Wasser weiter?
    3. Die Angelstelle erkunden.
    4. Eigene Karten mit Quick Draw Contours erstellen.
  5. Fazit unseres Garmin-Striker-Cast-GPS-Test.
  6. Striker Cast vs Deeper: Unsere Empfehlung.

1. Warum ein Wurfecholot?

Zum Inhaltsverzeichnis Als Ufer-, Strand- oder Pierangler sind Informationen zum aktuell befischten GewĂ€sserabschnitt rar gesĂ€t. Zwar lĂ€sst sich die Tiefe mit einem Bleilot ermitteln – Erkenntnisse ĂŒber die Bodenformation oder fischreiche Abschnitte (sprich Hotspots) erhĂ€lt man dadurch aber keine. Um das zu Ă€ndern, ist ein auswerfbares Echolot die perfekte Angelhilfe. Eine der neuesten Erscheinung am Markt ist hierbei der Garmin Striker Cast. Diese kleine, nur 75g schwere, blaue Plastikkugel, ist ein echter Fischfinder. Er zaubert drahtlos (Bluetooth) Bilder der Unterwasserwelt ĂŒber die Garmin Striker Cast App auf das Handy oder Tablet. Mit erstaunlichen Resultaten, wie wir im weitere Verlauf dieses Testberichts noch sehen werden.

2. Garmin Striker Cast GPS: Der erste Eindruck.

Zum Inhaltsverzeichnis Die Echoloteinheit mit GPS ist eine tennisballgroße, leuchtblaue Hartplastikkugel, die ringsherum wasserdicht versiegelt wurde. Auf der Unterseite liegt ein offener USB-Anschluss (wasserfest) fĂŒr die Aufladung des Akkus und mögliche DatenĂŒbertragungen von Firmware-Updates. Neben dem USB-Anschluss findest Du zwei Pins, die das GerĂ€t bei Wasserkontakt ein- und bei Entnahme aus dem Wasser wieder ausschalten. Die Einheit
  1. befestigst Du an deiner Angelrute,
  2. wirfst aus,
  3. stellst ĂŒber die Einstellungen des Smartphones eine Bluetooth-Verbindung her
  4. und schon zeigt Deine Garmin-App wunderschöne Echolotbilder.
Genauso einfach kannst Du fĂŒr ein GewĂ€sser eigene Angelkarten erstellen und auf diesen Wegepunkte als erfolgversprechende Spots kennzeichnen. Nie war es so einfach, die Unterwasserwelt Deiner FischgrĂŒnde zu erkunden.

3. Die wichtigsten Erfahrungswerte im Umgang mit dem Fisch-Sonar.

Zum Inhaltsverzeichnis Ein Garmin Striker Cast kostet gutes Geld (um die 200 €), sodass ein Verlust oder eine BeschĂ€digung des GerĂ€ts mehr als Ă€rgerlich wĂ€re. Deshalb solltest Du zuallererst darauf achten, beim Auswerfen des Echolotes kein Hindernis wie einen Felsen o.Ă€. zu treffen. Zugegebenerweise kommt so ein Fall sicher nicht allzu oft vor. Die meisten Wurfecholote gehen beim Wurfstopp durch einen umgeklappten BĂŒgel verloren. Dann wird es spannend, wie weit und wohin der Striker Cast geflogen ist – und ob er sich wieder einholen lĂ€sst. Zwei Maßnahmen können einen solchen Verlust allerdings leicht verhindern.

Tipp 1: Ein paar Meter Schlagschnur mit hoher Tragkraft als Vorfach zum Anbinden des GerĂ€tes reißen auch im Ernstfall nicht ab. Wenn Du dann noch deine Bremse passend einstellst, wird auch ein Gewaltwurf abgefedert. Der Striker Cast bleibt dran. Übrigens: Die beiden Karabinerwirbel, die beim Kauf beiliegen, solltest Du vorsichtshalber lieber nicht benutzen. Den ersten Abriss beim Praxistest hatten wir genau an einem von diesen.

Tipp 2: Dank GPS lĂ€sst sich ein abgerissener Striker Cast jederzeit durch die App lokalisieren, sodass anhand der GewĂ€sserkarte sein Standort sicher bestimmt werden kann. Das bringt Dich natĂŒrlich nur weiter, falls Du die kleine Schwimmboje nicht schon – und vor allem nicht außerhalb Deiner Reichweite – gesichtet hast. Es hilft Dir genauso wenig dabei, die schwimmende Kugel an Land zu ziehen oder von einem Baum zu holen.

4. Wie stellt sich der Garmin Striker Cast in der Praxis an? (Erfahrungen)

Zum Inhaltsverzeichnis In den folgenden Kapiteln wollen wir Dir die Erfahrungen aus unserem Praxistest prĂ€sentieren, damit Du basierend auf diesen eine fundierte Kaufentscheidung treffen kannst. Und zwar darĂŒber, ob bei der Anschaffung eines Wurfecholots der Garmin Striker Cast als Alternative zum MarktfĂŒhrer Deeper in Frage kommt – oder, ob man bei dem nahezu identen Preis, doch besser der jahrelangen Erfahrung von Deeper den Vorzug geben sollte.

4.1 Die Vorbereitungen auf das Angeln mit dem Echolot

Als ersten Schritt lĂ€dst Du den Akku des Striker Cast auf. Dazu wird das GerĂ€t mit dem beiliegenden USB-Kabel versehen und mit einem USB-Port am Computer oder einem passenden Netzteil verbunden. Eine rot blinkende LED signalisiert einen laufenden Ladevorgang. Das Laden dauert fĂŒr eine Vollladung etwa 1,5 – 2 Stunden. Das sollte danach laut Hersteller fĂŒr einen zehnstĂŒndigen Einsatz am Wasser ausreichen. WĂ€hrend der Echolot-Akku lĂ€dt, kannst Du schon einmal die Garmin-Striker-App aus dem Google Play oder dem Apple Store herunterladen. Über diese lĂ€uft spĂ€ter die gesamte Kommunikation mit dem Striker Cast, einschließlich der Bildschirmanzeige fĂŒr die Echolot- und Kartenbilder.
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FĂŒr das Smartphone gibt es beim Wurfecholoteinsatz zwar spezielle, leichte Halterungen zum Anbringen an der Rute. Wir haben allerdings unsere stabile Fahrradhalterung verwendet, die leider deutlich schwerer ist. Die verwendete Rute ist hier 3,60 m lang. Das erleichtert das FĂŒhren des Echolots und hat sich auch als hilfreich erwiesen, als die Kugel im weichen Eis feststeckte. Als Schnur haben wir eine 0,28 mm starke, geflochtene mit hoher Tragkraft genutzt.

4.2 Wie geht es am Wasser weiter?

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Das Striker Cast hast Du an einer stabilen und nicht zu kurzen Rute befestigt, dein Smartphone befindet sich oberhalb des Rutengriffs in einer passenden Halterung (z.B. die vom Fahrrad) – und schon kann es losgehen. Zuerst das Wurfecholot ins Wasser legen, um eine drahtlose Verbindung aufzubauen. Falls Du auf Nummer Sicher gehen willst, kannst Du die Verbindungsaufnahme auch schon einmal zu Hause ausprobieren.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Striker Cast an Land einzuschalten. Falls Du den Ablauf simulieren möchtest, nimmst Du fĂŒr den Vorgang einen Eimer Wasser. Warum wir ĂŒberhaupt auf diese Idee gekommen sind, haben wir unserem Apple iPad zu verdanken, das am Wasser partout keine Bluetooth-Verbindung aufnehmen wollte. Mit dem Smartphone und Android klappte es auf Anhieb. Die Ursache wurde dann im Nachgang zu Hause gefunden. Das iPad suchte eine frĂŒhere Verbindung eines anderen Striker Cast, die noch nicht gelöscht worden war. Nun gut, im Grunde genommen geht alle ganz einfach:

  1. Den Striker Cast zu Wasser lassen,
  2. woraufhin seine LED rot-grĂŒn blinkend die Verbindungsbereitschaft signalisiert
  3. und die App automatisch die Bluetooth-Verbindung herstellen sollte.

4.3 Die Angelstelle erkunden

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Nun arbeitest Du – am besten fĂ€cherförmig – deinen Angelbereich ab. Das Striker Cast wird dabei nach dem Auswerfen mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit wieder eingezogen. Auf dem Bildschirm kannst Du die Scanergebnisse verfolgen und dabei die Tiefe, den Grundverlauf sowie die Vegetation erkennen. Mit dem GerĂ€t geht das bemerkenswert gut. Die Bilder sind aussagekrĂ€ftig, gut strukturiert und detailauflösend.

Zwei Sendefrequenzen von 260 kHz und 455 kHz sind außerdem nutzbar. Sie unterscheiden sich im Öffnungswinkel und damit in der GrĂ¶ĂŸe des Abtastbereiches. Am besten fĂ€ngst Du mit 260 kHz an, um erst einmal einen Überblick ĂŒber die GewĂ€sserstruktur zu gewinnen. Mit dem großen Scanbereich ist diese Frequenz auch fĂŒr die Fischsuche bestens geeignet. Im Detail kannst Du danach besonders interessante Stellen mit der hohen 455-kHz-Frequenz bei besserer Objekttrennung und Detailauflösung durchleuchten.

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Das Non-Plus-Ultra fĂŒr die Wiedergabe und Verarbeitung der Garmin-Striker-Cast-Daten ist ein Apple iPad. Auflösung, Verarbeitungsgeschwindigkeit und der riesige 10 Zoll große Bildschirm sind einfach ideal, um jedes noch so kleine Detail zu erfassen. Die Bilder aus unserem Praxistest sind im Vergleich sichtbar besser aufgelöst und differenzierter als die Vergleichsansicht aus dem Striker-Cast-Simulator im nĂ€chsten Bild auf einem Android-Smartphone.
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Ein interessanter Vergleich zu unseren Praxisaufnahmen. ZunÀchst fehlt den Smartphone-Formaten die Höhe des Tablets: Das schmÀlert den Informationsgehalt zwar nicht, komprimiert ihn jedoch auf rund die HÀlfte. Qualitativ konnten wir bei allen Screenshots in der Summe bessere Aufnahmen erzielen, als der Hersteller in seiner Simulation anbietet. Die StÀrke des Bluetooth-Signals lÀsst bei dieser zudem einen sehr kurzen Abstand zum Echolot vermuten. Oben sind wir nicht einmal 10m entfernt und die SignalstÀrke hat bereits deutlich abgenommen.

Der Garmin Striker stellt auf Wunsch schwebende Objekte mit einem entsprechenden Fischsymbol dar. Das ist einerseits Ă€ußerst hilfreich, um Fischpopulationen zu finden – kann andererseits aber durchaus zu Fehlinformationen fĂŒhren. Es können nĂ€mlich auch andere schwebende Objekte als Fische interpretiert werden, die im Endeffekt jedoch keine sind. Die Trefferquote „Fisch oder kein Fisch“ dĂŒrfte dabei nicht allzu nahe an den 100% liegen.

Trotzdem erleichtert diese Funktion das Fischefinden enorm: Auch, wenn ab und an mal etwas mehr Fische angezeigt werden sollten, als wirklich vorhanden sind – oder umgekehrt. Immerhin haben unsere Versuche im Gartenteich gezeigt, dass die Fische, die zu sehen waren (auch dicht ĂŒber dem Grund), zuverlĂ€ssig erkannt wurden. Was will man mehr?

4.4 Eigene Karten mit Quick Draw Contours erstellen

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Die Garmin-Striker-App bringt eine allgemeine topographische Grundkarte mit. Mit dem Zoom in dieser Karte findet man das aktuelle GewĂ€sser und in diesem, mit einem Symbol gekennzeichnet, auch explizit den Standort des Striker Cast. Das ist schön anzusehen – und wie bereits erwĂ€hnt – Ă€ußerst hilfreich bei einem verloren gegangenen GerĂ€t. FĂŒr das Sonar-Fischen selbst liefert diese Ansicht jedoch keine brauchbaren Informationen.

Um diese zu erhalten, musst Du mit der Quick-Draw-Contours-Funktion eine Live-Angelkarte mit Tiefenlinien und Tiefenangaben erstellen. Die Handhabung ist hierbei unkompliziert und benötigt nur wenige Schritte. In der Striker-Cast-App wĂ€hlst Du zuerst “KARTE” und dann ĂŒber > ≡ “AUFZEICHNEN”. So wird danach beim Echolot-Angeln eine aktuelle GewĂ€sserkarte erstellt. Du kannst dabei die Ansicht frei wĂ€hlen: Echolotbilder oder Kartenerstellung. Wenn das jetzt noch mit einem Bildschirm-Split machbar wĂ€re, hĂ€tten wir ideale Bedingungen.

Voraussetzung fĂŒr die Kartografie des GewĂ€ssers ist allerdings ein brauchbares GPS-Signal fĂŒr den Standort plus den Tiefenangaben vom Echolot. Zur Kontrolle erscheint auf der entstehenden Karte ein farbiger Kreis (KreisgrĂ¶ĂŸe = Erfassungsbereich), um das Echolotsymbol âšČ herum. Ist dieser grĂŒn eingefĂ€rbt, stimmen Einholgeschwindigkeit, Tiefe und GPS-Position. Gelb bedeutet, dass die Geschwindigkeit etwas zu hoch ist – und dadurch die Ansicht leicht verfĂ€lscht. Bei rot ist es zu flach, zu ungenau oder zu schnell, was die Messergebnisse weitgehend unbrauchbar macht. Das ist leicht zu merken und verfolgen.

Garmin_Striker_Cast_quick_draw_angelkarte
Markante Unterwasserstrukturen zeigen einige Stellen auf, die sich lohnen könnten, um die Angel auszuwerfen. Der Wassereinlauf folgt einem etwa 1,5m tiefem Graben, der sich lang in das GewĂ€sser reinzieht. Die GrabenrĂ€nder sind dabei ausgemachte Hotspots. Hier wird permanent Nahrung durch den Wasserlauf eingebracht. Das Steilufer rechts fĂ€llt rund 6m ab und endet in einem großflĂ€chigen Plateau mit kleineren Erhebungen. An den Kanten von diesem sind ebenso Fische zu erwarten.

Im Ergebnis erhĂ€ltst Du aussagekrĂ€ftige bathymetrische GewĂ€sserkarten (Angelkarten), die einen guten Eindruck von der Struktur und dem Verlauf des Untergrundes liefern. Kanten, SprĂŒnge, Löcher und Erhebungen, die Fische zwangslĂ€ufig anziehen, sind gut auszumachen. Anhand der Karte lassen sich nun Wegpunkte (Stellen) markieren (mit “KARTE” und “WEGPUNKTE”) und mit dem Echolot im Detail zielgerichtet untersuchen.

Beide Funktionen (das Fisch-Echolot genauso wie die Angelkarten) sind im Verbund ein tolles Werkzeug, um Hotspots zu finden. Das kann z. B. eine LĂŒcke in der Unterwasservegetation sein, die fĂŒr den Karpfenansitz lohnend ist. Oder ein Barschberg, an dem sich diese RĂ€uber gerne versammeln. Wie Du siehst, schafft es dieser Winzling, grundlegende Eigenschaften von SonargerĂ€ten auch fĂŒr den Uferangler bereitzustellen.

5. Fazit unseres Garmin-Striker-Cast-GPS-Test

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Fangen wir bei der Hardware an. Der Striker Cast ist von „Natur aus“ rundherum wasserdicht. Es gibt hier keine ineinander zu verschraubenden Halbkugeln wie beim Deeper, die vor dem Einsatz sorgfĂ€ltig auf Linie gebracht werden mĂŒssen. Wer das bei diesem nicht ordentlich macht, muss mit Wassereintritt rechnen. Nicht so bei diesem Garmin-Fischfinder. Hier ist allerdings Sorgfalt bei der Pflege der offenen AnschlĂŒsse von Nöten. Trocken und sauber mĂŒssen sie beim Laden sein.

  • Ansonsten ist die Handhabung der blauen Kugel einfach und komfortabel,
  • das Gewicht mit nur 75g erfrischend leicht.
  • Die Reichweite der Drahtlosverbindung erscheint mit 60m fĂŒr normale Wurfdistanzen ausreichend.
  • Der Tiefgang endet allerdings schon bei rund 45m, was eher wenig ist. Dieser “Makel” liegt im Wesentlichen an den eingesetzten höheren Frequenzen. Im Normalfall ist ein Mehr an erreichbarer Tiefe fĂŒr den Einsatzbereich eines Wurfecholots aber nicht unbedingt erforderlich.
  • Das GPS ist des Weiteren empfindlich und sehr genau in den Positionsangaben. Das haben wir bei der Konkurrenz schon deutlich schlechter gesehen.

Hinterfragen muss man aber die Herstellerentscheidung fĂŒr eine drahtlose Bluetooth-Verbindung. Abgesehen von der Reichweite, die geringer ist als bei einem WLAN-Einsatz, kommt auch eine höhere Störempfindlichkeit zum Tragen. In der Praxis waren dadurch auch gelegentlich Aussetzer, d.h. LĂŒcken in den Echolotbildern zu sehen. Im Großen und Ganzen war die Verbindung bei unseren Versuchen im 30-Meter-Bereich aber stabil.

Test_Garmin_Striker_Cast_GPS
Hier unser VersuchsgewĂ€sser mit Einlauf aus dem Vorbecken (weißer Pfeil) und einer stabilen Eisschicht in der GewĂ€ssermitte (roter Pfeil) zum Testzeitpunkt. Der Weiher ist im Mittel zwei bis drei Meter tief.

Die Echolotbilder haben uns durchgĂ€ngig gut gefallen. Der Informationsgehalt ist hoch, die Darstellung kontrastreich sowie strukturell aussagekrĂ€ftig. Zur Verifizierung der Fischerkennung haben wir den Striker Cast parallel zum Deeper Chirp eingesetzt. Überall dort, wo wir Fisch vermuteten (Einlauf, Eiskante), wurde von beiden GerĂ€ten auch Fisch erkannt. Die Tiefenangaben waren vergleichbar – und demzufolge stimmig. Die Anzahl der vom Deeper Chirp angezeigten FlossentrĂ€ger war jedoch grĂ¶ĂŸer. Im direkten Mengenvergleich lag der Striker Cast bei rund bei 60% der Deeper-Chirp-Anzeige. So wurden auf dem Striker Cast z.B. keine Fische dicht unter der WasseroberflĂ€che (30cm) erfasst, da sie außerhalb der Mindestscantiefe (< 50cm) des GerĂ€tes lagen.

Mit der Kartierung waren wir ebenso sehr zufrieden. Wie bei Garmin gewohnt, lĂ€uft die Kartenerstellung mit Quick Draw Contours sehr komfortabel und problemlos. Die Kartendetails sind fĂŒr diesen Winzling ausgezeichnet. Mögliche Hotspots sind gut auszumachen. Auch lassen sich fĂ€ngige Stellen auf den Karten markieren und bei Bedarf wieder aufrufen. FĂŒr das ein oder andere GewĂ€sser gibt es womöglich auch fertige Karten aus der Quick-Draw-Community, die auf dem Striker Cast von Nutzen sein können.

6. Striker Cast vs Deeper: Unsere Empfehlung

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Das Garmin Striker Cast zeigt in allen von uns getesteten Bereichen eine ansprechende Leistung. Die Echolotfunktionen und Scanergebnisse sind ĂŒberzeugend. Die Mapping-Option liefert sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Die Bedienung ist komfortabel und selbsterklĂ€rend. Der Nutzen, den der Angler aus der Nutzung des GerĂ€ts ziehen kann, ist (erwartungsgemĂ€ĂŸ) hoch.

Was uns nicht so gefallen hat, ist der Bluetooth-Übertragungsweg. Hier hĂ€tten wir uns eine leistungsfĂ€higere Wlan-Verbindung gewĂŒnscht. Es wĂŒrde auch nichts dagegen sprechen, den USB-Anschluss des Striker Cast mit einer Abdeckung zu versehen, um ihn vor Verschmutzung zu schĂŒtzen.

Bei einem Vergleich in der Preisklasse bis 200€ kann das Striker Cast GPS (unser TestgerĂ€t) mit einem Deeper Pro+ durchaus mithalten. In Teilbereichen der Echolotfunktionen gefĂ€llt es uns sogar besser. Das trifft auch fĂŒr den GPS-Bereich (z.B. bei der Genauigkeit) zu.

An die FĂ€higkeiten eines Deeper Chirp kommt der Striker Cast aber nicht heran. Das kann aber noch werden, wenn sich Garmin an eine Striker-Cast-Chirp-Version (inklusive Wlan) heranwagen sollte. Bis dahin ist der Garmin Striker Cast zwar eine beachtenswerte Alternative zur Deeper Familie, jedoch werden dieser (zumindest mit dem jetzigen Stand der Dinge) weiterhin die Treue halten.

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Auch beim Eisangeln macht der Garmin Striker Cast eine gute Figur. Die Flasheranzeige (rechts) auf dem Smartphone ist am Anfang etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, hat aber alle notwendigen Informationen auf dem Schirm, da erkannte Objekte (z.B. Fische) anhand ihrer Resonanzeigenschaften (verschiedene Farben) unterschieden werden können.

Damit wĂ€ren wir am Ende unseres ausfĂŒhrlichen Test (inklusive Erfahrungen) zum Garmin Striker Cast angelangt. Hast Du Fragen, ErgĂ€nzungen oder Kommentare, dann hau in die Tasten – wir freuen uns auf Deine RĂŒckmeldung! Martin und Jens.

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